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Kegelbillard-Elite trifft sich in Dahme

Ab Freitag werden in der Sportwelt die Deutschen Meisterschaften ausgetragen Kegelbillard-Elite trifft sich in Dahme

Schweißtreibend war die Vorbereitung. Jetzt ist alles hergerichtet. Die besten Billardkegler Deutschlands kommen in Dahme zusammen, um ihre Meister zu ermitteln. Auch Sportler aus dem Kreis Teltow-Fläming sind am Start.

Dahme. Ein wenig muss der Flachbildschirm noch feinjustiert werden, acht Hände greifen nach dem großen, schwarzen TV-Gerät und richten es aus. Noch ist die große Mattscheibe dunkel, ab Freitag aber werden die fünf Fernseher, die am Rande der Wettkampffläche installiert sind, in Betrieb sein: Dann beginnen in der Sportwelt in Dahme die Deutschen Meisterschaften im Kegelbillard und dann ist bis zum Turnierende am 22. August auch auf den Tischen sehr viel Feinjustierung gefragt.

Seit langem laufen die Vorbereitungen für das Championat, inzwischen ist die Schlussphase angebrochen, auf der Wettkampffläche herrscht Hochbetrieb. „Die Organisation ist eine Herausforderung. Wir haben uns vorgenommen, es besonders gut hinzubekommen“, sagt Kay Liepe, Gründer und Leiter der Billard-Abteilung des TSV Empor Dahme zu den Ursachen für die Bewerbung, „wir machen es auch für die Stadt, die dadurch bekannter wird. Außerdem mieten viele der Spieler auch Hotelzimmer.“

Qualifiziert haben sich die Akteure während des Punktspielbetriebes – aus den Resultaten wurde ein Jahresdurchschnitt gebildet, nachdem die Startplätze für die Konkurrenzen (Jugend, Senioren, Damen und Herren) vergeben wurden. Auch aus dem Landkreis Teltow-Fläming haben sich Akteure qualifiziert. Neben Liepe, der bereits bei Deutschen Meisterschaften antrat und mit dem sogenannten „Ausrichterplatz“ ins Rennen geht, treten auch weitere Starter vom TSV Empor Dahme, drei Spieler aus Bochow und zwei aus Bardenitz in der Sportwelt an. Viele Akteure kommen aus dem Spreewald und Cottbus.

Beworben für die Meisterschaft hatte sich Dahme Ende 2014 beim Billard-Kegel-Verband (BKV) und sich später gegen vier Mitbewerber durchgesetzt. „Für uns gesprochen hat die zentrale Lage, die Kegelbillard-Hochburgen sind Brandenburg und Sachsen und unser Konzept“, sagt Liepe. Seitdem werkeln Liepe und seine Mitstreiter wie Kevin Kühne, Ira Polz, Mathias Fege und Marcell Schulze und haben mit einem fünfstelligen Budget (50 Prozent kamen vom Landkreis, 30 Prozent vom BKV, 20 Prozent wurde über Sponsoren finanziert) Beachtliches auf die Beine gestellt. Als Wettkampfstätte wurde ein Tenniscourt in einer Halle der Sportwelt zu einer Arena umfunktioniert. Auf der Fläche wurden Holzfußboden und Teppich verlegt, am Rande befinden sich Tribünen, über den vier nagelneuen, beheizbaren Billardtischen befinden sich fünf Flachbildschirme. Eine Gaststätte und der Vereinsraum der RSV-Billardspieler befinden sich nur wenige Meter entfernt. „Insgesamt war es sehr aufwendig. Wir mussten sogar die Internetleistung für das Programm erhöhen, deshalb wurden 500 Meter Glasfaserkabel verlegt“, berichtet Liepe.

Ab Freitag nun wird sich die nationale Elite in Dahme versammeln und um Titel kämpfen (siehe Infokasten). Der Reiz des Sportes, bei dem viel Präzision gefragt ist? „Es gibt nach oben kein Ende, was die Steigerung betrifft. Man kann es auch mal alleine spielen und den Sport bis ins hohe Alter ausüben“, sagt Liepe.

Von Lars Sittig

Dahme 54.2202208 11.0847549
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