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Immer der Nase nach

Nationale Meisterschaft Immer der Nase nach

Die BG Märkischer Grund in Blankenfelde richtet die Deutsche Meisterschaft der Fährtenhunde aus. In Kürze wird erneut in Sachen Spurensuche um nationale Meisterehren in der Region gekämpft.

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Spurensuche auf dem Wettkampf-Acker.

Blankenfelde. Auf den letzten Metern kommt noch eine Treckerspur in die Quere und sorgt für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad, wenig später erreicht dann die erste Starterin mit ihrem Rottweiler das Ziel. „Gar nicht so einfach“, resümierte sie, dann folgte die detaillierte, mehrminütige Auswertung ihrer ersten Fährtensuche. Publikum und Konkurrenten hörten aufmerksam zu am Rand des Feldes, dann machte sich das nächste Duo auf den Weg, der Hund schnüffelte auf der Ackeroberfläche.

Zwei Tage lang ging es bei der Deutschen Meisterschaft des Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klubs (ADRK) immer der Nase nach auf einem Feld in der Nähe von Kleinbeeren, dort hatte der Gastgeber, die Bezirksgruppe Märkischer Grund in Blankenfelde, die Wettkampffährten ausgelegt. Gestern Nachmittag stand dann der Sieger fest, Jens Borger aus Westfalen mit seinem Hund Quentin von Avalon – gewonnen aber hatten auch viele andere. „Wir sind sehr zufrieden“, freute sich Vereinschef Wilfried Götze aus Brusendorf, „das Wetter war wunderbar und es hat alles gut geklappt.“ Neben einer Frühjahrs-Körung sei die Meisterschaft bisher das Highlight in der Vereinsgeschichte.

Mit viel Herzblut und Akribie hatten sie den Wettkampf organisiert, bei dem 15 Starter aus dem gesamten Bundesgebiet antraten. Neben der Fährte, die der Hund suchen musste, wurden auch sogenannte Verleiterfährten ausgelegt, um für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad zu sorgen. Während der gesamten Suche begleiteten Wettkampfrichter und Fährtenleger Hund und Herrchen. Die Platzierungen wurden nach einem Punktesystem ermittelt, während der Suche konnten Zähler erkämpft werden. Die Starter gingen nacheinander auf die Strecke auf einem Acker, den die Stadtgüter Berlin zur Verfügung gestellt hatten.

Rund 160 Mitglieder hat der brandenburgische Landesverband des ADRK derzeit, die Bezirksgruppe Märkischer Grund hat 20 Mitglieder. Und warum Rottweiler? „Er ist ein ruhiger, ausgeglichener, gutmütiger Hund, ein Familienhund“, sagt Hans-Jürgen Radtke, der Chef des Landesverbandes. Erwin Klöck, der Bundestrainer, merkt an: „Es ist wichtig, dass die Nasentauglichkeit ausgebildet und genetisch erhalten bleibt, auch für Spezialaufgaben. Zum Fährtenlesen gehört viel Fleißarbeit, oft bei Wind und Wetter.“

Dagmar Dümchen aus Velten, die einzige Starterin aus dem Land Brandenburg, schätzt bei der Fährtensuche unter anderem das Teamwork zwischen Mensch und Tier. „Es ist Teamarbeit auf höchstem Niveau“, sagte die 73-Jährige, die mit einem Wohnanhänger angereist war, „es macht viel Spaß, es dem Hund beizubringen und zu sehen, mit welcher Energie er sucht.“ Schön sei auch, dass man eine große Gemeinschaft sei.

Schon in Kürze werden wieder Fährtenhunde um nationale Meisterehren in der Dahme-Fläming-Region kämpfen, es gibt mehrere verschiedene Meisterschaften, abhängig von Rassen und Verbänden: Vom 6. bis 8. November findet in und um Mittenwalde die Fährtenhundemeisterschaft des Deutschen Hundesportverbandes statt. Ausrichter ist der Schutz- und Gebrauchshundesportverband des Landesverbandes Berlin-Brandenburg. Aus dem gesamten Bundesgebiet kommen die besten Fährtenhunde mit ihren Ausbildern zusammen. Dann heißt es wieder: Immer der Nase nach.

Von Lars Sittig

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