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Mecklenburg verdrängt Brandenburg

Veränderungen in der Handball-Oberliga Mecklenburg verdrängt Brandenburg

Die Zahl der Mecklenburger Vereine in der Handball-Oberliga wächst stetig, die der Berliner und Brandenburger Clubs dagegen sinkt. Am Sonnabend trifft Ludwigsfelde zuhause auf die SG Tempelhof-Mariendorf.

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Der Ludwigsfelder HC rote Trikots, empfängt morgen die SG TMBW Berlin. Am vergangenen Wochenende war das Team beim Stralsunder HV angetreten.

Quelle: Jürgen Schwols

Ludwigsfelde. Das neue Nord-Süd-Gefälle, die sportliche Kräfteverschiebung in der Oberliga Ostsee-Spree (OOS) kam auch für Frank Morawetz eher unerwartet. „Dass sich die Zahl der Vereine aus Mecklenburg-Vorpommern so schnell erhöht hat, ist schon überraschend“, sagt Morawetz, der Trainer des Ludwigsfelder HC, „es war eher zu erwarten, dass die Berliner Vereine nicht mehr so stark sein werden und Schwierigkeiten haben werden, eine Mannschaft zu stellen, die auch mal oben mitspielt.“
Die Tendenz in der OOS ist eindeutig: Der Trend geht in den vergangenen Jahren zu mehr Ostsee und weniger Havel und Spree. In der Premierensaison in der Spielzeit 2010/2011 traten noch zwölf Mannschaften aus „BB“ an, lediglich zwei Teams aus Mecklenburg-Vorpommern plätscherten am Ende im Mittelfeld und in der unteren Tabellenhälfte ins Ziel. Derzeit gehen fünf Nordclubs in der „Gewässer-Liga“ auf Punktejagd. Mit Erfolg: Auf den Plätzen eins bis drei liegen der HSV Insel Usedom, der Bad Doberaner SV und der Stralsunder HV.

Die Reihen der BB-Fraktion dagegen haben sich ausgedünnt: Insgesamt treten derzeit drei Berliner und sechs Brandenburger Ensembles in der OOS an. Dazu fällt die Bilanz vieler Clubs in dieser Spielzeit bisher eher mäßig aus: Der Polizei SV (0:10 Punkte) und die SG TMBW (2:8) – der Gegner des LHC morgen in der Stadtsporthalle – lavieren ganz am Ende der Tabelle, davor liegt mit dem HC Neuruppin (4:6), der TSG Lübbenau (3:7) und dem HC Spreewald (2:8) ein Brandenburger Trio, dass sich derzeit ebenfalls in bedrohlicher Nähe der Abstiegsregion befindet.
Bereits in der vergangenen Spielzeit hatten sich mit dem SV 63 Brandenburg-West, dem BFC Preussen und dem TSV Rudow Richtung drei Ensembles von Havel und Spree Richtung Verbandsliga verabschiedet.
Auch die Akzeptanz der großräumigen Spielklasse ist bei vielen deutlich gewachsen. „Aus spielerischer Sicht hat sich die Liga eindeutig bewährt“, sagt LHC-Manager Jörg Taeger, „es sind interessante Mannschaften dazu gekommen, die dafür sorgen, dass die Qualität der Spiele bedeutend höher ist.“ Es sei schon ein tolles Erlebnis, wie am vergangenen Wochenende vor mehr als 1000 Zuschauern in Stralsund zu spielen. „Die Jungs freuen sich auf solche Spiele.“
Noch vor gut zwei Jahren sah manch einer die per Ligenreform eingeführte neue Spielklasse deutlich kritischer. Am Abschlussspieltag der Premierensaison hatte der damalige Ludwigsfelder Coach Gerhard Wartenberg über die neue Großraumliga geschimpft: „Das ist eine Entscheidung von Funktionären gewesen, ein Produkt am grünen Tisch, ohne mit der Basis zu sprechen.“ Auch sein Pendant beim HC Neuruppin, Marcin Feliks, wetterte damals nach der Niederlage seines Ensembles in der Ludwigsfelder Stadtsporthalle: „Die sollen die Mannschaften einfach Handball spielen lassen und sich nicht ständig etwas Neues einfallen lassen.“ Allerdings sagt Taeger auch: „Es ist auch schade, dass viele Berliner Vereine absteigen, denn die Fahrtwege sind nicht so weit zu den Spielen.“

Zu den Ludwigsfelder Gegner mit kurzer Anfahrtszeit gehört die SG Tempelhof-Mariendorf/Blau-Weiss Berlin, die am Sonnabend in der Arena über Kaufland beim LHC antreten wird (Anpfiff: 18.30 Uhr). Der LHC, bei dem der Einsatz von Kai Niklas Einenkel fraglich ist, braucht Pluspunkte, um sich in der Spitzengruppe zu etablieren, der Gegner aus der Bundeshauptstadt ganz dringend Zähler im Abstiegskampf: Bereits in der vergangenen Spielzeit war das Team nur ganz knapp dem Abstieg entronnen.

Mehr unter: www.lhc-ludwigsfel.de

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