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Extreme Herausforderungen

Extremsport/LLG Luckenwalde Extreme Herausforderungen

Laura Schadow aus Luckenwalde sucht den sportlichen Kick bei Hindernis- und Ultraläufen.

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Laura Schadow aus Luckenwalde sucht Woche für Woche die Herausforderung als Extremsportlerin.

Quelle: Privat

Luckenwalde. Zeit ist Luxus für Laura Schadow. Davon hat die durchtrainierte junge Frau von der Leichtathletik- und Laufgemeinschaft (LLG) Luckenwalde aktuell viel zu wenig. Neben dem täglichen Training, das sie nach ihrer Arbeit meist kurz vor Mitternacht absolviert, ist sie jedes Wochenende in ganz Europa unterwegs, um ihrer sportlichen Leidenschaft nach zu gehen. Gehen, das ist vielleicht das falsche Wort. Laura Schadow mag Extreme. Sie ist leidenschaftliche OCR-Sportlerin. OCR steht für Obstacle Course Racing – Extrem-Hindernislauf.

„Volksläufe waren mir irgendwann zu langweilig“, sagt die 31-jährige Luckenwalderin, die im Kindesalter schwamm, als Jugendliche Fußball spielte und später als LLG-Läuferin zunächst viele Kilometer in der Region abspulte.

Luckenwalderin absolvierte schon zahlreiche Superläufe

Doch die Sporttherapeutin sucht immer neue Herausforderungen. Im Extrem-Hindernislauf hat sie Laura Schadow für sich entdeckt. Keiner Plackerei geht sie dafür aus dem Weg. Unter dem Motto „Dream it, do it, love it“ absolvierte die junge Frau in den zurückliegenden Monaten zahlreiche Marathon- und Supermarathonläufe (so unter anderem in Prag, Lissabon und London) oder OCR-Wettbewerbe mit ihrem Team „Mudbusters“ und als Einzelkämpferin. Kein Hindernis ist ihr dabei zu hoch, keine Schlammgrube zu tief. „Der Teamgeist unter Extremsportlern ist einzigartig“, sagt Laura Schadow.

Obstacle Course Racing (OCR) ist eine noch recht junge Sportart (siehe auch nebenstehenden Info-Kasten). Der Extrem-Hindernislauf erfreut sich hierzulande jedoch einer immer größeren Fangemeinde. Es gibt bereits zahlreiche Anbieter von derartigen Wettbewerben, die an Fernsehshows wie „Ninja Warrior“ oder „Takeshis Castle“ angelehnt sind. Immer mehr Marathon- oder Straßenläufer suchen den Kick über die Hindernisse, bei dem sie unter anderem durch Schlammgruben robben, über Feuer springen, unter Stacheldraht kriechen, an einem Gerüst langhangeln oder durch Eiswasser schwimmen müssen. Mittlerweile gibt es mehr als 150 Events in Deutschland und seinen Nachbarländern, die nicht unterschiedlicher sein können. Alle Teilnehmer haben eins gemeinsam, sie haben viel Spaß daran. Ihre Abenteuer locken zudem zahlreiche Zuschauer an, die sich natürlich ebenfalls köstlich amüsieren.

In den Alpen über Hindernisse

Laura Schadow war in den zurückliegenden Wochen oft alleine unterwegs. Ihre letzten sportlichen Stationen waren im Juli der Eiger Ultra Trail in Grindelwald (Schweiz) über 51 Kilometer und der Xletix Tirol am Wochenende in Kühtai (Österreich). Die atemberaubend schöne Landschaft der Alpen ließ die Anstrengungen dabei etwas kleiner erscheinen.

So wie beim Xletix Tirol. Dort standen in der Eliteklasse 21 Kilometer und 1400 Höhenmeter inklusive Hindernisse für die Extremsportler auf dem Programm. „Die Strecke war super und ich hatte richtig Spaß“, schreibt die Luckenwalderin auf ihrer Facebookseite über das Erlebte. „Zumindest bis Kilometer 14. Da gab es eine 20 Kilogramm Sandtasche und die durften wir Sportler über zwei Kilometer bergauf und bergab tragen. Das war Quälerei. Am Ende tat ich mich an der Drei-Meter-Wand schwer. Dort verlor ich den vierten Platz. Den Rückstand konnte ich nicht mehr aufholen. Mit dem fünften Platz bin ich sehr zufrieden. Ich weiß woran ich arbeiten muss. Es war ein gelungener Test“, schreibt Laura Schadow weiter.

Auf der Rückfahrt nach Luckenwalde machte sie noch in Oßla (Thüringen) Station. Beim dortigen Frankenwaldlauf sicherte sich Laura Schadow 24 Stunden nach dem Xletix Tirol den Gesamtsieg auf der Acht-Kilometer-Strecke in 41:49 min. „Es ist ein tolles Gefühl, ganz oben zu stehen“, so ihr Facebook-Kommentar.

Mit Growdfunding zum Spartan Race nach San Francisco

Für Laura Schadow, die in der Free-OCR-Rangliste der Frauen den zweiten Platz belegt, rückt die Vorbereitung auf ihr großes Ziel in den Vordergrund. Sie will im Herbst am Spartan Race in San Francisco an der amerikanischen Westküste teilnehmen. Dafür sucht sie noch Sponsoren. Ihr Heimatverein, die LLG Luckenwalde, unterstützt sie zwar mit der Übernahme von Startgebühren, aber dies ist nur ein kleiner Teil der Kosten. Deshalb wird über Growdfunding im Internet unter www.fairplaid.org/#!laura.schadow, die Seite geht am Montag um 9 Uhr online, Geld gesammelt.

Schadow selbst hat ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ihr Tag ist durchorganisiert. Mehrere Jobs helfen ihr bei der Finanzierung ihrer sportlichen Leidenschaft. Schadow ist Sporttherapeutin in der Luckenwalder Physiotherapie Moseus und sie gibt Aqua-Fitness-Kurse. Erst nach der Arbeit kommt sie zum Trainieren. Immer abends, wenn andere es sich auf der Couch gemütlich machen. „Ich besitze keinen Fernseher“, sagt die 31-Jährige. Sie sitzt wieder auf gepackten Koffern, die nächste sportliche Herausforderung steht an. Die Zeit rennt. Bis zum Jahreshöhepunkt, dem Spartan Race in den USA, ist es nicht mehr lange hin.

Von Frank Neßler

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