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Auf der Suche nach dem personellen Lückenschluss

Handball Auf der Suche nach dem personellen Lückenschluss

Der Ludwigsfelder HC siegt souverän beim BSV 92 und festigt in der Handball-Oberliga Tabellenplatz drei, hat aber noch keinen Nachfolger für Cheftrainer Michael Jantzen verpflichtet. Beim Gastspiel in Berlin traf der Club auf einen Gegner mit einer ungewöhnlich illustren Vergangenheit.

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Der Ludwigsfelder HC konnte erneut einen Sieg bejubeln, einen Nachfolger für Trainer Michael Jantzen (Mitte) sucht der Club aber noch.

Quelle: Lars Sittig

Ludwigsfelde. Als sie den Auswärtssieg beim BSV 1892 bejubelt hatten, in der Sporthalle im Berliner Ortsteil Wilmersdorf, fand René Rose trotz der exzellenten sportlichen Lage auch nachdenkliche Worte zu einem anderen, weniger erfolgreichen Vorgang: „Momentan einziger Wermutstropfen ist, dass die Trainerposition für die kommende Saison immer noch nicht besetzt ist“, sagte der Kapitän des Handball-Oberligisten Ludwigsfelder HC, „leider hat sich bis jetzt noch kein geeigneter Kandidat für das erfolgreiche und ambitionierte Team gefunden.“

Immer noch ist der personelle Lückenschluss für Cheftrainer Michael Jantzen, der nach der Saison sein Engagement an der Seitenlinie beendet, trotz aller Bemühungen nicht gelungen. „Die Suche gestaltet sich sehr schwierig“, sagt Sylvio Barth, der gemeinsam mit Rose als Interimslösung die sportliche Leitung des Teams inne hat, „aber wir hoffen natürlich, so schnell wie möglich einen geeigneten Kandidaten zu finden.“ In der Oberliga Ostsee-Spree dagegen hat der Club aus der Autobauerstadt seinen Höhenflug fortgesetzt: Nach dem souveränen 30:17-Erfolg am Sonnabend beim Berliner SV 1892 hat der LHC zwei Spieltage vor Saisonschluss Rang drei weiter gefestigt.

„Der Boden war dreckig, rutschig und schwer zu bespielen“, gab Trainer Jantzen nach dem Duell in der Sporthalle Grundschule am Rüdesheimer Platz zu Protokoll, „wir haben uns zunächst schwer getan, dann aber das Spiel in der Griff bekommen. Mit der zweiten Halbzeit war ich sehr zufrieden, die Abwehrarbeit war gut und wir haben auch gut gekontert.“ Rose sagte: „Am Ende war es ein verdienter Sieg, der aber nicht überschätzt werden sollte.“

Der BSV 92, der Tabellenletzte aus dem Herzen der Bundeshauptstadt, glänzt mit einer ungewöhnlich illustren Vergangenheit: Die Herrenmannschaft des Vereins wurde 1956 und 1964 Deutscher Meister sowie 1950 und 1958 Deutscher Vizemeister im Hallenhandball. In den Spieljahren 1967/68 und 1974/75 spielte der BSV 92 in der 1. Bundesliga (siehe Infokasten). „Ich kenne das aus Erzählungen der älteren Generation, die dann meine Trainer waren“, erinnert sich Jantzen, der im Westteil der Metropole aufwuchs.

Zweimal tritt der Trainer noch mit seinem Team in dieser Spielzeit in der Oberliga an: Am 6. Mai (Start: 18 Uhr) gastiert der SV Fortuna 50 Neubrandenburg in Ludwigsfelde, am 13. Mai tritt der LHC beim HSV Insel Usedom an (Start: 18 Uhr). „Ziel ist es, am Ende der Spielzeit den dritten Platz zu festigen“, gibt Rose die Marschrichtung vor, „was aufgrund der Ligastärke in dieser Saison ein riesen Erfolg für die Mannschaft und den Verein ist.“

Parallel zum sportlichen Programm läuft beim LHC die schwierige Suche nach einem Coach weiter: „Wir haben bisher mit knapp zehn Kandidaten gesprochen“, berichtet Barth, der mit Rose die potentiellen Trainer abstimmt, „aber bisher ist eine Einigung an den finanziellen Forderungen und der Verfügbarkeit gescheitert. Aber es laufen weiter Gespräche, wir werden einen Nachfolger finden.“

Von Lars Sittig

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