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Melvin Senst gewinnt wichtigste Prüfung

Reitturnier in Seehausen Melvin Senst gewinnt wichtigste Prüfung

Das Reit- und Springturnier in Seehausen bei Jüterbog erlebte am Sonntag trotz einiger Probleme im Vorfeld eine 51. Auflage ohne Zwischenfälle. Melvin Senst ließ die Veranstalter jubeln. Der Reiter vom RFV Seehausen gewann die wichtigste Prüfung des Turniers. Auch der RV Wahlsdorf triumphierte.

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Melvin Senst vom gastgebenden Reit- und Fahrverein gewinnt am Sonntag auf Chaciamo die wichtigste Prüfung der 51. Auflage des Reit- und Springturniers in Seehausen.

Quelle: Hansjürgen Wille

Seehausen. Als Meister der Improvisation erwies sich in diesem Jahr Seehausens Turnierleiter Erhard Clemens, denn gegen die von ihm am Sonntag organisierte 51. Reitsport-Veranstaltung schien sich im Vorfeld so einiges verschworen zu haben. Der tagelange Regen in der letzten Woche machte die Sache ohnehin kompliziert genug. Der Untergrund des für die Pferdetransporter vorgesehenen Parkplatzes war derart tief geworden, dass mehrfach schwere Traktoren zu Hilfe kommen mussten, um die Fahrzeuge wieder flott zu bekommen. Erschwerend kam hinzu, dass das sonst übliche Gelände wegen der Umwandlung von einer Wiese in Ackerland nicht zur Verfügung stand. Davon blieb auch die Dressur nicht verschont, so dass in aller Eile ein neues Viereck geschaffen werden musste. Und dann war noch die Landesstraße zwischen den Dörfern Rohrbeck und Dennewitz wegen des Neubaus einer Eisenbahnbrücke gesperrt, was für viele Aktive zu größeren und unangenehmen Umwegen führte.

Trotz aller Widrigkeiten gab es keine Zwischenfälle

Doch am Sonntagabend blickte Turnierleiter Clemens zufrieden drein. Und das nicht nur, weil die Sonne hervorgekommen war und trotz aller Probleme das vorgesehene Programm ohne Zwischenfälle durchgezogen werden konnte. Den Grund zum Jubeln lieferte mit Melvin Senst ein Reiter seines gastgebenden Vereins. Er hatte die wichtigste Prüfung des Tages, ein M*-Springen mit Siegerrunde, gewonnen. Der in der Lutherstadt Wittenberg tätige Bürokaufmann blieb auf dem von Paul Schockemöhle gezogenen und seiner Freundin Juliane Behla gehörenden Chaciamo als einziger Starter ohne Abwurf. Seine Erkenntnis: „Der Fuchswallach, den ich jetzt seit einem Jahr unter dem Sattel habe und der auch schon S-platziert war, besticht durch seinen Supercharakter, seine Vorsicht und sein Vermögen. Mit ihm möchte er auch an den Landesmeisterschaften teilnehmen.“

Zweite wurde Claudia Schmidt (RV Seyda) auf Escologne mit vier Fehlerpunkten vor Maximilian Wricke aus Niederwerbig, der mit seinen Neuen Da Vinci, Chandra, und Curtis die Plätze drei bis fünf belegte. Schade, dass sich im Gegensatz zu früheren Jahren nur acht Teilnehmer mit insgesamt 14 Pferden zu dieser Prüfung eingefunden hatten, was Eberhard Mertens als LK-Beauftragter so kommentierte: „Ich empfand es als sehr unglücklich, dass am dritten April-Wochenende, wo eigentlich die Grüne Saison eröffnet werden sollte, noch das Hallen-Championat in Tremsdorf stattfinden musste, das eigentlich in den Februar oder März gehört. In Zukunft müssen unbedingt bessere Absprachen zwischen Verband und Vereinen her.“

Triumph für den RV Wahlsdorf zum Auftakt des VR-Bank-Fläming-Cups

Seehausen bildete auch den Start in die neue VR-Bank-Fläming-Serie, wo der Nachwuchs sich im Springen und der Dressur zu beweisen hat. Die Kombinierte Prüfung der Klasse A* wurde zu einem glänzenden Triumph für den RV Wahlsdorf und Landestrainer Bernhard Pede, denn die ersten vier Plätze gingen an seinen Verein. Tochter Lena, 14 Jahre jung, Vielseitigkeits-Landesmeisterin bei den Ponys und Junioren in der letzten Saison, siegte auf Sally King mit 13,10 Punkten hauchdünn vor Kay Ahillen auf Lemarque (13,00) und Lollypop (11,00) sowie Lisa Schröder auf Escobar (9,00).

Das freute auch die Vereinsvorsitzende Kitty Kempf, die nach viermonatiger Dienstzeit als Oberfeldwebel in Afghanistan wieder zu Hause ist und sich allmählich an das hiesige Leben gewöhnt hat. Sie selbst war auch wieder reitsportlich aktiv und wurde in einer von Lena Pede auf Farina gewonnenen A**-Springprüfung Sechste auf ihrer Schimmelstute Lotte.

Traditionelle Parade der Oldtimer-Traktoren

Neben der traditionellen Parade von Oldtimer-Traktoren bereitete den Zuschauern, die sich nachmittags bei besserem Wetter zahlreich einfanden, vor allem die Führzügelklasse viel Freude, wo die jüngsten Teilnehmerinnen in Kostümen antraten und sich mit tollen Ideen präsentierten. Vom Blumenmädchen über zwei Eisfeen, einer „Mohrrübe“ bis hin zu einem Cowgirl, einer Piratenbraut und Pippi Langstrumpf reichte die bunte Palette. Sportlich gesehen war Angelina Püschner vom RV Fläming Jüterbog auf Cody’s Fine Girl die Beste mit der Note 8,0 vor Nancy Reiche auf Centaro (7,50) und Marie Fabian (beide Seehausen) auf Ophelia (7,00).

Von Hansjürgen Wille

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