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Luckenwalderin schreibt doppelt Geschichte

Radsport: Deutsche Meisterschaft im Querfeldeinfahren Luckenwalderin schreibt doppelt Geschichte

Clea Seidel vom gleichnamigen Luckenwalder Rennstall holt ersten deutschen Meistertitel im Querfeldeinfahren für das Radteam Seidel (RTS) in die Kreisstadt. Gleichzeitig ist die 13-Jährige die erste Titelträgerin in der U15-Schülerklasse.

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Clea Seidel in Vechta während ihrer Fahrt zum deutschen Meistertitel der U15-Schülerinnen (links) und glücklich im Ziel, es geschafft zu haben.

Quelle: FotoS (2): privat

Luckenwalde. „Gold geht an die Nuthe“, zwitscherte das Radteam Seidel am Sonntag auf Twitter. Damit stand fest, Clea Seidel ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die 13-jährige Sportlerin des Radteams Seidel (RTS) gewann mit eineinhalb Minuten Vorsprung das U15/17-Rennen bei den Deutschen Meisterschaften der Querfeldeinfahrer in Vechta (Niedersachsen). Auf den Plätzen folgen in der jüngeren Altersklasse Leonie Seufert (Equipe Velo Oberland) und Isabell Kämpfert (RV Stuttgardia Stuttgart). Mit ihrem U15-Titelgewinn krönte Clea Seidel eine erfolgreiche nationale Saison, die mit den beiden Renntagen in Vechta ihren Abschluss fand. Insgesamt gingen dort aus dem Luckenwalder RTS-Rennstall drei Fahrer an den Start. Sie alle zeigten auch schon im Deutschlandcup der Radcrosser ihr Können.

Erster Starter des Trios war am Sonnabend Cleas älterer Bruder Rico Seidel. Im U23-Rennen setzte er alles auf eine Karte, um seine zweite Saison in diesem Altersbereich nach zuletzt steigender Leistungskurve gut zu beenden. Ein sehr guter Start brachte ihn in eine sechsköpfige Spitzengruppe, in der er sich zwei Rennrunden hielt. An einer langen Bergaufpassage wählte er allerdings den falschen Gang. In der Folge musste er die Spitze ziehen lassen. Mit einem guten 15. Platz verabschiedete sich der Focus CX Elite Team-Fahrer aus dieser Saison.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der U15-Fahrerin Clea Seidel. Im gemeinsamen Rennen mit den Mädchen der U17 ging es für sie gleich um zwei Titel. Die 13-jährige Luckenwalderin fuhr ein begeisterndes Rennen. Nach einem gut überlegten Start übernahm sie bereits an der ersten Treppenpassage die Führung vor der besten U17-Starterin, Franziska Koch aus Unna. In den drei folgenden Runden fuhr sie technisch sehr souverän und machte keine Fehler. Mit knapp dreißig Sekunden Vorsprung vor der U17-Meisterin ging es auf die Zielgerade. Die letzten Meter genoss die Luckenwalderin in vollen Zügen unter dem Beifall des fachkundigen Publikums und der gesamten angereisten Familie.

Nach dem Zieleinlauf war die erste deutsche U15-Meisterin in der Geschichte des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) ein gefragter Interviewpartner. Sehr emotional bedankte sie sich dabei beim Focus-Team ihres Bruders, welches sie professionell mit betreute. Und auch Rico selbst, wurde für die viele Arbeit und Geduld, die er für seine Schwester aufbrachte, mit netten Worten bedacht. Zwei Einträge in die Geschichtsbücher folgten im Anschluss. Erstmals hörte eine Sportlerin in der Altersklasse U15 bei einer Deutschen Meisterschaft die Nationalhymne und das RTS-Team, welches 2005 gegründet wurde, feierte seine erste Deutsche Meisterin.

Ein ähnliches Husarenstück wurde vor den Titelkämpfen auch Sven Kuschla zugetraut. Doch der Favorit bei den Senioren 2 hatte Pech. Ihm unterlief ein Missgeschick. Er kam zu spät zum Vorstart und musste als Letzter der knapp 60 Fahrer ins Rennen gehen. Seine im Prinzip aussichtslose Aufholjagd wurde von Stürzen immer wieder gebremst. Tief enttäuscht stieg Kuschla schließlich aus. Eine grandiose Saison fand damit ein tragisches Ende.

Von Frank Neßler

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