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Samstagskrimi mit Happy End

Handball-Oberliga Samstagskrimi mit Happy End

Der Ludwigsfelder HC gewinnt im ersten Spiel nach der Weihnachtspause in der Handball-Oberliga gegen Altlandsberg – dabei hatte das Team lange Zeit zurückgelegen. Am Ende half dem LHC eine Grundtugend im Sport zum Sieg.

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Heimerfolg: Fans und Team des Ludwigsfelder HC feiern den Sieg gegen den MTV Altlandsberg.


Quelle: foto: lars sittig

Ludwigsfelde. Die letzten Minuten verbrachten sie in einem ruhelosen Zustand, mal stehend, dann wieder unruhig sitzend, die Anspannung entlud sich schließlich in einer Art Jubelschlusssprung von der Reservebank mit geballten Fäusten. Durch die Stadtsporthalle schepperte der Klassiker „Oh wie ist das schön“, der die Stimmungslage sehr schön wiedergab, denn gerade hatte der Ludwigsfelder HC den MTV Altlandsberg in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree mit 28:25 (15:16) niedergerungen. „Wenn man aus der Weihnachtspause kommt, ist oft noch ein bisschen Sand im Getriebe. Es war kein Leckerbissen, was die Handball-Ästhetik betrifft“, befand LHC-Trainer Michael Jantzen, „aber auf den Kampf war wieder Verlass.“

Der Club hatte im ersten Spiel des Jahres 2016 gegen den MTV – vor der Partie Tabellennachbar – wieder einmal beste Unterhaltung am frühen Samstagabend geboten, und für den Ludwigsfelder Anhang hatte der Samstagskrimi ein Happy End. Ludwigsfelde war lange Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen, konnte aber am Ende den Sieg sichern. „Die Bank war ausschlaggebend für den Erfolg“, sagt Jantzen, „wir konnten besser wechseln und noch etwas zusetzen.“ Erneut war es dem Team gelungen, trotz Schwankungen – in der ersten Hälfte geriet der LHC nach einer 7:4-Führung mit 7:9 in Rückstand – am Ende den Sieg zu erkämpfen, wie ein Rennwagen, der einen Wackelkontakt am Gaspedal hat, auf der Zielgeraden aber nach einem Boxenstopp rechtzeitig wieder funktioniert.

In der zweiten Spielhälfte führte Altlandsberg über weite Strecken mit einem oder zwei Toren Vorsprung (21:19, 40. Minute, 22:20, 44.), in der 56. Minute konnte der LHC dann die erste (seit langer Zeit erkämpfe) Führung noch zum 28:25-Endstand ausbauen. „Wir haben gut begonnen, dann aber den Gegner wieder stark gemacht. Wir haben nicht mehr für die richtigen Spielzüge gespielt, auch die Anspiele an den Kreis waren nicht gut“, moniert Jantzen.

Zu Einsatzminuten beim LHC kam auch Konrad John (Position halb links), der im Sommer vom TSV Rudow in die Autobauerstadt gewechselt war, aber erst einen Kreuzbandriss auskurieren musste. „Er hat sich rangekämpft“, sagt Jantzen. Die Verletzung hatte sich der 27-Jährige ausgerechnet beim Gastspiel des TSV Rudow in der Stadtsporthalle in der vergangenen Saison zugezogen. Bereits im Landespokal und im letzten Spiel des vergangenen Jahres gegen Fortuna Neubrandenburg war John zum Einsatz gekommen.

Durch den Sieg hat sich der Club für längere Zeit vom eigenen Publikum verabschiedet (das nächste Heimspiel bestreitet der LHC am 20. Februar gegen den BFC Preussen) und den vierten Platz in der Oberliga gefestigt: Der Vorsprung auf den Tabellenfünften, derzeit der SV 63 Brandenburg-West, beträgt jetzt drei Zähler. Eine Platzierung, die Jantzen auch bis zum Ende der Saison gerne verteidigen würde. „Wir wollen mindestens Platz vier halten“, sagt der Coach, „und die Mannschaften vor uns noch ein bisschen ärgern.“

Von Lars Sittig

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