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Packender Heimspielsaisonstart in Trebbin

SC Trebbin/Handball Packender Heimspielsaisonstart in Trebbin

24:24 hieß es am Ende des ersten Heimspiels in dieser Saison der Trebbiner Verbandsligahandballer. Sie hatten den MBSV Belzig zu Gast. Zwischen beiden Teams entwickelte sich ein Handballkrimi.

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Torsten Wagner rettete den Trebbinern das Unentschieden zur Heimpremiere.

Quelle: Frank Neßler

Trebbin. Die Handballmänner des SC Trebbin haben nach dem 31:31 zum Auftakt in Falkensee auch im zweiten Spiel der neuen Verbandsligasaison die Punkte teilen müssen. Am ersten Oktobersamstag rettete Topscorer Torsten Wagner mit der Schlusssirene ein 24:24 gegen den MBSV Belzig, nachdem die Clauertstädter zuvor mehrere Chancen auf einen kleinen Vorsprung nicht nutzen konnten. Die SC-Kreisligareserve unterlag derweil dem SV Motor Babelsberg II mit 22:25, während die Kreisligafrauen gegen den HSC Potsdam II (9:21) ihr Potenzial nicht ausschöpften.

Gäste überraschen in Trebbin

Bereits zu Beginn der Partie überraschten die Gäste aus dem Heilbad die Hausherren mit einer sehr offensiven 4:2-Abwehrvariante. Die Trebbiner, bei denen Torhüter Jan-Philipp Hilbert wegen einer Verletzung ausfiel, gerieten schnell ins Hintertreffen (2:5), kämpften sich aber Mitte der ersten Hälfte in einer defensiv ausgerichteten Partie wieder heran. Ersatztorhüter Sven Keck hinterließ das SC-Tor ein ums andere Mal verwaist und verstärkte so den durch die Manndeckungen dezimierten Rückraum, um eine Überzahl zu schaffen. Allerdings sollte die Gastgebersieben einige Chancen recht fahrlässig vergeben, weswegen die klug ausspielenden Gäste zur Halbzeit mit 12:10 in Führung gingen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte sich die Abwehrschlacht fort. Den Teams gelang es nur selten, ihr Tempospiel aufzuziehen. Erst in der 42. Minute gingen die Trebbiner zum ersten Mal in Führung (17:16), nachdem der MBSV zuvor mit einigen technischen Problemen zu kämpfen hatte. Nach einer Dreiviertelstunde erhöhten die Clauertstädter ihre Führung auf zwei Treffer, verpassten allerdings in der Folge bei verworfenen Siebenmetern und leichtfertigen Würfen die Chance, den Vorsprung zu vergrößern. Als die Belziger dann noch das leere Trebbiner Tor trafen und abermals in Front gingen (20:19), war die Chance auf eine Vorentscheidung vertan.

Packende Schlussphase einer Abwehrschlacht

In den letzten Spielminuten entwickelte sich dann in einer niveauärmeren Verbandsligapartie ein wahrer Handballkrimi: Zwar hielt der eigentliche Angriffsspieler und Neuzugang Matthias Frank zunächst einen Siebenmeter, allerdings legten die Gäste mit dem verwandelten Nachwurf abermals vor. Eine Zeitstrafe wegen Meckerns gegen SC-Rückraumspieler Benjamin Stollin vier Minuten vor dem Ende kam zwar zur Unzeit, blieb aber von den MBSV-Angreifern ungenutzt. Beide Abwehrreihen hielten ihre intensive Deckungsarbeit aufrecht, insbesondere am Bad Belziger Keeper Tilmann Hartisch scheiterten die SC-Angreifer nun reihenweise. Ein vergebener SC-Siebenmeter beim Stand von 23:23 sechzig Sekunden vor dem Ende eröffnete den Gästen nach dem Auftakterfolg gegen Neuruppin die Chance auf einen Auswärtssieg.

Rote Karte für SC-Außen David Müller

Dann wurde es vogelwild: Zunächst blockte die Trebbiner Abwehr einen Wurfversuch der MBSV-Angreifer, ehe ihr eigener Angriff in einem technischen Fehler mündete. Daraufhin hinderte SC-Außen David Müller den ballführenden Bad Belziger innerhalb der letzten dreißig Sekunden am Gegenstoß-Pass und wurde so Opfer der neuen Regel, die neben einer roten Karte für Müller auch einen Siebenmeter für das Team des gehinderten Spielers vorsieht. Nachdem Maik Fricke jenen verwandelt hatte, blieben den Clauertstädtern noch elf Sekunden Spielzeit. Die Gästeabwehr sah nach einem abgeblockten Wurfversuch schon wie der sichere Sieger aus, ehe sich Rückraumspieler Torsten Wagner (7 Tore) ein Herz fasste und aus reichlicher Entfernung zur Neunmeterlinie den Ball mit der Schlusssirene im MBSV-Tor versenkte. „Trotzdem sind wir enttäuscht“, gab SC-Kreisläufer Silvio Kahle nach der zweiten Punkteteilung in ihrem zweiten Spiel preis, „wir haben unsere Chancen heute nicht genutzt.“

Das Unentschieden stellt aber ein zum Spielverlauf passendes Ergebnis dar.

Von Fabian Stollin

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