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Klassiker wird in Luckenwalde neu aufgelegt

Der Luckenwalder SC startet in die Ringer-Bundesliga und trifft auf Schifferstadt Klassiker wird in Luckenwalde neu aufgelegt

Das Fieber steigt. Am Sonnabend empfängt der Luckenwalder SC den VfK Schifferstadt zum ersten Kampf der neuen Saison in der Ringer-Bundesliga. Für beide Vereine geht es gleich um viel.

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Das Fieber steigt. Am Sonnabend empfängt der Luckenwalder SC den VfK Schifferstadt zum Auftaktkampf der Bundesligasaison 2015/16 der Ringer. Für beide Vereine geht es gleich um viel. Die Fans werden voll auf ihre Kosten kommen.

Quelle: Foto: Frank Nessler

Luckenwalde. Der unangenehme Vorfall vom 16. Dezember 2006 löst immer noch Bedauern aus bei Claus Litz. „Es tut uns leid, dass wir seinerzeit nicht in Luckenwalde angetreten sind“, sagt der 1. Vorsitzende des VfK 07 Schifferstadt, „ich hoffe, dass wir mit einem guten Wettkampf den Schaden von damals etwas wiedergutmachen und das Image des VfK, das in Luckenwalde gelitten hat, wieder verbessern können.“

Versöhnliche Worte vor dem Start in die neue Saison der Ringer-Bundesliga, die für den 1. Luckenwalder SC am Sonnabend um 19.30 Uhr mit der Neuauflage eines Klassikers in der heimischen Fläminghalle beginnt: Zu Gast ist der VfK 07 Schifferstadt, der Nachfolgeverein des 2006 in Insolvenz geratenen VfK Schifferstadt. Die Wege des LSC mit dem Rivalen hatten sich schon seit langem nicht mehr auf der Matte gekreuzt.

Für beide Vereine ist der Auftaktkampf der neuen Bundesligasaison der Ringer gleich ein richtungsweisendes Duell. „Eine Niederlage können wir uns nicht leisten, wenn wir wieder unser Saisonziel Viertelfinale erreichen wollen“, sagt LSC-Trainer Andreas Zabel. Auch Litz sagt, Saisonziel sei es, „mindestens das Viertelfinale“ zu erreichen.

In die Meisterrunde ziehen die vier bestplatzierten Mannschaften der Gruppenphase ein. Für den LSC und den VfK zählen der ASV Mainz, der KSV Köllerbach und die RWG Mömbris/Königshofen zu den Staffelfavoriten, die den Gruppensieg unter sich ausmachen werden. Bleibt also noch ein freier Platz für die Meisterrunde. Und um den kämpfen der VfK Schifferstadt, der KAV Mansfelder Land und der Luckenwalder SC.

Zabel erwartet zum Saisonauftakt ein Duell auf Augenhöhe gegen Schifferstadt. „Beide Teams sind gleichwertig“, schätzt der LSC-Coach ein. „Es wird darauf ankommen, ob jeder seine besten Leute auf die Matte bekommt.“

Sowohl der VfK als auch der LSC haben einen aktuellen Weltmeister in ihren Reihen. Für die Gäste errang der auf Kuba geborene Italiener Frank Chamizo im Freistil-Leichtgewicht bis 66 Kilogramm in Las Vegas (USA) den Titel. Der Weltmeister der Luckenwalder heißt Zhan Belenyuk. Der Ukrainer kam vom AC Lichtenfels zum LSC. Er gewann vor wenigen Tagen in der Wüste von Nevada die WM-Krone in der Greco-Klasse bis 85 Kilogramm. Obwohl noch niemand ganz genau weiß, wer wen wo nach den Weltmeisterschaften einsetzt, werden die Fans in der Fläminghalle am Sonnabend interessante Kämpfe zu sehen bekommen. LSC-Ringer Christian John (130 kg/GR) trifft nach Lage der Dinge auf Altmeister Ralf Böhringer und Weltmeister Belenyuk wird es wohl mit Denis Kudla zu tun bekommen. Der VfK-Ringer hat ganz knapp einen WM-Start verpasst. Er verlor den Ausscheidungskampf gegen Ramsin Aziri aus Weingarten.

Nach der glorreichen Vergangenheit – der VfK Schifferstadt ist mit zehn Mannschaftsmeisterschaften zusammen mit dem ASV Heros Dortmund erster der deutschen Rekordliste – und einigen Hochglanz-Duellen mit dem LSC geriet der pfälzische Traditionsverein in schweres Fahrwasser. 2006 wurde bekannt, dass der VfK nicht genug Geld für die laufende Saison aufbringen konnte – der Verein meldete sein Team aus der laufenden Runde ab. Nach der Liquidation wurde der Verein Anfang 2007 als VfK 07 Schifferstadt neu gegründet. In den Spielzeiten 2007/08 (Start in der 4. Liga/Oberliga Rheinland-Pfalz) Platz 1 – Aufstieg und 2008/09 (3. Liga Regionalliga Rheinland-Pfalz-Saarland) gelang durch zwei Aufstiege die Rückkehr in die zweite Liga. In der Saison 2012/13 schaffte Schifferstadt den Sprung zurück in die deutsche Eliteliga – der VfK trat aber in der Südstaffel an und traf deshalb nicht auf den 1. LSC. Nun kommt es zur Neuauflage des Klassikers. Der Gegner aus dem Süden wird am Sonnabendmorgen die Reise nach Luckenwalde antreten. „Ich freue mich auf den Wettkampf“, sagt Litz „wir haben großen Respekt vor Luckenwalde und es ist schön, dass wir gleich im ersten Kampf gegen einen alten Kontrahenten antreten“.

Von Frank Neßler und Lars Sittig

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