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Luckenwaldern gelingt Überraschung

Handball: Verbandsliga Süd, Männer Luckenwaldern gelingt Überraschung

Überraschend haben die Luckenwalder Handballmänner am Sonnabend ihr Heimspiel gegen den HC Spreewald II mit 26:24 gewonnen. An der spannenden Partie hatten auch die Zuschauer ihre Freude.

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Ein Doppelerfolg für die LG Süd

Peter Ernicke (HV Luckenwalde, Nummer 5) versucht freie Wurfbahn für seinen Teamkollegen Henrik Bautz zu schaffen.

Quelle: Frank Nessler

Luckenwalde. Das hatte am Samstagabend wohl niemand auf der Rechnung. Die Luckenwalder Verbandsligahandballer besiegten in der heimischen Fläminghalle den HC Spreewald II mit 26:24 (10:13). Der bis dahin Tabellendritte war mit breiter Brust angereist.

Zunächst sah es danach aus, als würden die Spreewald-Handballer ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Die Luckenwalder fanden schwer ins Spiel. Eigene gute Möglichkeiten wurden in der Anfangsphase liegen gelassen. Immer wieder scheiterten die Luckenwalder am gut aufgelegten HC-Keeper. Aber auch Steve Kühne im HVL-Tor wurde mehr und mehr zum Rückhalt seines Teams. Er steigerte sich im Spielverlauf und zog den HC-Werfern oft den Nerv.

Die Partie war im ersten Durchgang lange ausgeglichen. Erst eine zweifelhafte Entscheidung der Schiedsrichter, die die Luckenwalder mit einer doppelten Herausstellung bestraften, führte zu einem kleinen Zwischenspurt der Gäste. Sie zogen auf drei Tore davon. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit dominierten beide Abwehrreihen das Geschehen. Hüben wie drüben ergaben sich sehr gute Wurfgelegenheit, die allerdings meist von den Torhütern entschärft wurden. Die Gäste retteten ihren Drei-Tore-Vorsprung (13:10) in die Pause.

In die zweite Halbzeit starteten beide Mannschaften dezimiert. Peter Ernicke (HV Luckenwalde) flog zehn Sekunden vor der Pause wegen Meckerns von der Platte. Ein HC-Spieler warf fast gleichzeitig den Ball weg, was die Schiedsrichter ebenfalls mit einer Zwei-Minuten-Strafe ahndeten.

Beide Abwehrreihen machten jedoch auch im zweiten Durchgang da weiter, wo sie aufgehört hatten. Es wurden Erinnerungen an die erfolgreiche Handball-Europameisterschaft der deutschen Nationalmannschaft im Finale gegen die Auswahl Spaniens wach. Knapp acht Minuten dauerte es, bis der HC in der zweiten Halbzeit sein erstes Tor warf. Zwischenzeitlich glichen die Luckenwalder durch Tore von Ernicke, Busek und Bautz zum 13:13 aus. An dieser Torflaute der Gäste änderte auch eine Systemumstellung des Spreewälder Trainergespann nichts.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, dessen besseres Ende nur durch Kleinigkeiten entscheiden würde. Die knapp 150 Zuschauer ließen sich vom spannenden Geschehen auf dem Feld anstecken. Sie trieben die HVL-Männer lautstark an.

Je näher das Spielende kam, desto nervöser wurden die Mannschaften. Ungewöhnlich viele technische Fehler schlichen sich auf beiden Seiten ein. Viele nicht genutzte Konterchancen bestimmten die Schlussminuten. Symptomatisch war folgender Ablauf für diese Phase der Partie: Luckenwalde Fehlpass, der HC wirft beim Konter ins aus, den Luckenwaldern unterläuft ein technischer Fehler, der erneute Konter der Gäste wird von HVL-Keeper Kühne entschärft.

Bis zum 22:22 konnte sich keine Mannschaft absetzen. Am Ende sorgte Steve Hauffa für den Unterschied. Mit beherzten Einzelaktionen brachte er die Luckenwalder zwei Minuten vor Schluss mit 24:22 in Führung. Ein schneller Gegenangriff der Gäste sorgte für den Anschlusstreffer und eine weitere Zwei-Minuten-Strafe für die Hausherren, die das Spiel in Unterzahl beenden mussten. Mit einer Manndeckung suchten die Gäste den Erfolg, doch Hauffa verstand es, die Räume zu nutzen. Er stellte erneut die Zwei-Tore-Führung her.

Dann wurde es dramatisch. Per schnellem Gegenstoß erzielten die Gäste 50 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer. Die Hausherren bekamen eine weitere Zwei-Minuten-Strafe. Vier Luckenwalder standen sechs Spreewäldern gegenüber. Aber auch davon ließen sich die HVL-Männer nicht mehr beeindrucken. Nach einem langen Pass setzte Ernicke mit dem Treffer zum 26:24 den Schlusspunkt hinter eine packende Verbandsligapartie. Die Stimmung in der Luckenwalder Mannschaft war nach dem Sieg auf dem Siedepunkt, auch weil mit dem überraschenden Erfolg der Ausfall von Stammspieler Oliver Johl sehr gut kompensiert wurde. „In der Halbzeitpause haben wir uns eine Runde angebrüllt, dann ging es“, erklärte HVL-Trainer Reiner Schulz, der die Leistungen von Keeper Kühne und von Nachwuchshandballer Paul Langenickel hervorhob.

Von Frank Neßler

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