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„Ich bin kein Mensch, der bei dieser Rivalität noch Öl ins Feuer gießt“

Handball „Ich bin kein Mensch, der bei dieser Rivalität noch Öl ins Feuer gießt“

Wünsdorfs neuer Handball-Coach Matthias Wehlmann spricht im Interview über Ziele, ein besonderes Derby, warum er sich für das Engagement entschieden hat und wie er seinen Ex-Klub Schöneiche bezwingen will.

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„Wir wollen in der oberen Tabellenhälfte ankommen“

Wünsdorf neuer Trainer Matthias Wehlmann.

Quelle: foto: conrad hipp

Wünsdorf. Neuer Coach: Matthias Wehlmann (42) wird in der kommenden Saison den Handball-Landesligisten MTV Wünsdorf trainieren. Im Interview spricht Wehlmann, der früher unter anderem beim Ludwigsfelder HC spielte, darüber, warum er sich für das Engagement entschieden hat und wie er seinen Ex-Klub Schöneiche bezwingen will.

MAZ: Herr Wehlmann, Sie hatten auch andere Angebote als Trainer. Warum haben Sie sich für den MTV entschieden?

Matthias Wehlmann: Ich mag einfach diese Art, wie Wünsdorf Handball spielt. Ich bin vom Zusammenhalt des Teams und von der Kampfbereitschaft absolut überzeugt. Ich habe richtig Lust, diese Mannschaft weiterzuentwickeln.

Wie sehen Ihre Ziele beim MTV aus?

Wehlmann: Der Aufstieg ist hier keine Pflicht, das will ich klar betonen. Unser Ziel ist es, uns im oberen Drittel der Tabelle zu etablieren. Dafür möchte ich, dass wir eine gute und hoffentlich verletzungsfreie Vorbereitung durchlaufen und fit sind, wenn die Saison losgeht. Dann gilt es, von Spiel zu Spiel an sich zu arbeiten und sich zu steigern. Wir wollen mit guten Leistungen das Publikum mitnehmen und dann werden wir mal sehen, wo die Reise hingeht.

Der MTV hat eine extrem junge Mannschaft, die noch voll in der Entwicklung ist. Was ist dabei die große Herausforderung, so viele junge Spieler zu haben?

Wehlmann: Die jungen Spieler sind technisch sehr gut ausgebildet. Natürlich müssen sie sich aber noch körperlich und spielerisch weiterentwickeln. Sowas geht eben nicht in einer Saison bei den Männern. Sie müssen weiter ins Team und den Erwachsenenhandball integriert werden. Dazu muss ihnen das richtige Selbstbewusstsein und ein gewisses Gefühl über entscheidende Spielsituationen vermittelt werden.

Wo muss noch nachgebessert werden?

Wehlmann: Das Zusammenspiel zwischen Torhüter und der Abwehr muss grundlegend verändert werden. Taktisch muss die Mannschaft dazulernen und es müssen mehr Spieler gefunden werden, die Verantwortung übernehmen und zu Führungsfiguren heranwachsen.

Müssen neue Spieler kommen?

Wehlmann: Nein, ganz klar. Der Kader ist groß genug und alle wollen sich beweisen. Aber wenn sich ein Spieler anbietet und es passt sportlich sowie menschlich, muss man sich zusammensetzen und nachdenken. Wenn es passt, bin ich der Letzte, der Nein sagt. Konkurrenz belebt das Geschäft.

Wie soll Ihre Handschrift aussehen?

Wehlmann: Es wird temporeichen und aggressiven Handball geben und wir werden für enge Situationen klare taktische Vorgaben haben.

Ihre letzte Trainerstation war die SG Schöneiche, einer der Staffelkonkurrenten des MTV in der Landesliga Süd. In der vergangenen Saison gab es zwei richtig tolle Handballspiele zwischen diesen beiden Vereinen und auch in der neuen Saison dürfte es heiß hergehen. Ist da die Vorfreude jetzt schon besonders groß?

Wehlmann: Ich bin auf jeden Fall kein Mensch, der bei dieser Rivalität noch Öl ins Feuer gießt. Für mich werden es zwei Punktspiele mit Derbycharakter.

Als Spieler haben Sie viele Erfahrungen, unter anderem haben Sie in der Regionalliga gespielt und waren mehrfacher Landespokalsieger. Welche Vorteile bringt diese sportliche Vergangenheit als Trainer?

Wehlmann: Ich habe als Spieler Höhen und Tiefen erlebt. Ich habe schwere Verletzungen verschmerzen müssen, viele Trainer sind gekommen und gegangen. All diese Erfahrungen, die ich in 34 Jahren als Spieler sammeln durfte, werde ich jetzt an die Mannschaft so gut es geht weitergeben. Ich freue mich auf die Zeit beim MTV und muss aber noch dazusagen, dass auch ich als Trainer noch viel dazulernen muss.


Interview: Conrad Hipp

Von Conrad Hipp

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