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Silber nach Zielfoto-Entscheid

Leichtathletik Silber nach Zielfoto-Entscheid

Conrad Kieselberger vom Mahlower SV wird Zweiter bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften. Auch andere Athleten aus dem Altkreis Zossen waren am Start.

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Conrad Kieselberger (Nummer 129) lief bei der Deutschen Meisterschaft zu Silber.

Quelle: fotos: privat (3)

Mahlow. Das Glücksgefühl hält immer noch an, auch wenn inzwischen etwas Zeit vergangenen ist. „Die Freude ist immer noch groß“, sagt Conrad Kieselberger, „auf der Rückfahrt und zu Hause sind dann die Aufregung und Anspannung abgefallen. Es dauert ein bisschen, bis man das alles realisiert hat.“

Das alles: Am Sonnabend war der 17-jährige Leichtathlet des Mahlower SV bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend in Mönchengladbach Vizemeister über 400 m geworden. Auch bei seinem Verein war der Jubel riesig, kein Wunder bei der historischen Dimension des Erfolges. „Das ist die beste Platzierung in der Geschichte der Leichtathletik-Abteilung des MSV“, sagt Trainer Ingo Krieger.

Bei seinem Vorlauf am Freitag hatte Conrad Kieselberger in seinem Rennen in der Zeit von 49,95 Sekunden gesiegt und sich direkt für das Finale am Sonnabend qualifiziert. In Absprache mit seinem Heimtrainer (Ingo Krieger) und dem Bundestrainer (Georg Schmidt) verzichtete er auf einen weiteren Start über seine eigentliche Paradedisziplin (800 m), um Kräfte zu sparen. Im Finale setzte Kieselberger alle Vorgaben um und konnte sich mit einem starken Schlussspurt zeitgleich mit Yannic Voss (TSV Gomaringen) den Vizemeistertitel sichern. Wegen des sehr engen Einlaufes musste das Zielfoto entscheiden.

In Nordrhein-Westfalen waren mehrere Athleten aus dem Landkreis Teltow-Fläming gestartet. Isabell Heisig (ehemals MTV Wünsdorf) sicherte sich den vierten Platz im Speerwurf (wu18 , 46,84 m, 14  cm an Bronze vorbei). Paul Hensel (ehemals LC Jüterbog) erkämpfte den zweiten Platz in der 4 x 100 -Meter-Staffel der Altersklasse mu20. Beide Athleten trainieren jetzt beim SC Potsdam und an der Sportschule.

Der RSV Mellensee war ebenfalls in Mönchengladbach vertreten. Über die 400-Meter-Distanz konnte Julius Affeldt (15) nicht an seine Bestzeit anknüpfen, er verpasste das anvisierte B-Finale knapp. Auch eine neu formierte 4x100- Meter-Staffel war an den Start gegangen. Trainer Frank Henschel: „Platz 14 mit neuer Bestzeit von 44,18 s ist unter diesen Umständen zufriedenstellend. Damit sind wir Brandenburgs schnellste Jungenstaffel.“ Den zweiten Einzelstart für den RSV absolvierte Max Peter Krumhoff (17) über 100 m – er war mit einer starken Meldezeit (11,09 s) angereist. Bei seiner allerersten großen Meisterschaft erkämpfte er Platz 34 von 45 Startern. „Damit können wir beide nicht zufrieden sein. Auch bei ihm fehlte die Erfahrung in Einzelläufen, denn bei der Staffel war er als Schlussläufer noch ganz stark“, sagt Henschel.

Bereits eine Woche zuvor war Christin Beier (20) vom Mahlower SV bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft der U 23 in Bochum-Wattenscheid angetreten. Sie vertrat ihren Verein auf zwei Distanzen (100 m und 200 m). Als einzige Brandenburgerin in der 100- Meter-Konkurrenz belegte sie in ihrem Zeitlauf Platz fünf mit einer Zeit von 12,30 Sekunden und verpasste nur knapp den Zwischenlauf. Über die 200-Meter-Strecke beendete die Mahlowerin ihren Vorlauf in einer Zeit von 25,15 Sekunden und verfehlte auch hier um nur ein paar Hundertstel den Einzug ins B-Finale. Beim MSV haben sie trotz des großen Erfolges noch einiges vor. „Wir wollen den Leistungssport weiter ausbauen und suchen Finanzierungsmöglichkeiten für eine Leichtathletikhalle in der Region“, sagt Krieger, der seit 2011 beim MSV ist und seit 2012 als sportlicher Leiter der Leichtathletik-Abteilung vorsteht. Für seinen Schützling Kieselberger hält Krieger einen Start bei den Europameisterschaften 2018 in der Hauptklasse für möglich. Für den neuen deutschen Vizemeister, der in Kürze erst einmal Urlaub macht, ist die Sommersaison so gut wie beendet. Die Ziele für die Zukunft? „Ich würde gerne verletzungsfrei durch die Hallensaison kommen“, sagt er, „im kommenden Jahr würde ich gerne gute Zeiten laufen. Über Platzierungen habe ich noch nicht nachgedacht.“

Von Lars Sittig

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