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Langersehntes Spitzenspiel in Ludwigsfelde

Tabellenführer RSV Eintracht kommt Langersehntes Spitzenspiel in Ludwigsfelde

Am Sonnabend bestreitet der Ludwigsfelder FC seit langem mal wieder ein richtiges Spitzenspiel. Der dritte Landesliga trifft zuhause auf RSV Eintracht 1949, den Tabellenführer.

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Ludwigsfelde. So ganz neu ist die sportliche Konstellation nicht, der Zeitpunkt allerdings schon, dass sieht auch Michael Jürschik so. „Es gab schon das eine oder andere Spiel Erster gegen Zweiter, oder Dritter, an dem wir beteiligt waren, aber meist so früh in der Saison, das da nicht von einem Spitzenspiel gesprochen werden kann“, sagt Ludwigsfeldes Präsident Jürschik. So gab es etwa in dieser Spielzeit die Partie Erster gegen Dritter der Landesliga Nord schon am 4. Spieltag, als der LFC auf Michendorf traf. Inzwischen ist Michendorf aber auf den zehnten Platz abgestürzt. Alles andere als Spitze. Auch in den vergangenen Jahren lief der LFC kaum bei einem Spitzenduell auf den Rasen – von manch einem Topspiel zu einem frühen Saisonzeitpunkt abgesehen – der Club steckte mehrfach im Abstiegskampf oder rangierte in den Oberliga-Jahren oft im Mittelfeld.

Wenn am Sonnabend um 14 Uhr im Ludwigsfelder Waldstadion der Ball rollt, dann bestreitet die erste Mannschaft des Ludwigsfelder FC (Platz drei/22 Pluspunkte) also das erste „echte“ Spitzenspiel seit vielen Jahren, denn jetzt, am zwölften Spieltag, rund ein Drittel der Saison ist bereits absolviert, kommt mit dem RSV Eintracht 1949 (23) der aktuelle Tabellenführer in die Automobilstadt. Den „Regionalen Sportverein“ aus dem Gebiet Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf hatte LFC-Trainer Walter Kornmüller schon vor der Saison als Staffelfavoriten gesehen: „Das ist eine Mannschaft, die über Jahre gewachsen ist und immer wieder sinnvoll verstärkt wurde. Die sind jetzt dran.“ Im Kader des RSV stehen mit Co-Trainer Jan Walle, Torhüter Julian Finke und den Angreifern Johannes Kühn und Marcel Quast gleich vier Ludwigsfelder, die beiden Stürmer kommen auch zu regelmäßigen Kurzeinsätzen.

Für den LFC kommt die aktuelle Konstellation unerwartet. „Vor der Saison hätte ich nie damit gerechnet, dass wir am 12. Spieltag Spitzenreiter werden könnten, aber das macht schon Spaß“, freut sich Jürschik, der sich erstmals zu einem Saisonziel äußert: „Da wo wir jetzt stehen, also Platz fünf und besser, wollen wir auch am Saisonende stehen. Die Mannschaft hat das Potential dazu. Sie hat sogar Luft nach oben, nur wissen das noch nicht alle.“ Jürschiks Kritik richtet sich an einige jüngere Spieler. „Die Spieler drängen sich weder im Training, noch bei den Spielen der Zweiten auf“, erklärt der Präsident. Ein Problem das Kornmüller, der bei fast jedem Spiel der Zweiten als Beobachter dabei ist, bestätigt: „Einige nehmen die 1. Kreisklasse nicht richtig ernst, gehen am Sonnabend aus und sehen dann am Sonntag zum Spiel entsprechend aus.“

Trotzdem will der Verein im Winter nichts am Kader ändern. „Die Mannschaft ist prima zusammen gewachsen. Sie hat bewiesen, was mit Kampfgeist, Moral und einer guten Einstellung zu erreichen ist. Das wollen wir nicht gefährden“, schließt Jürschik ein Tätigwerden des Vereins aus. Da Erfolg bekanntlich sexy macht, könnte auch der eine oder andere Spieler von sich aus nach Ludwigsfelde kommen wollen: „Dann werden wir uns sehr genau anschauen, ob er zu uns passt“, sagt der Präsident.

Bis auf den gesperrten Gabor Kovacs und die verletzten Kevin Senft, Nico Dehnrich und Philipp Karaschewitz wird Kornmüller voraussichtlich sein bestes Aufgebot auf den Rasen schicken können. Allerdings ist noch nicht klar, auf welchen Rasen. „Der viele Regen der letzten Tage hat dem Hauptplatz ziemlich zugesetzt. Nach Stand von Donnerstagvormittag werden wir wohl auf dem Kunstrasenplatz spielen müssen. Das wäre schade, für den Rahmen des Spitzenspiels und für die Zuschauer, die vielleicht im Regen stehen müssen“, erklärt der Trainer.

Egal wo gespielt wird, für Kornmüller sind die Gäste der Favorit. „Ich habe Teltow zweimal beobachtet und die haben mich schon beeindruckt. Ich denke Teltow und Schwedt machen den Aufstieg unter sich aus und wir sind vielleicht das Zünglein an der Waage“, sagt der Coach. Die Ludwigsfelder Fußballfans können sich in nächster Zeit selbst ein Bild machen. Schon am 30. November gastiert der FC Schwedt 02 im Waldstadion. Das nächste Spitzenspiel?

MAZ

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