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„Ich freue mich trotzdem sehr auf die Olympischen Spiele“

Olympische Spiele „Ich freue mich trotzdem sehr auf die Olympischen Spiele“

Die aus Luckenwalde stammende Badminton-Spielerin Carla Nelte vor dem Abflug nach Rio über das Zika-Virus und die Kritik an den Athleten-Unterkünften.

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Carla Nelte (r.), die in Luckenwalde mit dem Badmintonspielen begann, mit ihrer Doppel-Partnerin Johanna Goliszewski bei der offiziellen Einkleidung des deutschen Olympiateams.

Quelle: fotos: privat (2)

Ludwigsfelde. Am Donnerstag wird Carla Nelte (25) zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro fliegen, dort im Badminton-Doppel-Wettbewerb antreten und für die MAZ in losen Abständen Tagebuch führen. Im Interview spricht die aus Luckenwalde stammende Athletin über das Zika-Virus, Kritik an den Unterkünften, die verletzungsbedingte Absage des Tennis-Stars Roger Federer und die Auseinandersetzungen um das russische Olympiateam.

Frau Nelte, die Hiobsbotschaften vor dem Beginn der Olympischen Spiele am Freitag reißen nicht ab: Wie sehr ist die Freude getrübt durch die Negativschlagzeilen?

Carla Nelte: Ich freue mich immer noch sehr auf die Olympischen Spiele. Obwohl natürlich manches nachdenklich macht, werden auch Dinge überdramatisiert, denke ich.

Welche?

Nelte: Die Gefahr des Zika-Viruses beispielsweise. Wir hatten vor kurzem einen Info-Abend mit einem Experten zu diesem Thema. Man kann sich gegen das Zika-Virus durch Spray und gegen Gelbfieber durch Impfungen schützen. Ich fahre jedenfalls ohne Bedenken nach Brasilien. Ich war auch schon mal dort, man könnte sich auch in jedem Urlaub anstecken. Je mehr man sich fürchtet, je eher wird man gestochen.

Und die Kritik an den Quartieren im Olympischen Dorf?

Nelte: Im ersten Moment war ich auch ein bisschen geschockt, aber zwei Tage, nachdem die Zustände kritisiert wurden, waren deutsche Beobachter dort – unter anderem ist unser Physiotherapeut schon vor Ort – und haben gesagt, es habe sich sehr viel verbessert. 2012 in London, haben Athleten berichtet, ist auch erst alles ganz kurz vor dem Start fertig geworden. Ich bin mir sicher, in Rio wird auch zum Start alles in Ordnung sein.

Auch um das russische Olympia-Team gibt es seit Wochen Auseinandersetzungen.

Nelte: Ich finde gut, dass durchgegriffen wird, aber ich bin bei diesem Thema zwiegespalten und möchte in der Öffentlichkeit nichts weiter dazu sagen.

Und dann hat auch noch Ihr großes Idol Roger Federer, den Sie dort gerne spielen hätten sehen, wegen einer Verletzung seinen Start abgesagt.

Nelte: Als ich das abends gehört habe, war ich traurig, es wäre eine sehr gute Gelegenheit gewesen, ein Idol spielen zu sehen oder sogar zu treffen. Ich werde mir andere Tennisstars anschauen, es wird mich auch nicht davon abhalten, anzutreten (lacht).

Zum Sport: Die Badminton-Gruppen sind ausgelost worden: Wie schätzen Sie die sportliche Gemengelage ein?

Nelte: Die Gruppen sind sehr ausgeglichen, die Medaillenkandidaten sind verteilt im Feld und auch wir haben sehr gute Gegner bekommen. Es wird also wie erwartet sehr schwer.

Wie lange bleiben Sie in Brasilien?

Nelte: Von Anfang bis Ende der Spiele. Am Freitag werden wir bei der Eröffnungsfeier dabei sein, die Badminton-Wettbewerbe laufen vom 11. bis 20 August, aber wir dürfen bis zum Schluss in Brasilien bleiben, das ist natürlich fantastisch – ich habe von anderen Nationen gehört, dass die Athleten dort nicht über die volle Zeit im olympischen Dorf wohnen dürfen.


Von Lars Sittig

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