Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Das große Abenteuer in Rio ist vorbei

Badminton Das große Abenteuer in Rio ist vorbei

Die aus Luckenwalde stammende Olympiastarterin Carla ist wieder in der Heimat angekommen. Vor der Abreise erlebte sie in Brasilien noch einen ganz besonderen Abend.

Ludwigsfelde 52.3011439 13.261627
Google Map of 52.3011439,13.261627
Ludwigsfelde Mehr Infos
Nächster Artikel
Standkapazitäten ausgereizt

Carla Nelte

Quelle: foto: privat

Ludwigsfelde. Als der Flieger in Rio de Janeiro abgehoben hatte, war das ungewöhnliche Kapitel endgültig beendet, inzwischen ist Spätsommerwetter in Mitteleuropa statt Südamerika-Feeling in Rio de Janeiro angesagt. Die letzten Tage bei den Olympischen Spielen hatten es für Carla Nelte allerdings noch einmal in sich: „Auch abseits vom Sport ist es immer noch eine wahre Freude, hier zu sein“, berichtete die aus Luckenwalde stammende Badmintonspielerin, die in Rio de Janeiro im Damen-Doppel gestartet war. „Mein Freund hat alle Spiele verfolgt und im Anschluss an den Wettkampf konnten wir dann etwas Sightseeing betreiben, waren an der Christo-Statue mit dem Blick über Rio. Wirklich ein Traum. Am Strand haben wir dann ab und zu auch mal die Seele baumeln lassen, weil man dem Trubel auch mal ausweichen muss.“

Auch sportlich lässt sich die Olympia-Bilanz der 25-Jährigen, die bei den Luckenwalder Sportfüchsen mit dem Badmintonsport begann und inzwischen für den Bundesligisten TV Refrath spielt, durchaus sehen. „Unser zweites Gruppenspiel gegen die Koreaner war sehr gut, es ging leider knapp in drei Sätzen verloren“, schätzt Carla Nelte ein, „mit dieser Leistung waren wir sehr zufrieden, auch wenn es verloren ging. Wir haben es in dieser Partie geschafft, bei Olympia unsere beste Leistung abzurufen, die wir im Moment spielen können. Das reicht dann nicht immer direkt für einen Sieg oder gar Medaille, aber uns motiviert das für die Zukunft umso mehr, wenn man sieht, dass man auch gegen die Weltranglisten-Neunten auf Augenhöhe spielen kann und sie am Rande einer Niederlage hat.“

Das koreanische Duo bezwang danach ein chinesisches Doppel, gegen das Nelte und ihre Partnerin Johanna Goliszewski deutlich unterlegen waren. Insgesamt bestritt das deutsche Team drei Vorrundenspiele. „Unser drittes Gruppenspiel, wo wir gern einen Sieg eingefahren hätten, stand leider unter keinen guten Vorzeichen“, sagt Carla Nelte. „Meiner Doppelpartnerin ging es gesundheitlich nicht gut und wir waren froh, dass wir überhaupt bis zum Ende spielen konnten. Sie hat sehr gekämpft, aber körperlich ging es für sie dann ans Limit. Eine 17:12-Führung im zweiten Satz konnten wir nicht nutzen, um in den Entscheidungssatz zu kommen. Nach dem Spiel musste Johanna sich dann auch direkt übergeben und sie sah gar nicht gut aus. So was gehört halt manchmal leider auch dazu, für den Zuschauer unsichtbar, aber für uns natürlich bitter. Aber nichtsdestotrotz haben es die Bulgaren auch gut gemacht, das muss man auch anerkennen. Wir haben in der Vergangenheit auch erst einen Sieg gegen sie verbuchen können. Die anderen beiden Begegnungen gingen damals auch an sie. Insgesamt waren das dann durchwachsene Leistungen, aber wir lernen viel daraus und gerade das Spiel gegen Korea gibt Motivation und Aufschlüsse für die Zukunft.“

Auch in anderen Sportarten war der Landkreis Teltow-Fläming in Rio de Janeiro vertreten, sogar der Sprung in die Medaillenränge wurde geschafft. Handballstar Tobias Reichmann, der im Nachwuchs des SV Lok Rangsdorf spielte, wurde mit der deutschen Auswahl Dritter. Jamilon Mülders, der in Großbeeren lebende Trainer der Frauen-Hockey-Auswahl, erkämpfte mit dem DHB-Team ebenfalls Bronze.

Carla Nelte werden neben den sportlichen Aspekten vor allem auch die Begegnungen am Zuckerhut in Erinnerung bleiben, auch wenn der Alltag wieder beginnt. „Im Deutschen Haus hat vorgestern auch Lang Lang gespielt. Das war schon eine Ehre, solch einem Weltstar einmal etwas näher zu begegnen und zuzuhören, auch wenn ich kein Fan klassischer Musik bin. Leute wie Franzi van Almsick, Hans Sarpei oder Heiner Brand im Deutschen Haus zu sehen oder sogar mal zu sprechen, ist für mich persönlich etwas sehr Besonderes. Man kennt sie nur aus dem Fernsehen und hier ist man mehr oder weniger auf Augenhöhe und kann sich über Sport oder Allgemeines austauschen. Das macht Spaß.“

Von Lars Sittig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.