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Katerstimmung statt Euphorie bei den Luckenwalder Volleyballern

Luckenwalder Volleyballclub (LVC) zieht seine Männermannschaft aus der Regionalliga Nord-Ost zurück Katerstimmung statt Euphorie bei den Luckenwalder Volleyballern

Die Männer des Luckenwalder Volleyballclubs (LVC) treten in der neuen Saison nicht in der Regionalliga Nord-Ost an. Am Freitag zog der Verein seinen Sechser offiziell zurück. Personalprobleme sind der Grund dafür. Trainer Jochen Hesse ist tief enttäuscht.

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Die Luckenwalder Volleyballer bejubeln die Landesmeisterschaft, wenig später folgte der souveräne Aufstieg in die Regionalliga. Da treten sie nun aber nicht an.

Quelle: Frank Neßler

Luckenwalde. Aus der Traum. Die Männer des Luckenwalder Volleyballclubs (LVC) treten in der neuen Saison nicht in der Regionalliga Nord-Ost an. „Als Vorsitzender des Vereins habe ich am heutigen Tag offiziell den Rückzug der Mannschaft aus der Regionalliga Nord-Ost gegenüber dem Verband und dem verantwortlichen Spielwart erklärt“, teilte Karsten Dornquast am Freitagvormittag per E-Mail mit. Katerstimmung bei den Luckenwalder Volleyballern. Dabei war die Euphorie nach dem souveränen Aufstieg Mitte April riesig. Mit dem vierten Aufstieg in Folge hatte das LVC-Männerteam den größten Erfolg in der Geschichte des Luckenwalder Volleyballs perfekt gemacht. Die Mannschaft gewann in Berlin das Regionalliga-Aufstiegsturnier. Von der Landesklasse marschierte sie über die Landes- und die Brandenburgliga direkt in die Regionalliga.

Die Rückzugsentscheidung ist am Donnerstagabend gefallen. Personalsorgen sind der Hauptgrund dafür. „Wir können es uns nicht leisten, mit einem kleinen Kader an den Start zu gehen und die Saison vielleicht mittendrin abbrechen zu müssen“, erklärte der LVC-Vorsitzende Dornquast, „das Projekt Regionalliga ist unter diesen Bedingungen von uns nicht zu stemmen.“ Obwohl es von Anfang an nur einen festen Abgang bei den Luckenwaldern gab, Sven Beelitz schließt sich Mitaufsteiger MTV Wittenberg (Sachsen-Anhalt) an, ist die Personaldecke beim LVC sehr dünn. Zudem bekannten sich einige Leistungsträger nicht eindeutig zum Verein. „Unseren jungen Sportlern fehlt es an Verantwortungsbewusstsein. Soweit sind sie noch nicht“, sagte Dornquast. Er räumte ein, dass es für die LVC-Jungs aufgrund von Studium und Ausbildung schwer werden würde, Training, Punktspiele und berufliche Belange unter einen Hut zu bekommen.

„Wir ärgern uns maßlos“, brachte Dornquast seine Enttäuschung über den Rückzug zum Ausdruck. Der Schritt war jedoch nach seinen Worten alternativlos, auch wenn der Verein schon viel Vorarbeit für Volleyball-Regionaligapunktspiele in Luckenwalde geleistet hat und Sponsoren ins Boot holte. „Finanziell wäre die Saison gesichert gewesen“, erklärte Dornquast.

Hörbar enttäuscht war auch Jochen Hesse. „Ich werde dem LVC als Trainer nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagte er am Freitag. Mehr wollte Hesse zum Thema nicht sagen. „Ich ziehe mich aus privaten Gründen zurück. Den Rückzug der Mannschaft lasse ich unkommentiert. Ich bin nur sehr, sehr traurig“, erklärte Hesse, der den LVC-Sechser in den zurückliegenden fünf Jahren betreute. Und das mit viel Erfolg.

Die Enttäuschung des langjährigen Trainers kann Vereinschef Dornquast nachvollziehen. Der LVC hat nun keine Männer-Wettkampfmannschaft mehr. Nur im Freizeitbereich gehen Luckenwalder Volleyballer noch ans Netz.

Von Frank Neßler

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