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Betroffenheit über Rückzug der Bundesliga-Ringer

1. Luckenwalder SC Betroffenheit über Rückzug der Bundesliga-Ringer

Für den Sportstandort Luckenwalde ist der Rückzug der Ringer aus der 1. Bundesliga ein herber Schlag. Die Mannschaft musste den Abgang von Leistungsträgern verkraften und kann diesen nicht kompensieren. Trotz des sportlichen Rückzugs: Luckenwalde bleibt weiter wichtig für den Ringer-Sport in Deutschland.

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Quelle: Neßler

Luckenwalde. Den Bundesligaringern in Luckenwalde droht das Aus. Der 1. Luckenwalder SC erwägt, seine Mannschaft für die Saison 2016/17 abzumelden. Der Grund für diesen drastischen Schnitt: Nach dem Weggang zahlreicher deutscher Spitzenringer sieht sich der LSC nicht mehr in der Lage, die in der Bundesliga pro Kampf geforderten fünf deutschen Athleten mit entsprechender Qualität auf die Matte zu schicken.

Ein Traditionsverein

Der erste Ringerverein wurde 1897 in Luckenwalde gegründet.


Anfang der 1950er Jahre schlossen sich die Ringer der Sportgemeinschaft „Dynamo Luckenwalde“ an. In der Folgezeit entstand ein Ringer-Leistungszentrum in der Stadt.

Die Luckenwalder avancierten zum DDR-Serienmeister, sie stellten Welt- und Europameister sowie Medaillengewinner bei Olympischen Spielen.

Der LSC gehört zu den wenigen Ost- Vereinen, die seit 1990 ununterbrochen in ihrer höchsten Liga mithalten.

Endgültige Entscheidung wird am Dienstagabend getroffen

Vereinspräsident Christian Buddeweg bestätigte der MAZ entsprechende Überlegungen. Er dementierte aber Meldungen, dass die Entscheidung bereits gefallen sei. „Noch ist nichts entschieden“, sagte Buddeweg am Dienstagnachmittag. Der Vereinsvorstand habe das letzte Wort. Das Gremium hat sich am Dienstagabend getroffen. „Wie sich die LSC-Vorstandsmitglieder entscheiden werden, ist völlig offen“, sagte Buddeweg. Beim Deutschen Ringer-Bund (DRB) war bis Dienstag keine Meldung vom Rückzug der Luckenwalder aus der 1. Bundesliga eingegangen. „Auf Gerüchte geben wir nichts“, sagte Ralf Diener, DRB-Vizepräsident und verantwortlich für die Bundesliga, auf MAZ-Anfrage.

Ringerpräsident spricht von hartem Schlag

Es mehrten sich jedoch im Verlauf des Tages die Anzeichen für einen Rückzug. Der Ringerverband Brandenburg (RVB) bedauerte eine solche mögliche Entscheidung des Luckenwalder SC. „Das ist ein harter Schlag für Sportler und Fans“, sagte RVB-Präsident Danny Eichelbaum. Nach 25 Jahren im nationalen Oberhaus würde mit dem 1. Luckenwalder SC der einzig verbliebene ostdeutsche Club die Ringer-Bundesliga verlassen. 2006 war der LSC zum bisher einzigen Mal Deutscher Mannschaftsmeister im Ringen geworden. Vor drei Jahren bangte man in der Hochburg des Sports um die Zukunft des Ringens. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wollte 2013 das Ringen aus dem Programm der Olympischen Spiele streichen. Doch der internationale Protest war erfolgreich. Ringen bleibt vorerst olympisch.

Die Eliteschule des Sports und der Bundesstützpunkt sind durch den Rückzug aus der 1. Bundesliga nicht betroffen, sagte Verbandspräsident Eichelbaum. „Luckenwalde bleibt neben Frankfurt/Oder ein wichtiger Standort für den Ringkampfsport in Deutschland. Der DRB und der RVB werden auch weiterhin den Breiten-und Leistungssport im Bundesstützpunkt Ringen in Luckenwalde absichern.“

Von Frank Neßler

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