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Der Lausitzer HC siegt in der Stadtsporthalle

Handball-Oberliga Ostsee-Spree Der Lausitzer HC siegt in der Stadtsporthalle

Der LHC unterliegt gegen Cottbus im Spitzenspiel der Oberliga. Am kommenden Wochenende tritt das Ludwigsfelder Team beim Final Four an. Gegner im Halbfinale ist ein Team gegen das der LHC Wiedergutmachung betreiben will.

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Handballspektakel in Ludwigsfelde: Stefan Schwarz (hinten, schwarzes Trikots) spielt den Ball beim spannenden Spitzenspiel der Handball-Oberliga gegen Cottbus zu Steffen Knaack.

Quelle: foto: lars sittig

Ludwigsfelde. Der Satz, der den Abend auf den Punkt brachte, fiel danach in der Kabine, als es sehr still war, als das Team des Ludwigsfelder HC begann, die Niederlage zu verarbeiten. „ Irgendjemand hat gesagt: Eigentlich haben wir uns ja selber geschlagen“, berichtet LHC-Coach Michael Jantzen, „das hat es sehr gut zusammengefasst.“ Der Spruch war tatsächlich in mehrfacher Hinsicht sinnbildlich: In ihm war die 30:32-Heimniederlage im Spitzenspiel der Handball-Oberliga Ostsee-Spree gegen den LHC Cottbus ebenso enthalten wie die ungewöhnliche Situation, dass der Gast aus der Lausitz in Ludwigsfelder Trikots auflief (die Ersatztrikots hatten gefehlt).

Für einen neutralen Beobachter ein auf den ersten Blick verwirrendes Bild in der Stadtsporthalle, in den roten Trikots war nicht der LHC drin, obwohl Ludwigsfelder HC draufstand und irgendwie war ja doch der LHC drin, nur eben der Lausitzer HC, der in den ersten Minuten den LHC aus Ludwigsfelde überrollte und mit 8:2 in Führung lag. Die beiden Treffer für das Heimteam hatte Routinier René Rose erzielt, der am Sonnabend eine starke Partie spielte, mit enormer mentaler und physischer Präsenz. „Wir sind nach dem klaren Rückstand hinterhergelaufen und wenn man dann seine Chancen nicht gut genug nutzt, kann so ein Spiel eigentlich nicht mehr drehen“, befand Jantzen, „man muss sagen, dass wir insgesamt nicht gut gespielt und zu viele Fehler gemacht haben.“

Trotzdem arbeitete sich Ludwigsfelde zurück ins Spiel und verkürzte noch in der ersten Halbzeit den Rückstand auf einen Treffer, lag aber am Ende des ersten Durchgangs mit 14:17 hinten. Auch nach dem Seitenwechsel schaffte Ludwigsfelde schnell den Anschlusstreffer (16:17), dann wogte das intensive Spiel hin und her. Immer wieder wuchs der Abstand kurzzeitig auf drei oder vier Tore an – um aber wenig später wieder auf ein Tor Differenz reduziert zu werden (45. Minute 22:26, 55.: 28:29) – dem LHC gelang aber während der gesamten Spielzeit nicht mehr der Ausgleich.

Am Ende entschieden Nuancen ein hochspannendes Spektakel für den Tabellendritten aus dem Süden des Landes Brandenburg. „Wir haben das Spiel eigentlich in Überzahl verloren“, urteilte Jantzen, „da haben wir die Situation nicht genutzt und Fehler gemacht. Kampf und Einsatz waren da, aber in den entscheidenden Momenten waren wir vielleicht zu aufgeregt und hatten Angst vor der eigenen Courage. Von den Chancen her hätten wir das Spiel gewinnen müssen, obwohl Cottbus verdient gewonnen hat.“ Nach der knappen Niederlage gegen Tabellenführer HV GW Werder (22:23) in der Frühphase der Saison hat der LHC erneut vor heimischem Publikum knapp gegen eines der Spitzenteams der Liga verloren: Duelle auf Augenhöhe, bei denen der Gegner aber am Ende einen Wimpernschlag vorne liegt.

Am kommenden Wochenende tritt der LHC, der in der Oberliga trotz der Niederlage Vierter bleibt, beim Final Four, der Endrunde des Landespokals in Potsdam an. Im ersten Halbfinale (Sonnabend: 16 Uhr) trifft Ludwigsfelde in der Potsdamer MBS-Arena auf den Ligakonkurrenten Grünheider SV, der unlängst in Ludwigsfelde siegte. Im zweiten Semifinale stehen sich Werder (Oberliga) und HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf (Brandenburgliga) gegenüber. „Alle vier Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe“, sagt Jantzen, „wir wollen den Pokal natürlich gewinnen und gegen Grünheide gibt es außerdem etwas gutzumachen.“

Von Lars Sittig

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