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Heißer Herbst für Luckenwalder Lauf-Ass

Leichtathletik Heißer Herbst für Luckenwalder Lauf-Ass

Ingo Nötzel ist nach zwei Jahren Zwangspause zurück auf der Marathonstrecke. Das Luckenwalder Lauf-Ass absolvierte in fünf Wochen gleich zwei Starts, einen in Berlin und einen in Frankfurt am Main. Mit glänzenden Zeiten.

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Der Luckenwalder Ingo Nötzel (Startnummer 10373, Mitte) kurz vorm Zieleinlauf in die Frankfurter Festhalle.

Quelle: privat

Luckenwalde. Dieser Herbst hatte es für Luckenwaldes Laufass Ingo Nötzel in sich. Nach zweijähriger, verletzungsbedingter Marathonpause meldete sich der 53-Jährige im Sommer kurzfristig für Berlin an. „Das war gar nicht so einfach, aber einige Reiseanbieter hatten noch Startplätze frei und so bin ich über diese Schiene zu einem Startplatz gekommen“, erklärt Nötzel.

Muskelverletzung lässt Lauf-Ass um den Berlin-Start bangen

Nach guter Vorbereitung, aber auch der Gewissheit, dass der Lauf nicht mehr ganz so schnell werden kann wie in früheren Jahren, rückte das Sportereignis immer näher. Fast schien es allerdings so, als hätte sich das Verletzungsgespenst erneut den Marathonoldie ausgesucht. „Zehn Tage vor Berlin sah es gar nicht gut aus. Eine Muskelverletzung schien einen Start unmöglich zu machen“, sagt Nötzel. Laufen ging einige Tage lang überhaupt nicht. Mehr aus Frust als aus Freude trainierte Nötzel nur mit dem Rennrad. Vier Tage vorm Berlin- Marathon versuchte er es noch einmal mit dem Laufen. „Ich bin an diesen Abend bewusst etwas schneller gelaufen, als es vier Tage vor dem Marathon üblich ist. Nennen wir es Stresstest: Entweder der Muskel hält oder der Schmerz meldet sich zurück“, erklärt das Luckenwalder Laufass. Glück oder Gerechtigkeit, der Muskel hielt und der Marathon in Berlin war für Nötzel gerettet.

Um die Geschichte vollständig zu machen, muss erwähnt werden, dass in den Tagen der Verletzung beim 53-Jährigen ein Plan B heranreifte. Nötzel meldete sich für einen anderen, großen und traditionsreichen deutschen Marathon in Frankfurt am Main an. Dieser fand am letzten Oktobersonntag, also fünf Wochen nach Berlin, statt. „Die 42 Kilometer in weniger als vier Minuten pro Kilometer zu laufen, war so ein bisschen Vorstellung wie auch Marschroute.“ Mit einer Zeit von 2:47:31 Stunden schaffte Nötzel das selbstgesteckte Ziel, den Kilometer unter vier Minuten zu laufen. „Berlin ist immer wieder etwas Besonderes, um so glücklicher war ich, es trotz der vielen Tiefschläge in der Vorbereitungszeit geschafft zu haben.“

In Frankfurt am Main noch schneller als in Berlin

Nach einigen Tagen der Erholung kehrte wieder die Kraft für erste Trainingsläufe zurück. Berlin war für Ingo Nötzel Geschichte, aber er hatte ja noch den als Alternative gedachten Frankfurt Marathon in der Bankenmetropole in Aussicht. „Den bin ich dann auch noch gelaufen. Natürlich sollte man das nicht machen, zumindest nicht zu oft“, sagt er. In Frankfurt am Main konnte Nötzel seine Zeit von Berlin sogar noch unterbieten. In 2:46:50 Stunden war er im Schnitt eine Sekunde schneller pro Kilometer als in der Hauptstadt. „Das war ein toller Marathonherbst mit zwei richtigen Punktlandungen“, freut sich Nötzel.

Von Frank Neßler

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