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Jüterboger haben Aufstiegschancen

Schießen: 2. Bundesliga Ost, Luftgewehr Jüterboger haben Aufstiegschancen

Den Bundesliga-Luftgewehrschützen aus der Flämingstadt gelingt am letzten Wettkampftag eine große Überraschung. Durch einen 5:0-Erfolg über die zweite Mannschaft von Golzau haben sie sogar Aufstiegschancen.

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Betroffenheit über Rückzug der Bundesliga-Ringer

Sebastian Kienast schießt Saisonbestleistung.

Quelle: Foto: privat

Jüterbog. Mit einer großen Überraschung endete der letzte Wettkampftag der 2. Luftgewehr Bundesliga Ost. Die Jüterboger Gilde, die um den 3. Platz kämpfte, musste in Frankfurt/Oder gegen den Vierten im Klassement, die zweite Mannschaft aus Gölzau, an die Feuerlinie. Im Vorfeld munkelte man sogar, dass theoretisch auch der 2. Platz möglich sei. Hierzu war es nötig, dass man den Gegner mit 5:0 besiegen musste. Und auch das Spitzenduell zwischen der ungeschlagenen Giebichensteiner Gilde aus Halle und den zweitplatzierten Hauptstädtern vom PSV Olympia hätte 5:0 ausgehen müssen. Die Flämingstädter, die auf ihre stärkste Schützin, Mara Schliemann, verzichten mussten, gingen dennoch optimistisch an den Start.

Im Spitzenduell traf Tobias Lohan auf Torsten Köhler, der hier sein Saisondebüt gab. Der für Jüterbog startender Geltower hatte das Match unter Kontrolle und gewann recht deutlich mit 389:380. Sebastian Kienast, der erstmals an Position 2 gesetzt war, musste mit der höheren Erwartungshaltung zurechtkommen. Im Duell mit Christian Eckner zeigte Kienast eine Spitzenvorstellung. In der wohl engsten Begegnung dieses Mannschaftskampfes lagen nach 20 Schüssen beide fast gleich auf. Der 30-jährige Jüterboger, der innerlich Unruhe im Körper spürte, war mit 98 Ringe recht gut gestartet. Als dann in sehr schneller Schussfolge noch eine optimale 100er Serie folgte, wechselte die Führung zwischen beiden Schützen ständig hin und her. Nach einer weiteren 95er folgten zum Schluss noch einmal gute 98 Ringe. Mit 391 Ringen erreichte Kienast das höchste Resultat im Team und setzte sich gegen Eckner (386), der zum Schluss einige Ringe liegen ließ, durch. Als auch Vanessa Liebe ihren wichtigen Einzelpunkt im Match gegen Florian Wenzel holte und 384:380 gewann, war der Sieg gegen die Schützen vom Landesleistungsstützpunkt Sachsen-Anhalt perfekt. Doch in welcher Höhe? Überraschend deutlich bezwang Thomas Schulze, Markus Alsleben mit 389:373. Im Match an Position 5 hatte Gabi Bulla zu keiner Zeit Probleme mit Dimitri Selener, der erstmalig eingesetzt wurde. Mit 380:367 machte sie den 5:0-Erfolg perfekt.

Trainer Frank Kanzler hatte auch ständig die Spitzenbegegnung im Auge. Und das fast unmögliche Szenario wurde Realität. Die Hallenser waren über die Hauptstädter mit 5:0 erfolgreich. Hier gewann der Tscheche Vaclav Haman sehr knapp das Topduell gegen Frank Schwarz mit dem höchsten Resultat des Tages mit 396:393. Somit gewann Halle, mit nur einem Einzelpunktverlust, den sie gegen die Jüterboger hinnehmen mussten, die 2. Bundesliga. Die Mannschaft aus Jüterbog erzielte mit Platz 2 ihren bislang größten Erfolg in der 2. Bundesliga. Mannschaftspunktgleich und nur mit einem Einzelpunkt mehr, lagen sie vor Berlin. Im Kellerduell setzte sich Bötzow gegen Dresden durch und verhinderte den direkten Abstieg.

Nach letztem Kenntnisstand verzichtet Halle auf die Teilnahme am Aufstiegswettkampf in die 1. Bundesliga. Das Team gilt als aufgelöst. Damit reisen neben den Jüterbogern auch die Berliner nach Hannover, um gegen die erstplatzierten Teams der zweiten Bundesligen West und Nord anzutreten. Aus der 1. Bundesliga Nord steigen Braunschweig und Hamm direkt ab. Eine Relegation findet nicht statt. Da auch Düsseldorf in der nächsten Saison auf einen Start in der Bundesliga verzichtet steigen drei von den sechs teilnehmenden Mannschaften am Aufstiegswettkampf auf.

Von Frank Dombrowski

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