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Ein echtes Erlebnis auf dem Erlebnishof

Viele Zuschauer, tolle Ritte und Begeisterung beim diesjährigen Jüterboger Reit- und Springturnier Ein echtes Erlebnis auf dem Erlebnishof

Mehr und mehr entwickelt sich das Jüterboger Reit- und Springturnier am Erlebnishof Werder zum Publikumsmagneten. Auch sportlich gab es überzeugende Leistungen.

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Ulf Ebel aus Angermünde gewann am Sonntag in Werder das S*-Springen um den Großen Preis.

Quelle: Fotos: Hannsjürgen Wille

Jüterbog. Schade, dass die Freiluftsaison der Spring- und Dressurreiter mit dem Turnier in Jüterbog zu Ende ging. Was am letzten September-Wochenende bei herrlichstem Spätsommerwetter auf der wunderschönen Anlage des Erlebnishofs Werder, drei Kilometer vor den Toren der Flämingstadt, geboten wurde, das lässt sich am besten mit den Worten beschreiben, es war ein tolles Erlebnis – für die Zuschauer, die zu Scharen kamen, für die Kinder, die reichlich Abwechslung vorfanden und nicht zuletzt für diejenigen, die im Sattel saßen. Deren Aussage lautete, ob sie nun aus Helmstedt, aus Hattingen in Nordrhein-Westfalen oder aus Thüringen kamen: Es lohnt sich wieder hierher zu fahren, um zu reiten.

Ganz besondere Gültigkeit hatte diese Erkenntnis für den Sieger im Großen Preis der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, den aus Angermünde angereisten Ulf Ebel. Der 35-jährige Chefbereiter des dortigen Pferde-Gutes gewann das außerordentlich stark besetzte Springen der schweren Klasse auf seinem Holsteiner Wallach Casanova. In der abschließenden Siegerrunde, für die sich neun der insgesamt 36 angetretenen Teilnehmer qualifizierten, leistete er sich als letzter Starter zwar einen klitzekleinen Zeitfehler von umgerechnet 0,25 Punkten, aber das fiel nicht groß ins Gewicht. „Wichtig war nur, dass ich ohne Abwurf blieb, denn ich wusste ja, was die Konkurrenz vor mir zustande gebracht hatte.“

Sprach’s, nahm die vielen Glückwünsche entgegen und durfte sich danach 620 Euro Preisgeld von der Meldestelle abholen. Auf den 2. Platz kam Maik Manthey vom RFV Wentow auf Piet (2/64,25) vor dem Sachsen-Anhalter Dirk Holländer (RV Ihleburg) auf Celli (4/51,47) und der talentierten Berlin-brandenburgischen Landesmeisterin der Jungen Reiter, der Neustädterin Laura Strehmel auf Arctos (4/53,44), die an gleicher Stelle schon einmal vor drei Jahren gewonnen hatte.

Nicht in die Entscheidung am Sonntagnachmittag konnte der Sechste der deutschen Nachwuchs-Meisterschaften Toni Eckardt vom PSV Wehnsdorf eingreifen. Bei ihm fielen gleich drei Hindernisstangen. Doch er hatte die Genugtuung, tags zuvor ein S*-Springen nach Fehlern und Zeit auf Lukas in 56,72 Sekunden vor dem Schwanebecker Jan Peters auf Kokolores (62,03) und Robert Bruhns (PSV Quitzow) auf Arafonessa (62,28) gewonnen zu haben.

Turnier-Chef Bernd Brandis strahlte nach der Veranstaltung, zeigte sich rundum glücklich und zufrieden. Er erinnerte sich aber auch daran, welche Mühe und welchen Einsatz es gekostet hat: „Wenn ich alles zusammenrechne, dann habe ich mich über das Jahr verteilt mindestens an 150 Tagen mit diesem Ereignis beschäftigt.“

Den Lohn wird er wahrscheinlich auch im kommenden Jahr ernten, denn wie sagte doch der Helmstedter Christoph Lehrmann: „Ich bin seit 15 Jahren wieder einmal hierher gekommen und bin begeistert, was ich vorgefunden habe, eine ausgesprochen reiter- und zuschauerfreundliche Atmosphäre, hervorragende Bedingungen, genügend Startmöglichkeiten und was mir besonders auffiel, ein sehr sauberes Umfeld auf dem Platz und in der Stadt. Ich werde alles tun, um dafür zu werben, dass beim nächsten Mal noch mehr Teilnehmer aus dem Westen den Weg nach Jüterbog finden.“

Doch nicht nur die Großen zeigten sich begeistert, auch der Nachwuchs kam am Wochenende voll auf seine Kosten. Das galt insbesondere für das Finale um den VR Bank-Fläming-Cup, der nun schon zum siebenten Mal ausgetragen wurde.

Dazu sagte der Kreisreiterverbands-Vorsitzende und Initiator Eberhard Mertens: „Mit diesem Wettbewerb, der aus einer Dressur und einem Springen besteht, wollen wir eine breite Ausbildung unserer junge Reiter erreichen und einer frühzeitigen Spezialisierung entgegenwirken.“

Eine junge Amazone aus Markendorf, die für den RV Wahlsdorf startet und in Jüterbog zur Schule geht, ist das beste Beispiel dafür, was es bedeutet, in mehreren Disziplinen gleichgut zu sein. Jasmin Hille ist längst eine begabte Vielseitigkeitsreiterin, die schon zu deutschen Meisterschaften gefahren ist. Sie gewann einmal mehr diesen Kombinations-Cup auf Tabalu mit der Platzziffer 4,0 vor Lea-Charlotte Neugenauer (RV Caballico Jühnsdorf) auch Chihiro (7,00), Antonia Schmidt (RFV Seehausen) auf As Cardo (7,10) und Lena Pede (RV Wahlsdorf) auf Mr. Berny (7,20). Für sie war dieser Sieg in Jüterbog allerdings auch mit etwas Wehmut verbunden, denn es war ihr letzter Start auf der 14-jährigen Schimmelstute, die Bernhard Pede gehört und die er auch groß gezogen hat. Am kommenden Wochenende beim Vielseitigkeits-Meeting in Liepe soll dann der offizielle und endgültige Abschied vollzogen werden.

Von Hansjürgen Wille

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