Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Premiere beim Velothon

Erstes Radrennen Premiere beim Velothon

Richard Bernhardt hat beim Garmin Velothon seine erstes Radrennen bestritten. Gestartet war der 70-Jährige für ein Radteam, das in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist.

Voriger Artikel
Runde für Runde durch die Luckenwalder City unter dem Beifall der Zuschauer
Nächster Artikel
Drei Titel für Iris Manthee (LLG Luckenwalde)

Freie Fahrt für Radfahrer: Das Jedermann-Rennen des Garmin Velothon führte erneut über die für den Autoverkehr einseitig gesperrte B101.

Quelle: FOTO: LARS SITTIG

Ludwigsfelde . Er hat den Entschluss nicht bereut, ganz im Gegenteil, als er die Hatz über den Asphalt beendet hatte, war Richard Bernhardt voll des Lobes. „Man hat mich ein bisschen überredet mitzufahren, soviel Gedränge und Stress wollte ich eigentlich gar nicht, aber ich muss sagen: Es war ein tolles Erlebnis, es hat viel Spaß gemacht“, sagt Bernhardt. Der Ludwigsfelder hatte am Sonntag mit dem Start beim 120-Kilometer-Jedermannrennen des Garmin Velothon eine Premiere gefeiert: Der 70-Jährige bestritt sein erstes Radrennen überhaupt.

Bei dem Massenspektakel, zu dem auch ein separates Profiradrennen gehörte, waren mehr als 9000 Fahrer in den Sattel gestiegen. Die Strecke des 120-Kilometer-Rennens führte erneut durch den Norden des Landkreises Teltow-Fläming und Ludwigsfelde, auch die Starter des Profi-Wettbewerbes rasten am frühen Nachmittag durch die Autobauerstadt und den Altkreis Zossen.

„Es gab viel Beeindruckendes, zum Beispiel die Atmosphäre beim Start“, befand Bernhardt als die 120 Kilometer hinter ihm lagen, „schöne Stellen und die Begeisterung an der Strecke, aber das absolute Highlight war, als Ludwigsfelder durch Ludwigsfelde zu fahren. Es war auch schön, mal auf freier Straße ohne Autoverkehr zu fahren.“ Kurios: In Berlin hatte Bernhardt einen Blitzer ausgemacht, der ständig in Betrieb war – vermutlich, weil die Radfahrer auf der für das Rennen freigesperrten Strecke bei roter Ampel eine Kreuzung passierten.

Nach dem Start in Berlin in mehreren Blöcken fuhren die Jedermann-Teilnehmer durch die Außenbezirke Berlins, dann führte die Strecke über Kleinmachnow, Stahnsdorf, Güterfelde, Neubeeren, Sputendorf und Schenkenhorst nach Ludwigsfelde. Zurück nach Berlin rollte die kilometerlange Fahrerschlange über die vom Autoverkehr gesperrte B101. Er sei gut durchgekommen, sagt Bernhardt, der schließlich nach drei Stunden und 25 Minuten das Ziel erreichte. Im Gesamtklassement belegte er Platz 2222, in der Altersklassenwertung am Ende Rang elf. Das Profirennen gewann Ramon Sinkeldam aus den Niederlanden. Der Sprinter aus dem deutschen Giant-Alpecin-Team setzte sich nach 174,7 Kilometern auf der Straße des 17. Juni im Massensprint vor dem Vorjahreszweiten und großen Favoriten Sam Bennett (Irland) und Zico Waeytens (Belgien) durch.

Wie Velothon-Debütant Bernhardt, der mit dem Team Ludwigsfelde ins Rennen ging, traten am Sonntag auch viele andere Radfahrer aus der Region in die Pedale. Das Team aus der Autobauerstadt, das 2012 zum ersten beim Velothon startete, ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Damals, vor drei Jahren, stiegen acht Fahrer in den Sattel, in diesem Jahr entschieden sich 22 für einen Start beim XXL-Radrennen. Bernhardt, der pro Jahr zwischen 6000 und 7000 Kilometer zurücklegt, stieß im vergangenen Jahr zum Ludwigsfelder Ensemble. Einer der Gründe war, dass es mehr Spaß mache, „in der Gruppe Rad zu fahren“. Mit dem Sport um Speichen und Pedalen begonnen hatte er 2009, zuvor spielte er bis 1971 Handball und seitdem Volleyball. Folgt nach der Premiere im Sattel nun die Fortsetzung? „Das muss man dann entscheiden, wenn es soweit ist“, meint Bernhardt, „aber man soll nie Nie sagen.“

Von Lars Sittig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.