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Für Spitzenleistungen nie zu alt

Norddeutsche Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren in Jüterbog Für Spitzenleistungen nie zu alt

Ob Olympiasieger oder Hobbysportler, bei den Norddeutschen Meisterschaften der Senioren in der Leichtathletik gab es in Jüterbog zahlreiche gute Ergebnisse.

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Christina Ziemann (AK 45) übersprang im Stabhochsprung die Drei-Meter-Marke.

Quelle: Foto: Privat

Jüterbog. So macht Leichtathletik Spaß, dieser Meinung waren 340 Frauen und Männer im Alter von 30 bis 86 Jahren, die in den letzten Junitagen an den Norddeutschen Meisterschaften der Senioren in Jüterbog teilnahmen. Die Sportler waren zum Teil über hunderte von Kilometern in die Flämingstadt gereist. Einige der Teilnehmer konnten ordentliche Meriten vorweisen. Wie etwa der Olympiasieger von Mexiko 1968, Christoph Höhne. Es gab aber auch Teilnehmer, die erst als Rentner ihre Liebe zur Leichtathletik entdeckt haben.

Als eine der erfolgreichsten Sportlerinnen fiel die Harburgerin Wiebke Baseda (AK 55) auf, die als Mehrkampf-As erste und zweite Plätze mit Leistungen sammelte, die manch Jüngerem zur Ehre gereicht hätten. Das allerdings war von vielen zu sagen. Erstaunlich etwa, dass sich die 100-Meter-Siegerzeiten der Altersklasse der Männer über 30 Jahre nicht einmal um eine Sekunde unterschieden. Der 85-jährige Gerhard Kruschke freute sich mit sauberer Angleit-Technik über den Sieg im Kugelstoßen mit 8,73 m. Symptomatisch sein Statement danach: „Ich hätte schon gerne die Neun-Meter-Marke geknackt.“ Sein Hobby übt er seit DDR-Zeiten aus, schloss sich irgendwann einer Gruppe Gleichgesinnter beim SV Turbine Berlin an und trainiert dreimal in der Woche im Stadion oder Wald nur fünf Minuten von seinem Heim entfernt.

Unter den durchaus nicht wenigen Sportlern, die nach Promotion beruflich erfolgreich sind oder waren, fiel in der Altersklasse 45 Christina Ziemann, sie startete für Holzminden, auf. Sie weist über viele Jahre gute Leistungen im Weitsprung und Stabhochsprung auf, dominierte ihre Altersklasse auch international. Neben ihrem beruflichen intensiven, oft zehnstündigen Arbeitsalltag sucht sie immer wieder die Herausforderung in ihrem Hobby, der Leichtathletik. Inzwischen konzentriert sich die Göttingerin gemeinsam mit einer Gruppe jüngerer Athleten und einem ehrgeizigen Trainer, der Jung und Alt gleichermaßen fordert, auf den Stabhochsprung. Nach gesundheitlicher Pause gelang der sympathischen Sportlerin, die früher wie selbstverständlich drei Meter übersprang, in Jüterbog endlich wieder ein Sprung über diese Schwelle. Am deutschen Altersklassenrekord, den sie danach mit 3,12 m anstrebte, scheiterte sie knapp.

Aber nicht nur aus dem hohen Norden waren erfolgreiche Sportler angereist. Für Furore sorgten einmal mehr die Alterssportler von ESV Lok Potsdam mit dem Ex-Jüterboger Willi Klaus (AK 70) an der Spitze. Traditionell sorgten sie für Spitzenplätze in ihren Altersklassen. Willi Klaus siegte im Hochsprung, belegte zweite Plätze über 400 und 300 Meter Hürden und den vierten Platz im Diskuswurf. Und er war mit seinen Kameraden Helmar Priesemuth, Gerd Meister, Hans-Jürgen Meister und Hans Jürgen Runge an einer tollen 100 Meter-Staffel-Leistung beteiligt.
Der LC Jüterbog hatte in Sylvia Linke (AK 50) mit erstem Platz über 800 Meter und zweitem Platz über 400 Meter, Petra Gensel (3. Platz im 5000 Meter Bahngehen), Sven Kreuzenbeck (AK 45) als Dritter, im Weitsprung, Heiko Haseloff und Marion Harzmann gute Mitstreiter in einem teilweise sehr anspruchsvollen Feld. Birgit Luda vom Ortsrivalen SSV beteiligte sich ebenfalls mit einer respektablen Leistung im Kugelstoßen.

Aus dem Kreis Teltow-Fläming sorgte die Mahlower Frauenstaffel um Dauerläuferin Anke Fraedrich nicht nur für ein optisches Highlight. Trainer Ingo Krieger, der selbst mehrmals auf dem Siegerpodest stand, freute sich über die gelungene Premiere seiner Damen. Der Ludwigsfelder Mario Zimdahl dominierte gar im Weitsprung und Speerwurf klar die Konkurrenz. Dass Klaus Goldammer über 1500 und 5000 Meter immer in der Spitze zu finden war, war schon erwartet worden.

Von Siegmund Slatosch

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