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In guten wie in schlechten Zeiten

Tischtennis In guten wie in schlechten Zeiten

Katrin Koblitz engagiert sich seit langem in verschiedensten Funktionen beim Tischtennisverein Zossen

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Am Ball geblieben für den Verein

Katrin Koblitz spielt schon seit 1982 in der Sporthalle über der Feuerwehr Tischtennis und engagiert sich ehrenamtlich.

Quelle: foto: lars sittig

Zossen. Das unscheinbare Büchlein, fast ein sporthistorisches Dokument, hatte wohl verwahrt auf dem Dachboden gelegen, Katrin Koblitz hatte es extra für den Pressetermin hervorgeholt. 1982 wurde ihr Tischtennis-Mitgliedsausweis für die BSG Empor ausgestellt, der den offiziellen Start der Vereinslaufbahn der Zossenerin dokumentiert: Bis heute engagiert sich die 46-Jährige in unterschiedlichsten Funktionen im Zossener Tischtennisverein.

„Sie bringt sich seit langem bei uns ein und gehört zu den Stützen und treuen Seelen im Verein“, sagt Jens Adler, der Vorsitzende des 1. TTC Zossen 07.

Angefangen hatte alles im Stadtpark in Zossen, wo Katrin Koblitz mit ein paar Freunden im Kindesalter Tischtennis spielte. „Da ist der Wunsch entstanden, es auch im Verein zu probieren“, erinnert sie sich, „wir sind dann als Gruppe zur Stadt gegangen, dort hat man uns den Tipp gegeben, zur Betriebssportgemeinschaft Empor zu gehen.“ Im Verein wird sie schnell heimisch und bleibt am Ball.

Damals wie heute wurde in der Sporthalle über der Feuerwehr im Zentrum der Stadt gespielt: Auch wenn sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gravierend änderten, die Heimstatt blieb erhalten und auch der Tischtennissport, woran Koblitz maßgeblichen Anteil hatte. Gerade einmal 20 Jahre war sie alt, als sie plötzlich an der Spitze der Tischtennis-Sektion stand und die Fäden während der Umwälzungen in der Hand hielt. „Ich bin während der Wende Abteilungsleiterin geworden. Das hat sich irgendwie so ergeben“, erinnert sie sich, „ich habe mich beispielsweise darum gekümmert, welche neuen Formalitäten durch den Umbruch eingehalten werden mussten.“

Die Zeiten waren schwierig: Die Mitgliederzahl schrumpfte, die Abteilung, die Teil des Vereins Blau-Weiß Zossen war, aber überlebte. „Sie hat den Tischtennissport im Verein mit über die Wendezeit gerettet“, sagt Vereinschef Adler.

2007, als Blau-Weiß Zossen und Rot-Weiß Dabendorf zum MSV Zossen fusionierten, entschloss man sich, einen eigenen Weg einzuschlagen – im März wurde der 1. Tischtennis-Verein Zossen gegründet. In den Jahren nach der Gründung, als ihr Sohn und einige Freunde im Verein den Schläger schwingen, trainiert Katrin Koblitz den Nachwuchs, dazu gehörte sie ohne Unterbrechung dem Vorstand an. „Ich bin vor allem für die Büroarbeit zuständig, für das Melden der Mannschaften an den Verband und die Koordination der Punktspiele.“ Viel Arbeit: Der 1. TTC startet mit fünf Erwachsenen-Vertretungen und einem Jugendteam im Punktspielbetrieb. In der kommenden Saison geht die erste Mannschaft in der 3. Landesklasse Teltow/Fläming auf Punktejagd, das zweite Team in der 3. Landesklasse Dahmeland. Viel zusätzlichen Aufwand kostete in diesem Sommer der Wechsel des Internet-Ergebnisportals, statt auf „tt info“ werden Resultate und Fakten jetzt bei „click tt“ veröffentlicht. Auch Katrin Koblitz tritt selber regelmäßig im TTC-Trikot an die Tischtennisplatte.

Die Übungseinheiten mit der Jugend hat sie inzwischen abgegeben, zu schwierig war der Spagat, die Belastung als Kindergärtnerin und Ehrenamtlerin mit dem Familienleben unter einen Hut zu kriegen. „Ich wollte einfach auch mehr Zeit mit meinem Mann Steffen verbringen“, sagt sie.

Das Ehrenamt aber ganz ruhen lassen wird Katrin Koblitz nicht. „Man bekommt ja auch sehr viel zurück. Wir sind ein Verein, bei dem es trotz allen gesunden Ehrgeizes auch um den Spaß am Sport und die Geselligkeit geht. Es gibt sehr viele engagierte Mitstreiter, die mit anpacken. Auch wenn der Zeitaufwand doch recht groß ist, das macht schon alles großen Spaß.“

Von Lars Sittig

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