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„Natürlich würde ich Dinge anders machen“

Handball „Natürlich würde ich Dinge anders machen“

Michael Jantzen hat vor kurzem seine erste Saison als Cheftrainer des Handball-Oberligisten Ludwigsfelder HC beendet. Im Interview spricht der 45-Jährige Trainer über schöne Momente in seiner Premieren-Spielzeit, den ersten Neuzugang für die kommende Saison, die Personalplanungen des Clubs und was er im Rückblick denn anders machen würde.

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Michael Jantzen

Quelle: Foto: Lars Sittig

Ludwigsfelde.  

Herr Jantzen, seit dem Ende der Saison 2015/16 sind jetzt ein paar Tage vergangen: Sind Sie froh, dass Pause ist?

Michael Jantzen: Ganz ehrlich gesagt ja. Nicht, weil die Spielzeit so schlimm war, aber sie war doch sehr kraftraubend. Es gab für mich sehr viel Neues: Neue Spieler, eine neue Mannschaft und ein ungewohntes Umfeld. Alles kennenzulernen und die Mannschaft zu formen, die auch in einem Umbruch steckte, hat viel Energie gekostet. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Team ist eine tolle Truppe und man hat viel zurückbekommen – aber jetzt ist es schön und auch wichtig, wieder Kraft zu tanken.

Sie haben damals bei Ihrer Verpflichtung gesagt, der Wechsel zum Ludwigsfelder HC sei auch für Sie als Trainer der nächste Schritt in Ihrer Laufbahn. War die Entscheidung richtig?

Jantzen: Ja, sie war mit hundertprozentiger Sicherheit richtig. Es ging ja auch darum, neue, lohnenswerte Erfahrungen zu machen und die habe ich gemacht. Ich habe genau diese neue Herausforderung gesucht und auch gefunden: Ich konnte mitgestalten, musste neue Lösungen finden in ungewohnten Situationen und eine Mannschaft formen.

Trotzdem läuft nie alles perfekt: Würden Sie im Nachhinein Dinge anders machen?

Jantzen: Natürlich würde ich Dinge anders machen.

Welche?

Jantzen: Ich würde mit einem kleineren Kader arbeiten: Durch den großen Spielerkreis – anfangs waren es 19 Akteure – ist die interne Kommunikation zu kurz gekommen, ich konnte gar nicht mit allen genug sprechen. Ich hätte einigen beispielsweise spieltechnisch gerne mehr mit auf den Weg gegeben, aber das ging wegen des Zeitmangels nicht und das macht mich auch selber unzufrieden. Was ich auch anders machen würde ist das Torwarttraining. Das kann man alleine ohne Unterstützung nicht bewältigen, deshalb haben wir uns ja auch für die Zukunft mit einem Torwarttrainer verstärkt. Und dann habe ich die Dauer des Prozesses unterschätzt, der nötig ist, um eine personell stark veränderte Mannschaft zu einer Einheit zu formen. Da würde ich mehr Zeit und mehr Geduld einplanen.

Was waren die schönsten Momente während der vergangenen Spielzeit?

Jantzen: Davon gab es viele, beispielsweise, wenn die Mannschaft gut gespielt und das umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen haben. Sehr schön war das Final Four im Landespokal, obwohl wir im Endspiel verloren haben. Man hat aber gesehen, das wir auf dem richtigen Weg sind und was möglich ist, wenn wir unser Potenzial ausschöpfen. Auch die Siegesserie in der Rückrunde war ein sehr schöner Prozess.

Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen. Wird es Veränderungen im Kader geben?

Jantzen: Minimale. Steven Klante wird uns verlassen, aus beruflichen Gründen. Konrad John wird versuchen, bei einem anderen Verein mehr Spielpraxis zu sammeln. Wir planen aus beruflichen Gründen erst einmal ohne Marek Krischak. Im Gegenzug haben wir Philipp Höhna vom TSV Rudow als Verstärkung für den Rückraum verpflichtet. Derzeit führen wir Gespräche mit Linkshändern. Wenn wir einen der Kandidaten verpflichtet haben, sollten die Personalplanungen abgeschlossen sein. Dann ist der Kader auch kleiner als in der Vorsaison und ich kann intensiver mit den Spielern arbeiten.
Interview: Lars Sittig

Von Lars Sittig

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