Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Ein Auge für Torhüter

Handballvereinigung Luckenwalde Ein Auge für Torhüter

Kampfgericht, Schiedsrichterwart, Torwarttrainer: Torsten Günnel übernimmt beim HV Luckenwalde viele Aufgaben. Er ist seit Jahren eine treue Seele des Vereins und hat ein ehrgeiziges Ziel.

Luckenwalde 52.0903895 13.1636906
Google Map of 52.0903895,13.1636906
Luckenwalde Mehr Infos
Nächster Artikel
Von der Gründung bis zur Gegenwart

Torsten Günnel ist der „Herr der Bälle“ bei den Luckenwalder Handballfrauen. Nicht seine einzige Aufgabe im Verein.

Quelle: Frank Neßler

Luckenwalde. Der Luftdruck passt, das hat die Überprüfung durch Torsten Günnel ergeben. Der 47-Jährige wirft den Ball aufs Parkett. Dort warten bereits einige Frauen der Handballvereinigung Luckenwalde (HVL) auf das Spielgerät. Sie wollen mit dem Training beginnen.

„Meine Familie ist der Handball“, sagt der eingefleischte Junggeselle Günnel. Er ist der Mann im Hintergrund bei der HVL. Er kümmert sich um organisatorische Dinge im Verein, nimmt so den Trainern einiges an Arbeit ab. Sein Betätigungsfeld ist groß. Günnel löst die unterschiedlichsten Aufgaben. Er ist bei den Luckenwalder Handballern Schiedsrichterwart, Co-Trainer und er sitzt bei den Punktspielen im Kampfgericht. Bei den Frauen kümmert er sich zudem ums Material. „Keiner versorgt uns Spielerinnen im Training besser als Torsten“, lobt Stephanie Granzow den Einsatz ihres Vereinskollegen.

Mit Leib und Seele Handballer

Günnel selbst hat sich mit Leib und Seele seit seiner Jugend dem Handball verschrieben. Sportlich war er schon als Kind. Seine Laufbahn begann er als Turner. Genau vier Jahrzehnte ist das jetzt mittlerweile her. Mit dem Handballvirus wurde er dann vier Jahre später infiziert. Es war die Zeit der Olympischen Spiele in Moskau. Am 30. Juli 1980 gewann die DDR das Finale des olympischen Handballturniers gegen die sowjetischen Gastgeber denkbar knapp mit 23:22 nach Verlängerung. „Es war ein extrem packendes Spiel. Ich saß vor dem Fernseher und war total fasziniert“, erinnert sich Günnel.

Losgelassen hat ihn der Handball seitdem nicht mehr. Seinem Lieblingssport ist Günnel über die Jahrzehnte hinweg treu geblieben. Selbst in seiner Armeezeit stand der gelernte Landwirt, der später noch eine Ausbildung zum Facharbeiter für Straßenbau absolvierte, im Handballtor. Als Aktiver feierte der Schlussmann einige Erfolge. Einer seiner größten in der Saison 2005/06, als die Männer des damaligen Luckenwalder Handballvereins (LHV, nicht zu verwechseln mit der später gegründeten HVL 09) mit ihm als sicheren Rückhalt der Mannschaft in der Landesliga Vierter wurden.

Günnel boebachtet und gibt Tipps

Seine Erfahrungen als Handballtorwart bringt der 47-Jährige auch heutzutage immer wieder ein. Günnel hat ein Auge für Torhüter. Dies ist bei der Beobachtung der Gegner für die HVL-Trainer von Vorteil. „Ich schaue mir das Stellungsspiel und die Bewegungen der Torhüter genau an“, sagt Günnel. Seine Beobachtungen gibt er an die HVL-Trainer weiter, die die jeweiligen Schützen ihrer Sieben dann entsprechend instruieren.

Was die sportliche Zukunft den Luckenwalder Handballteams bringen wird, das weiß auch Günnel nicht. Er selbst hat noch ein ehrgeiziges Ziel. In ein paar Jahren will er zusammen mit Ralf Granzow, dem derzeitigen Trainer der HVL-Frauensieben, in der dritten Liga im Kampfgericht sitzen.

Von Frank Neßler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.