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Eine Bronzemedaille als i-Tüpfelchen

Erfolgreicher EM-Auftritt der Luckenwalder Rettungsschwimmer. Eine Bronzemedaille als i-Tüpfelchen

Die EM-Fahrer des DLRG-Stadtverbandes sind wieder zu Hause. In Swansea (Großbritannien/Wales) wurde die neunköpfige Delegation Sechster der Interclub-Wertung und drittbester deutscher Verein.

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Zweiter Test - zweiter Sieg

Geschafft, aber glücklich. Die Luckenwalder Rettungsschwimmer bei ihrer Ankunft in der Heimat.

Quelle: Foto: Verein

Luckenwalde. Wohlbehalten sind die Luckenwalder Rettungssportler von den Europameisterschaften der Vereine in Swansea (Großbritannien/Wales) heimgekehrt. Jubelnd wurde die neunköpfige Delegation wenige Minuten vor Mitternacht von einigen Eltern, Trainern und Vorstandsmitgliedern am Sonntagabend vor der Fläming-Therme begrüßt.

Die Rettungsschwimmer des hiesigen DLRG-Stadtverbandes haben in Swansea Wort gehalten. „Wir zeigen dem Rest, wo Luckenwalde liegt“, lautete die Kampfansage von Jaana Ehmcke vor dem europäischen Championat. Umgesetzt wurde sie vom Team verdammt gut. Die acht Rettungssportler und Teammanagerin Annabell Stachowiak, die sich um die organisatorischen Belange kümmerte und stets mit Rat und Tat zur Seite stand, spielten vor allem ihre Stärke in der Halle aus. Die Luckenwalder wurden die viertbeste europäische Vereinsmannschaft nach den Poolwettkämpfen in Swansea. Diese Platzierung konnten sie bis zum Ende der Titelkämpfe erwartungsgemäß nicht ganz halten. Dennoch landeten sie nach den Strandwettkämpfen mit dem 6. Rang souverän in den Top Ten. In der Nationenwertung ergab das den 3. Platz für die Luckenwalder hinter der DLRG Halle-Saalkreis (2. der Gesamtwertung) und Magdeburg (5. der Gesamtwertung). „Es war ein super organisierter Wettkampf, wir waren ein tolles Team“, erklärte Lisa-Marie Kaiser, die mit einer Bronzemedaille in der Einzeldisziplin 100 Meter Retten einer Puppe mit Flossen in Swansea für den größten Erfolg der Luckenwalder sorgte. „Auch wenn die Stimmung in der Halle aufgrund der Teilnehmerzahlen immer etwas auf sich warten ließ, unterstützten wir jeden unserer Sportler lautstark.“

Nach der offiziellen Verabschiedung und dem Abschlusstraining in der Fläming-Therme ging es am 8. August für die Luckenwalder in aller Frühe in Richtung Wales. Tags drauf begannen die Interclub-Wettkämpfe mit SERC, der simulierten Rettungsübung. Mit einem 16. Platz sammelten die Luckenwalder den ersten Punkt für die Vereinswertung. Anschließend standen die Hallenwettbewerbe auf dem Programm. 200 m Hindernis, die Hindernisstaffel und das Leine werfen wurden absolviert. Jaana Ehmcke holte mit einem 5. Platz die nächsten Punkte. Überraschender Weise schwammen sowohl die Damen als auch die Herren in die Staffel-Finalläufe. Dort belegen Jaana Ehmcke, Lisa-Marie Kaiser, Jessica Kuhn und Caroline Himmel einen 6. Platz. Die Herren in der Besetzung Kevin Lehr, Maximilian Ulrich, Lars-Erik Wenger und Thomas Herrmann wurden Achte. Beim Leine werfen verpassten Lehr/Wenger knapp das Finale. Kuhn und Kaiser wurden bei den Damen Fünfte. Die guten Leistungen am ersten Wettkampftag motivierten das Team. Kaiser verpasste in 100 m Lifesaver als Neunte knapp das A-Finale, Lehr wurde auf seiner Paradestrecke undankbarer Vierte. 85 Meter lang führte er das Feld an, dann wurde er überholt. Am selben Tag gelang Kaiser der größte EM-Erfolg der Luckenwalder bei dieser EM. „Mir ging es nur um die Zeit und die war super. Die Medaille war nur das i-Tüpfelchen“, erklärte Kaiser nach dem Sprung aufs Treppchen. Lehr wurde über diese Strecke Sechster. Ehmcke schwamm bei der 100 m kombinierte Rettungsübung auf den 4. Platz. Auch die beiden Puppestaffeln brachten Zählbares für die Luckenwalder in der Punktwertung. Die Damen beenden das Rennen als Sechste, die Herren werden Siebte. Am letzten Tag der Poolwettkämpfe erreichte Ehmcke das Finale über 50 m Retten einer Puppe. Sie wurde Fünfte. Mit der Gurtretterstaffel belegen die Luckenwalder Damen einen 6. Platz. Caroline Himmel schwamm als Neunte knapp am 200 m Superlifesaver-Finale vorbei.

Ein 4. Platz von Ehmcke im Surfrace brachte zum Auftakt der Standwettkämpfe weitere Punkte. Kaiser verbuchte einen 10. Platz im Beach Flags für sich. Der zweite Strandtag begann mit Regen und kaltem Wind. Erschwerte Bedingungen für die Sportler. Ein langer Board Race-Parcours wurde zudem eine Qual. Kuhn und Kaiser schafften es dennoch eine Runde weiter. Im Rescue Tube Race schwammen sich die Damen als Siebte in die Punkte. Leicht war es ihnen jedoch nicht gefallen. Der Gurtretter verfing sich in den Bojen. Lisa-Marie Kaiser bekam kurzzeitig keine Luft mehr. Durch die sehr hohen Wellen kämpfte sich die Luckenwalderin zum Ziel. Dort musste Kaiser nach Übergabe der zu rettenden Person selbst aus dem Wasser geborgen werden. Zum Glück war sie kurze Zeit später wieder auf dem Weg der Besserung. Alle Teilnehmer hatten an diesem Tag Orientierungsprobleme, da die Bojenkette durch den Wellengang nicht sichtbar war. Gespannt gingen alle in den letzten Strandtag, denn trotz der schweren Bedingungen konnte sich das Team auf einen sehr guten 6. Platz in der Gesamtwertung halten. Auch am letzten Tag wurden Punkte gesammelt. Sowohl die Damen als auch die Herren belegten mit dem Doppelboard Rang 15. Wieder Pech hatten die Luckenwalder Frauen bei der Sprintstaffel. Ein zu schneller Wechsel führte hier zur Disqualifikation. Die letzten Punkte für die EM-Gesamtwertung holten die Damen als 14. in der Taplin Staffel.

Von Frank Neßler

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