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„Das ist die schwierigste Situation seit dem Aufstieg“

Niederlage der Wildauer Handballer „Das ist die schwierigste Situation seit dem Aufstieg“

Der HSV Wildau unterliegt dem HC Spreewald und wartet weiter auf den ersten Punktgewinn in der Brandenburgliga der Herren.

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Der HSV Wildau (weiße Trikots) unterlag im heimischen „Wildorado“ dem HC Spreewald mit 18:36 .

Quelle: Gerlinde Irmscher

Wildau. Sven Brade fand klare Worte, als er die sportliche Lage einschätzte. „Das ist eine schwierige Situation für uns, die schwierigste seit dem Wiederaufstieg“, sagte der Trainer des HSV Wildau, „man kann schon von einem Fehlstart sprechen.“ Am Sonnabend hatte der HSV auch die vierte Saisonpartie in der Handball-Herren-Brandenburgliga verloren und liegt mit 0:8 Punkten am Tabellenende.

Bei der Niederlage gegen den starken HC Spreewald, der nach dem Sieg auf Rang zwei vorgerückt ist, war der HSV bereits nach der ersten Halbzeit auf die Verliererstraße geraten. „Das war schon eine kleine Vorentscheidung“, sagt Brade über den 11:19-Zwischenstand seines Ensembles nach dreißig Minuten, „wir machen zwar nach dem Wiederanpfiff das erste Tor, dann aber nutzen wir unsere Chancen nicht und uns unterlaufen wieder zu viele Abspielfehler. Kampf und Einsatzwillen waren aber okay.“

Nach einem 0:4-Fehlstart hatte sich Wildau noch einmal auf 8:11 (21.) herangekämpft, dann aber vergrößerte der HCS, gegen den der HSV 1950 in der vergangenen Saison zu Hause noch ein Remis erzielt hatte, wieder die Distanz.

Vor allem die Personalsituation bereitet Coach Brade derzeit Schwierigkeiten: „Wir haben viele Ausfälle, gerade auch auf Schlüsselpositionen. Das ist nicht so leicht zu kompensieren. Auch im Training kann man vieles nicht so umsetzen, wie man möchte. Ich hoffe natürlich, dass so schnell wie möglich Spieler zurückkehren“, berichtet der Trainer, teilweise aber seien die Verletzungen sehr kompliziert.

In den kommenden zwei Wochen trifft der HSV auf zwei Teams, die in der Tabelle derzeit nur wenige Ränge besser platziert sind: Am kommenden Sonntag (18. Oktober) empfängt Wildau den Tabellenneunten SSV Falkensee (Start: 16 Uhr/Sport- und Schwimmhalle „Wildorado“), am 31. Oktober (Sonnabend) reist der HSV 1950 zur HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (18.15 Uhr/Sporthalle Ahrensdorf).

Auch die HSG hat an diesem Wochenende vor heimischer Kulisse verloren: Das Team unterlag in der Sporthalle in Ahrensdorf dem HSV Oberhavel mit 26:28 (8:14). „Das war kein schöner Abend für uns“, sagt Trainer Steffen Schieke, „beim Gegner haben zwar fast nur Ex-Oberliga-Akteure gespielt, das war eine sehr erfahrene, gute Mannschaft, aber wir hätten definitiv gewinnen können, vielleicht sogar müssen.“ Bei der Niederlage im vierten Saisonspiel hatte der Aufsteiger aus Ahrensdorf und Schenkenhorst nach der ersten Halbzeit bereits mit sechs Toren in Rückstand gelegen. „In der ersten Hälfte haben wir uns vorführen lassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir zu viele Ballverluste. Wir waren auch nicht aggressiv über die gesamten 60 Minuten“, befand Schieke, „zudem haben wir einen kleinen Kader, deshalb können Formschwankungen nicht so gut aufgefangen werden.“

Nach vier Spielen des Neulings – der mit dem MTV 1860 Altlandsberg II (Tabellenführer, 8:0 Punkte), Oberhavel (Vierter, 6:2), PHC Wittenberge (Sechster, 4:4) und dem SV Lok Rangsdorf (Siebenter, 4:4) kein einfaches Startprogramm hatte – attestiert Schieke seinem Team, in der neuen Liga „angekommen zu sein“. Es sei positiv, dass man sehe, dass man auch gegen diese Mannschaften gewinnen könne. „Wir brauchen aber in Zukunft noch mehr Führungsstärke und auch der verletzungs- und arbeitsbedingte Ausfall vieler Akteure ist ein Nachteil. Zum Glück kehrt in Kürze Max Pohl zurück“, sagt Schieke, „der aus beruflichen Gründen gefehlt hat.“

Ganz anders als die Lage der ersten Mannschaft bewertet Brade beim HSV die Lage der beiden männlichen Nachwuchsteams, die in der Oberliga Ostsee-Spree starten. „Da sind wir absolut auf dem Weg“, sagt der Coach, „die B-Jugend hat eine sehr gute Partie in Rostock gespielt und am Ende eine bittere Niederlage einstecken müssen. Aber wir machen jedes Spiel einen kleinen Schritt nach vorne, das macht richtig Spaß.“ Am Sonnabend hatte die Wildauer B-Jugend beim HC Empor Rostock, einem Schwergewicht im Nordostdeutschen Handball, knapp mit 19:20 verloren. Für die erste Männermannschaft heißt es in den kommenden Wochen, möglichst schnell wieder den Weg in die Erfolgsspur zu finden.

Von Lars Sittig

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