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Selbstläufer bei tropischer Hitze

Triathlon Selbstläufer bei tropischer Hitze

Die Jubiläumsauflage des Kallinchen-Triathlons wird wieder zu einem großen Gemeinschaftsprojekt. Auch viele Athleten aus der Region waren am Start.

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„Nur zuschauen zu können, fällt natürlich schwer“

Heißes Pflaster: Räder rollen durch den Ortskern.

Kallinchen. Die Rückschau hatten sie auf Schautafeln präsentiert, wenige Meter von der Laufstrecke entfernt, dort, wo beim Kallinchen-Triathlon den tropischen Temperaturen Meter um Meter abgerungen wurde. Nicht ohne Stolz wurde bei den Organisatoren bei einem Rückblick auf die inzwischen 25. Auflage des Wettkampfes verwiesen, „der seit 1989, also vor der deutschen Wiedervereinigung, mit Lücken bis heute ausgetragen wurde. Starteten zur Premiere noch circa 70 Teilnehmer zum Ausdauerdreikampf, so werden dieses Jahr circa 700 Sportler/innen aus Berlin, Brandenburg und von weiter her erwartet.“

Erneut hatte Kallinchen am Sonntag einen der größten Wettkämpfe in der Dahme-Fläming-Region gestemmt, wieder hatte man in einer Gemeinschaftsaktion vieler Vereine und Helfer für einen reibungslosen Ablauf des mehrstündigen Wettkampfes gesorgt, bei dem am Ende rund 750 Athleten antraten. Verantwortlich zeichneten erneut die vier Vereine Heimatverein Kallinchen, AKK Birkenheide, Triathlongemeinschaft Sisu Berlin und Ausdauerfreunde für die Veranstaltung, die von vielen Händen getragen wurde. „Hier machen alle mit“, lobte Torsten Jentsch von den Ausdauerfreunden, „die Leute sind regelrecht frustriert, wenn sie nicht helfen können. Der Wettkampf ist seit langem ausgebucht, das ist ein Selbstläufer.“ Das Resultat: Wieder hatte man einen hochprofessionellen Wettkampf aus dem märkischen Boden gestampft.

Start und Zielbereich inklusive der gewaltigen Wechselzone befanden sich erneut im Strandbad Kallinchen. Geschwommen wurde im Motzener See, die Radstrecke verlief auf einer Landstraßenrunde rund um den See und gelaufen wurde schließlich in Kallinchen auf Nebenstraßen. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde auf mehreren Strecken vom Kindertriathlon bis hinauf zur „olympischen“ Distanz (1500 m Schwimmen, 39 km Radfahren und 10 km Laufen) geschwitzt. Sieger auf der längsten Strecke wurde Christian Hoffmann vom BSV Friesen-Berlin Man Team, zu den Finishern dieses Rennens gehörten beispielsweise auch die Lokalmatadoren Steffen Grüneberg (RSC Großbeeren 05 /M40, 2:36:47) und Peter Wanke (Mahlow/M30 , 2:37:43).

Ohnehin gingen viele Starter aus dem Altkreis Zossen ins Rennen, im Supersprint erkämpfte beispielsweise Sebastian Rösch (MSV Zossen) Rang 24. In den Altersklassenwertungen schaffte so manch ein Athlet aus der Region den Sprung auf das Siegerpodest.

In den Starterlisten fand sich eine bunte Mischung aus Einheimischen und Gästen: „Die am weitesten angereisten Teilnehmer kamen aus Niedersachsen, Sachsen, Baden-Württemberg und Hessen“, berichtet Marion Schmelzer vom Organisationsteam, „weiterhin hatten wir Starter aus Kallinchen, Töpchin und Motzen. Die am Motzener See bekannten Vereine AKK Birkenheide und Märchenwiese waren ebenfalls am Start. Auch aus der näheren Umgebung wie Zossen, Mittenwalde, Königs Wusterhausen, Rangsdorf und aus der gesamten Region gab es Teilnehmer.“

Auch in der Triathlonszene genießt der Wettkampf nach wie vor einen hervorragenden Ruf und war bereits seit Monaten ausgebucht. Kein Wunder bei so viel lokalem Engagement, an den Strecken harrten Posten geduldig in der Hitze aus.

Die Feuerwehr war ebenfalls wieder mit von der Partie. Zur Sicherung und als Helfer an den Strecken. „Wir sind schon seit den Anfangsjahren dabei“, sagte ein Feuerwehrmann, „der Triathlon gehört einfach zu Kallinchen.“

Von Lars Sittig

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