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Luckenwalder verpassen Überraschung

Ringen-Bundesliga, Endrunde Luckenwalder verpassen Überraschung

Die Luckenwalder Bundesligaringer hatten den Titelverteidiger und erneuten Meisteranwärter ASV Nendingen im Heimkampf am Rand der Niederlage. Nach dem Doppelkampfwochenende stehen die LSC-Mattenfüchse aber mit leeren Händen da. Der noch ausstehende Kampf in Aalen ist nur noch Makulatur. Die Luckenwalder haben keine Chance mehr, das Halbfinale zu erreichen.

Luckenwalde. Die Luckenwalder Bundesligaringer haben keine Chance mehr, das Halbfinale der diesjährigen Mannschaftsmeisterschaften zu erreichen. Sie verloren am Wochenende zweimal und sind aus dem Rennen. Gegen den Titelverteidiger ASV Nendingen zogen die LSC-Ringer in der Fläminghalle mit 12:14 den Kürzeren, am Sonntag unterlagen sie beim ASV Mainz mit 10:15.

Im ersten Rückrundenkampf am Samstagabend zu ungewohnter Zeit (18 Uhr) konnten die Luckenwalder die Hürde Nendingen erneut nicht überspringen. Das 12:14 ist jedoch das beste Ergebnis für die LSC-Mattenfüchse in den bisherigen Vergleichen gegen den ASV, der in dieser Saison den Titelhattrick anstrebt. Unter ihrem Trainer Volker Hirt sind die Nendinger 2006 in die Regionalliga aufgestiegen und seit einigen Jahren das Maß der Dinge in der Bundesliga. Im Luckenwalder Kader fehlten mit dem Bulgaren Georgi Vangelow (Trainingslager Nationalmannschaft) und dem Norweger Felix Baldauf (verletzt) zwei Topathleten. „Es wird schwer, sie zu ersetzen, denn wir ringen nicht gegen irgendeine Mannschaft, sondern gegen den deutschen Meister. Wir brauchen eine Sensation, ein Überraschungsding“, sagte LSC-Trainer Jörn Levermann vor dem Kräftemessen. Dass dann ausgerechnet der 20-jährige Bulgare Stefan Grigorov (57 kg/GR) im ersten Kampf gegen den gleichaltrigen Alexandru-Vasile Botez für den Paukenschlag sorgte, damit hatten auch die Gäste nicht gerechnet. Grigorov brannte ein Feuerwerk ab und schickte seinen Gegner nach 3:42 Minuten durch technische Überlegenheit (17:2) von der Matte. Die Gastgeber lagen überraschend 4:0 in Front. Auch im weiteren Verlauf führten die Einheimischen bis zum letzten Duell zwischen Lennard Wickel (LSC) und Samet Dülger (12:11). „Wer diesen Kampf für sich entscheidet, dessen Mannschaft gewinnt“, erklärte Levermann. „Bis nach der ersten Runde (1:1) habe ich noch an einen Sieg von Lennard geglaubt. Hoffentlich verliert er nicht seine Linie“. Wickel unterlag 1:11 (0:3 Mannschaftspunkte) und die Luckenwalder zum wiederholten Mal gegen Nendingen. Die Niederlage an Wickel festzumachen, wäre jedoch zu einfach. „Einige unserer Ringer haben zu viele Punkte liegen lassen“, resümierte ein trauriger Jörn Levermann. „Wir haben die Chance, den deutschen Meister zu besiegen, nicht genutzt.“

Die Nendinger hatten auch ohne ihren Weltmeister Frank Stäbler das Soll erreicht. „Wir sind nach der überraschenden Auftaktniederlage enger zusammengerückt und geschlossen aufgetreten“, sagte ASV-Trainer Hirt.

Am Sonntag in Mainz hatten die Gäste aus Luckenwalde einen schweren Stand, auch weil es viele fragwürdige Entscheidungen des Kampfgerichts gab. „Der Ringerbund will Luckenwalde nicht im Halbfinale haben. So sind wir noch nie von Kampfrichtern vorgeführt worden“, erklärte Levermann stinksauer. Ein Lichtblick war nach seinen Worten der 1:0-Erfolg von Damian Hartmann, der zwei Gewichtsklassen höher im 98-Kilo-Greco-Limit gegen Wladimir Remel einen „sensationellen Kampf“ ablieferte.

Von Horst Kupfer

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Luckenwalde
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