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Knappe Niederlage im Derby

Handball-Oberliga Knappe Niederlage im Derby

In der Handball-Oberliga Ostsee-Spree setzt sich Grün-Weiß Werder beim Ludwigsfelder HC in der Stadtsporthalle der Autobauerstadt hauchdünn mit 23:22 (9:12) durch. Beim LHC hat sich Hendrik Retschlag nach schweren Verletzungen wieder ins Team gekämpft.

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Wieder mittendrin: Hendrik Retschlag hatten Verletzungen lange Zeit aus der Bahn geworfen, jetzt aber kämpft er wieder mit dem LHC um Punkte in der Oberliga Ostsee-Spree, wie hier gegen Werder.
 

Quelle: Foto: fotofrick

Ludwigsfelde.  Als alles vorbei war, herrschte erst einmal Leere im Kopf, die Spuren der Niederlage waren in den Gesichtern deutlich zu erkennen. „Man musste das erst einmal alles sacken lassen. Kämpferisch kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, befand Hendrik Retschlag, „aber spielerisch haben uns leider die Mittel gefehlt.“

Retschlag hatte wie schon in den vergangenen Wochen zum Ensemble des Ludwigsfelder HC gehört: Am Sonnabend unterlag das Team in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree zu Hause gegen den HV GW Werder hauchdünn mit 22:23 (12:9) – persönlich aber ist es ein großer Erfolg für den 22-Jährigen, dass er wieder zum Kader gehört und nach schweren Verletzungen den Weg zurück auf das Spielfeld gefunden hat. „Ich habe jetzt drei Spiele am Stück gemacht, das ist ein Traum“, sagt er, „und solche Spiele wie gegen Werder – auch wenn wir leider verloren haben – sind auch einer der Gründe dafür, dass man sich gequält hat und seinen Sport weitermachen will.“

Zwei Kreuzbandanrisse und ein Kreuzbandriss hatten Retschlag lange Zeit aus der Bahn geworfen. „Aufzugeben, daran habe ich aber nicht gedacht“, sagt der Linkshänder. „Ich war bei mehreren Ärzten und solange es einen Arzt gab, der gesagt hat, wir bekommen sie wieder sporttauglich, habe ich daran geglaubt, und es gab immer einen.“ LHC-Trainer Michael Jantzen: „Hendrik hat sehr viel Willenstärke gezeigt für sein Comeback. Er ist ein Vollbluthandballer. Ihm fehlt noch etwas die Praxis. Wenn er topfit ist, der beste Linkshänder der Liga.“ Er sei aber manchmal zu kritisch mit sich selber und etwas zu ungeduldig, sagt der Coach schmunzelnd.

Gegen Grün-Weiß Werder hatte der LHC in der heimischen Stadtsporthalle zur Halbzeit noch in Front gelegen, war aber in der zweiten Hälfte auf die Verliererstraße geraten. „Wir sind eigentlich gut reingekommen, aber haben es versäumt, in der ersten Hälfte einen höheren Vorsprung zu erkämpfen. Im Angriff hapert es noch ein bisschen, das war aus meiner Sicht auch der Grund für die Niederlage“, urteilt Retschlag. Jantzen fand, „die Abwehr stand eigentlich ganz gut, aber 22 Tore sind zu wenig“. Grün-Weiß hatte in der zweiten Hälfte zwischenzeitlich mit fünf Toren geführt (17:22/53. Minute), kurz vor dem Abpfiff konnte sich der LHC zwar noch auf 21:22 herankämpfen, den Ausgleich aber nicht mehr erzielen. „In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren wir zu unkonzentriert“, moniert der Coach, „da haben wir unsere Chancen nicht genutzt und Werder ist davongezogen, das war der Knackpunkt.“

In der Tabelle ist der LHC auf Rang elf abgerutscht, während Werder an der Spitze steht. „Wir wollten besser starten und oben mitspielen“, sagt Retschlag, „das wird jetzt erst mal schwierig, andererseits werden auch noch andere Mannschaften Punkte liegenlassen.“

Der LHC bestreitet nun am Sonnabend in der OOS bereits das nächste Heimspiel, zu Gast ist dann der SV 63 Brandenburg-West (Anpfiff: 18.30 Uhr), der auf Tabellenplatz drei steht.

Neben allem sportlichen Erfolg steht für Retschlag dann auch wieder die Freude darüber im Vordergrund, wieder mittendrin zu sein. „Für mich persönlich ist das auch eine Saison, in der ich wieder reinkommen und das Handballspielen genießen will.“

Von Lars Sittig

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