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Rettungssportler trauern um Trainer

Abschied von Luckenwalder Sportlegende Rettungssportler trauern um Trainer

Klaus Müller, der Mann, der in den zurückliegenden Jahrzehnten unzähligen Luckenwaldern das Einmaleins des Schwimmens vermittelte, ist tot. Er wurde am Freitag in Luckenwalde beerdigt. Die Rettungssportler der Kreisstadt trauern um einen langjährigen Trainer und Freund.

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Für sein Lebenswerk wurde Klaus Müller 2013 mit der „Ehrenmedaille für Verdienste um den Sport in der Stadt Luckenwalde“ ausgezeichnet. Es war nicht die einzige Ehrung für den Rettungssportler.

Quelle: Foto: Frank Nessler

Luckenwalde. Abschied nehmen hieß es am Freitag von einem, der in den zurückliegenden Jahrzehnten unzähligen Mädchen und Jungen in Luckenwalde das Schwimmen beigebracht hat. Klaus Müller ist tot. Er starb am 30. Dezember 2015. Am gestrigen Freitag wurde er auf dem Friedhof am Baruther Tor in Luckenwalde beigesetzt.

Bekannt und beliebt war Müller besonders durch seine langjährige Tätigkeit bei den Rettungsschwimmern der Kreisstadt. Groß ist deshalb die Trauer in seinem Heimatverein. „Der DLRG Stadtverband Luckenwalde trauert um sein Ehrenmitglied Klaus Müller“, heißt es in einem Nachruf des Vereins. „Tiefbewegt haben die Mitglieder der DLRG vom Tod ihres langjährigen Mitgliedes am 30. Dezember 2015 erfahren. Mit Klaus Müller verliert die DLRG in Luckenwalde sowie der Sport in seiner Heimatstadt einen stets einsatzbereiten Übungsleiter und Trainer, anerkannten Kampf- und Schiedsrichter sowie vorbildlichen Kameraden.“

Der 1933 in Breslau geborene Müller kam 1949 als Jugendlicher nach Luckenwalde. Er spielte in der Kreisstadt zunächst Handball, aber auch Faustball, er turnte und startete als Leichtathlet. 1956 begann Müller als Sportlehrer in Luckenwalde zu arbeiten, ein Jahr später wurde er Rettungsschwimmer. Es sollte die große sportliche Liebe seines Lebens werden. Bei vielen Veranstaltungen war er als Betreuer, Trainer, Kampf -und Schiedsrichter präsent. Klaus Müller vermittelte tausenden Kindern und Erwachsenen in Luckenwalde das Einmaleins des Schwimmens und versuchte sie für den Rettungssport zu begeistern. Erst mit 80 Jahren hörte er auf eigenen Wunsch auf, als Trainer zu arbeiten. Sportlich aktiv ist er weiterhin gewesen. Oft war er mit dem Fahrrad unterwegs oder er zog seine Bahnen in der Fläming-Therme.

Bleibende Verdienste errang sich Müller bei der Aus- und Fortbildung von Rettungsschwimmern, als Sanitätsausbilder und als Ausbilder für das DLRG-Kindergartenprojekt. Für seine Verdienste um den Rettungssport wurde er mit hohen Auszeichnungen geehrt. So erhielt er als erster Brandenburger die höchste Auszeichnung der DLRG, das „Verdienstabzeichen in Gold mit Brillant“.

In einem MAZ-Interview antwortete er einmal auf die Frage: Welches Erlebnis aus seinem langen Sportlerleben er besonders hervorheben würde: „Ich habe alles sehr gern gemacht. Besonders hervorheben kann ich eigentlich gar nichts. Ich war immer in der Spitze mit drin, habe immer Verantwortung getragen. Schon in der DDR habe ich Leichtathletik-Wettbewerbe bei Kinder- und Jugendspartakiaden organisiert.“

„Wir werden seine Menschlichkeit und seine freundliche Art sehr vermissen. Unser Mitgefühl und unsere tiefe Trauer teilen wir mit seiner Familie. Die Sportlerinnen und Sportler der DLRG Luckenwalde werden Klaus Müller stets ein ehrendes Angedenken bereiten“, heißt es im Nachruf des Stadtverbandes.

Von Frank Neßler

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