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Eine Doppelrolle wäre nett

Handball: Luckenwalder Hallensprecher Eine Doppelrolle wäre nett

Frank Berger, der Hallensprecher der Luckenwalder Handballer, übernahm vor mehr als vier Jahren durch Zufall das Mikrofon. Ihn freut es, wenn er durch Einspieler noch mehr Spannung in der Sporthalle erzeugen kann. In Zukunft will er jedoch etwas kürzer treten.

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Frank Berger, Hallensprecher der Luckenwalder Handballer.

Quelle: Frank Neßler

Luckenwalde. Siebenmeter in der Luckenwalder Fläminghalle. Die Spannung steigt. Der Schütze bereitet sich nervös auf den Wurf vor, im Handballtor ihm gegenüber hüpft der Keeper vom einen Bein auf das andere. Hallensprecher Frank Berger bleibt trotz aller Dramatik cool. Er schiebt ruhig den Regler am Mischpult nach oben. Eine aus dem Fernsehen bekannte Musik ertönt aus den Boxen. Die Zuschauer kommen bei der Krimi-Atmosphäre in der Halle voll auf ihre Kosten.

Frank Berger genießt die Spannung

Auch Berger selbst genießt diese Szenen voll knisternder Spannung. Der Mann am Mikrofon bei der Handballvereinigung Luckenwalde (HVL) hat viel Mühe und Zeit investiert, um die entsprechende Musik im richtigen Moment für derartige Einspieler auflegen zu können. Ihn freut es, wenn er dadurch noch mehr Spannung in der Sporthalle erzeugen kann.

Zu seinem ehrenamtlichen Job als Hallensprecher der Luckenwalder Handballer kam der 53-Jährige aus der Not heraus. Der Grund dafür war vor mehr als vier Jahren allerdings ein trauriger. Im Januar 2012 verstarb Rüdiger Reppmann völlig unerwartet im Alter von nur 57 Jahren. Er war bis dahin die Stimme des Vereins und sorgte für Stimmung auf den Rängen. Der Schock saß tief bei der HV Luckenwalde.

Das Leben musste jedoch weitergehen. Ein Nachfolger für den Verstorbenen wurde gesucht. Berger signalisierte Interesse für den Job am Mikrofon. Es dauerte auch gar nicht lange und er war die neue Stimme der Luckenwalder Handballer bei deren Heimspielen. „Eigentlich war es mehr oder weniger Zufall, dass ich hinter dem Mikrofon gelandet bin“, erinnert sich Berger, der zuvor nie als DJ, Techniker oder Musiker Moderationserfahrungen gesammelt hatte. Mittlerweile hat er sich eingefuchst. Berger hat Spaß daran, das Luckenwalder Handballpublikum zu unterhalten. Die Zuschauer haben ihm Mut gemacht. „Es gab überwiegend eine positive Resonanz“, sagt Berger.

Zukunft von Berger am HVL-Mikrofon steht in den Sternen

Ob er in der neuen Saison als Hallensprecher weiter macht, steht allerdings noch in den Sternen. „Ich musste zuletzt schon aus persönlichen Gründen kürzertreten“, erklärt Berger. Ob es ab September nahtlos für ihn am HVL-Mikrofon weitergeht, hängt von den Umständen ab. Berger musste sich in den letzten Wochen beruflich und privat neu orientieren. „Ich habe dem Verein deshalb nahegelegt, sich um einen Ersatzmann zu kümmern“, sagt Berger, der zeitlich bedingt in der neuen Saison nur noch alle 14 Tage als Hallensprecher zum Einsatz kommen will. Diese Doppelrolle könnte ihm gefallen. Ein Hintertürchen lässt sich der 53-Jährige jedoch offen. „Ganz nein gesagt habe ich noch nicht.“

Von Frank Neßler

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