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Großes Motorsport-Spektakel in Jüterbog

Der 44. Jüterboger Motocross zog wieder zahlreiche Zuschauer in seinen Bann Großes Motorsport-Spektakel in Jüterbog

Benzinduft in der Nase, knatternde Motorengeräusche im Ohr und packende Positionskämpfe auf der Strecke waren die Hauptzutaten für eine gelungene Motocross-Veranstaltung in Jüterbog. Die erlebte ihre 44. Auflage.

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Christoph Wisbar (Startnummer eins) setzte sich im ersten Wertungslauf bei den Gespannen durch.

Quelle: FotoS: Frank NeSSler (2)

Jüterbog. Eine Jüterboger Motorsporttradition lebt. Und wie. Das Spektakel mit packenden Positionskämpfen, Benzingeruch in der Luft und dröhnenden Motoren zieht auch wieder mehr Zuschauer an. Diesen Aufwärtstrend hat Sven Möhle festgestellt. Der Rennleiter hatte das Sagen während der mittlerweile 44. Auflage des Jüterboger Motocross, bei der Fahrer um schnelle Rundenzeiten und um Punkte in der Landesmeisterschaften von Berlin und Brandenburg kämpften. Mehr als 1100 Zuschauer ließen sich das Spektakel in diesem Jahr nicht entgehen. Auf der Strecke am Neuheimer Weg jagten die Piloten in vier Wertungsklassen um Bestzeiten. Der 1750 Meter lange Rundkurs mit seinen elf größeren und zehn kleinen Sprunghügeln bot wieder reichlich Action. Die Strecke gilt zudem als schnell. Die Piloten kommen kaum zum Ausruhen. Volle Konzentration war von den Fahrern gefragt.

Bereits die jüngsten Piloten jagten mit viel Mut, Kampfgeist und Tempo durch den Jüterboger Sand und boten teilweise eine gute Show. In der Klasse bis 65 ccm lieferten sich der zehnjährige Cato Nickel aus Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) und der ein Jahr ältere Nick Domann aus Meseberg (Sachsen-Anhalt) in beiden Läufen einen spannenden Kampf an der Spitze. Domann hatte im ersten Wertungslauf das Vorderrad vorn, Nickel im zweiten. Den dritten Platz belegte jeweils Tim Ksienzyk aus Bentwisch (Mecklenburg-Vorpommern).

Die Seniorenklasse ab 35 Jahre wurde von Michael Dittmann (Ueckermünde/Mecklenburg-Vorpommern) dominiert. Er sicherte sich klar den Tagessieg und setzte sich in Jüterbog in beiden Wertungsläufen durch. Christian Schrinner und Sven Philipp wurden jeweils Zweiter und Dritter.

In der MX1-Klasse Open fuhr Robert Riedel zum Tageserfolg. Im ersten Lauf gelang dem Rüdersdorfer ein Start-Ziel-Sieg. Im zweiten Wertungslauf schnappte er sich in der zweiten der zwölf Rennrunden die Spitzenposition. Toni Wolff (MSC Fürstlich-Drehna) fuhr jeweils zu Silber. Jack Krupke (1. Lauf) und Alexander Fiedler (2. Lauf) belegten die dritten Plätze. Bei den Seitenwagen-Gespannen gewann Fahrer Christoph Wisbar den ersten Wertungslauf vor Tino Hannuschke. Anschließend war der Zieleinlauf genau umgekehrt. Die dritten Plätze belegten hier Markus Schuricht und Dirk Schmelzer.

Möhle zieht eine positive Bilanz. „Es hat alles im Großen und Ganzen gut funktioniert“, erklärte der Jüterboger Rennleiter. Allerdings bekamen auch die Rettungssanitäter etwas zu tun. Ein Beinbruch und eine Schnittverletzung waren zu verarzten. Während der Behandlung der Verletzten wurden die Rennen unterbochen. „Unfälle kommen hin und wieder vor“, sagt Möhle. Die beste Platzierung eines Fahrers des gastgebenden MC erreichte Robert Wuttke. Der Jüterboger belegte in der MX1-Klasse Open zweimal den zwölften Rang. Einige Lokalmatadoren fehlten allerdings. Sie waren am Wochenende bei einem WM-Lauf in den Niederlanden. Von einem Europameisterschafts- oder Weltmeisterschafts-Lauf wird in Jüterbog weiter nur geträumt. „Die Strecke würde es hergeben, aber die Pläne dafür sind erstmal ad acta gelegt. Zu teuer, das kann keiner bezahlen“, sagt Möhle. Einen entsprechenden Vertrag hatte der Jüterboger Rennleiter bereits in den Händen gehalten. „Aber den habe ich schnell wieder zur Seite gelegt“, sagt Möhle nach dem Studium der Kosten. Allerdings könnte er sich in den nächsten Jahren einen Lauf in der Deutschen Meisterschaft am Jüterboger Neuheimer Weg vorstellen. Sponsoren müssten sich allerdings auch dafür finden.

Von Frank Neßler

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