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Rangsdorf gehört nun zum Stützpunktnetz

Zertifikat des Landesverbandes Rangsdorf gehört nun zum Stützpunktnetz

Der SV Lok Rangsdorf bekommt vom Landesverband das Ernennungszertifikat als „Landesstützpunkt Handball weiblich“. Wenig später gibt es für den Verein erneut Grund, sich zu freuen.

Rangsdorf. Vom neuen Status wird in Zukunft auch ein Schild zeugen, „Landesstützpunkt Handball weiblich“ ist darauf in schwarzen Buchstaben in Metall gemeißelt. „Das ist natürlich schon etwas Besonderes“, sagt Ulf Rosadzinski (46), Co-Trainer der weiblichen B-Jugend. Der feierliche Akt mit der Übergabe des Ernennungszertifikates wurde am Sonnabend in der Erwin-Benke-Sporthalle vollzogen: Der SV Lok gehört nun zum Stützpunkt-Geflecht des Landes Brandenburg. Kurz darauf siegte die erste Frauenmannschaft des Vereins in der Brandenburgliga gegen den TSV Germania Massen mit 28:25 (15:11).

Traditionsreicher hätte der Ort in Sachen Frauenhandball kaum gewählt werden können: Der SVL kann auf eine glorreiche Historie zurückblicken. „Die Qualität des Trainings wird sich erhöhen“, sagt Rosadzinski, „der Spielraum ist größer geworden. Es können auch beispielsweise mal andere Stützpunkttrainer Übungseinheiten übernehmen.“ In Zukunft soll es Stützpunkt-Training geben, eventuell auch für Spielerinnen anderer Vereine in der Region.

Mit Rangsdorf verfügt die Dahme-Fläming-Region nun über einen zweiten Stützpunkt – im vergangenen Herbst war auch Wildau in den erlauchten Kreis aufgestiegen. Auch im Norden des Nachbarkreises hatte man vorher schon seit Jahren exzellente Jugendarbeit geleistet. Unter der Trainingsausbildung von Sven Brade schaffte unter anderem der ehemalige HSV-Spieler Fynn-Ole Fritz den Sprung in den Bundesligakader der Reinickendorfer Füchse. „Dort hat Fynn-Ole regelmäßig Einsätze in der 1. Bundesliga, in Katar wurde er sogar mit den Füchsen im September Klub-Weltmeister“, freut sich Brade für seinen ehemaligen Schützling. Auch der Rangsdorfer Talentschuppen hat beispielsweise mit Tobias Reichmann (er spielt gerade mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft) und Christine Beier (Ex-Nationalspielerin, derzeit beim Bundesligisten Spreefüxxe Berlin) Stars hervorgebracht. Rosadzinski: „Es wäre natürlich schön, wenn jemand in Christines Spuren treten könnte, aber eines unserer Hauptziele ist es auch, unsere Frauenmannschaft zu stärken.“

Das erste Damen-Team des SVL hatte mit Germania Massen einen Gegner aus dem Mittelfeld der Tabelle zu Gast. Angefeuert von den Fans und zahlreichen Mädels der B-Jugend gelang Rangsdorf ein guter Start. Bis zur Halbzeitpause gelang es, eine Vier-Tore-Führung zu erkämpfen.

Mit wieder aufgetankten Akkus kehrten sie nach der Pause aufs Parkett zurück. Mit einem Zwischenspurt wollte der SVL eine Vorentscheidung treffen. Der Druck aufs gegnerische Tor wurde erhöht – es gelang auch, sich auf 20:14 abzusetzen. „Wieder durchlebten wir dann aber eine Phase, in der die Konzentration nachließ und wir in der Deckung einen Schritt zu langsam waren. So kassierten wir einige unnötigen Gegentore, die das Polster auf 3 Tore schmelzen ließen“, monierte Torhüterin Annett Mai. Am Ende aber gelang der zweite Sieg im zweiten Spiel des neuen Jahres. „Um die Serie fortzusetzen, müssen wir kommenden Sonntag über die ganzen 60 Minuten unser Können zeigen“, sagt Trainerin Serena Klucke, „wir leisten uns nach wie vor zu viele schwache Phasen. Bei konstanterer, insbesondere konzentrierterer Leistung hätte der Sieg deutlich höher ausfallen können.“

Am kommenden Sonntag steht in der Benke-Halle das nächste Highlight auf dem Programm: Der SV Lok empfängt die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst zum Derby (Start: 16 Uhr).

Von Lars Sittig

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