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Gute Laune nicht vermiesen lassen

34. Luckenwalder Crosslaufserie, 4. Lauf Gute Laune nicht vermiesen lassen

Die Bedingungen waren nicht einfach. Dauerregen vermieste das Finale der 34. Luckenwalder Crosslaufserie. Die Grippewelle und Doppelveranstaltungen am Wochenende taten ihr Übriges. Nur noch 180 Sportlerinnen und Sportler nahmen zum Abschluss der Laufserie teil. Sie bereuten ihr Kommen nicht.

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Die Gesamtsieger der 34. Luckenwalder Crosslaufserie: Jan Förster, Lisa Winter und Julius Benning (hinten von links) sowie Lance Franke, Rosalie Weber und Jannes Abicht (vorn von links).

Quelle: Foto: privat

Luckenwalde. Gute Stimmung herrscht bei der Leichtathletik- und Laufgemeinschaft (LLG) Luckenwalde. Das ist nicht selbstverständlich, denn als Veranstalter der 34. Luckenwalder Crosslaufserie musste der Verein zum Abschluss einen Einbruch der Teilnehmerzahlen hinnehmen. Gerade noch 180 Sportlerinnen und Sportler wurden am Sonntag gezählt. Die Optimisten im LLG-Lager können dieser Zahl jedoch etwas Positives abgewinnen. Immerhin gab es einige Gründe, auf den Start zu verzichten. Die Grippewelle, Doppelveranstaltungen am Wochenende und Dauerregen machten es schwer, sich für eine Teilnahme am letzten Lauf der Crosslaufserie zu begeistern.

Das sieht der junge Jannes Abicht von der gastgebenden LLG ganz anders. Am Tag zuvor belegte er bei den Landeshallenmeisterschaften in Potsdam über 800 Meter den 6. Platz, am Sonntag gab er über die Kurzstrecke in den Hügel hinter dem Seelenbinder-Stadion noch einmal richtig Gas. Den Gesamtpokalsieg hatte er bereits sicher, dennoch siegte er mit Abstand vor seinem ständigen Verfolger, dem Mellenseer Ole Pilz, der es am Samstag in Potsdam noch vor den Luckenwalder geschafft hatte.

Melina-Lucia Dehmel vom RSV Eintracht Kleinmachnow, Schützling der Ex-Luckenwalderin Elke Becker, siegte bei den jüngeren Mädchen vor der bereits feststehenden Gesamtpokalsiegerin Rosalie Weber von der LG Süd Berlin. Im Pool der zwölf- bis 15-jährigen Konkurrenz über die 1,8 Kilometer Kurzstrecke setzte sich der 14-jährige Mellenseer Bennett Weißhuber durch. In Abwesenheit ihrer erkälteten Vereinskameradin Lisa Winter siegte die Schönewalderin Sophie Hegner vor der ebenfalls leicht angeschlagenen Luckenwalderin Mathilda Mai und deren jüngerer Vereinskameradin Alexandra Keil.

Auf der Mittelstrecke ließ erneut Conrad Naumann der Konkurrenz keine Chance. Den Luckenwalder Youngster Julius Bennin störte das wenig. Er kam als Gesamtzweiter ins Ziel. Das reichte zum Sieg in der Gesamtpokalwertung der männlichen Jugend.

Wer gedacht hatte, dass die Jüterboger SSV-Chefin Silvia Schierz wie im Vorjahr erneut auf den letzten Metern den Sieg davontragen könnte, sah sich diesmal getäuscht. Trotz Abwesenheit der als Gesamtsiegerin feststehenden Mareike Jakschik waren noch einmal gute Frauenleistungen zu sehen. Die junge Sophie Schönherr vom Potsdamer Laufclub siegte immerhin vor der Dritten der Deutschen Seniorenmeisterschaften über 800 und 1 500 Meter, Saida Barthels von der LG Süd und Nele von Daake/PLC, ehe sich die stark laufende Jüterbogerin als Vierte einreihte.

Der Senior mit dem freudigsten Lächeln des Tages war unübersehbar der Glienicker Horst Dworatzek. Die Abwesenheit des bereits als Gesamtsieger feststehenden Potsdamers Ekkehard Sandau nutzte er zum Tagessieg in dieser Altersgruppe. Ganz ohne waren aber auch nicht Walter Warmuth, der seit Jahren mit seiner Nadine eine besondere Laufgemeinschaft bildet, als Zweiter vor dem hartnäckig folgenden Manfred Knies aus der Lutherstadt Wittenberg.

Etwas voreilig war der Moderator in der Jahn-Halle, als er im Tagessieger des 3. Laufes, Benedikt Boyxen, auch den Sieger des letzten Laufs vermutete. Dem seien zwei schöne Laufeinheiten und angenehme Erinnerungen gemeinsam mit seiner ebenfalls laufenden Gattin Iris gegönnt, aber am Sonntag gewann durchaus überraschend der Potsdamer Triathlet Stefan Mäde vom Zeppelin Team des OSC. Die Tagessieg-Spielchen ließen den berlin-brandenburgischen Meister über die 10  000 Meter seiner Altersklasse, den LG Süd-Läufer Jan Förster, kalt. Der 3. Platz und konstante Leistungen zuvor reichten ihm zum verdienten Gesamtpokalsieg in der Luckenwalder Crosslaufserie. Seine Vereinskameradin, Siegerin Mareike Jakschik, hatte bereits mit drei dynamischen Siegen zur Vorbereitung auf die Deutsche Crossmeisterschaft, sie fand ebenfalls am Wochenende statt, den Gesamtpokalsieg der Frauen sicher.

Karl-Heinz Flucke, Chef der insgesamt viermal mit mehr als 30 Sportlerinnen und Sportlern angereisten Berliner LG Süd, nahm gern den Pokal für seine ehrgeizige Sportlerin entgegen. Bei der Gesamtsiegerehrung brachte Ernst Troelenberg, Trainer-Urgestein des LC Jüterbog, das gute Gefühl bei der Luckenwalder Crosslaufserie dabei gewesen zu sein, wie folgt auf den Punkt: „Thomas Lenk, inzwischen brandenburgischer Landesvolkslaufwart, hat als früherer Vorsitzender der LLG schon Tolles geleistet. Aber wer vor zwei Jahren bei seinem Abschied gedacht hat, es geht bergab, der sieht sich getäuscht und angenehm überrascht. Luckenwalde lebt Sport durch seine Kinder und vor allem durch seine engagierten Eltern, die weiß Gott nicht nur Kuchen gebacken haben fürs 34. Abschlusswochenende.“

Von Frank Neßler

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