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Spitzensportler auf Waldwegen

Leichtathletik, Crosslauf-Landesmeisterschaft Spitzensportler auf Waldwegen

Die Crosslauf-Landesmeisterschaften werden am Sonnabend in Luckenwalde ausgetragen. Eine anspruchsvolle Strecke in den Hügeln hinter dem Seelenbinder-Stadion wartet auf die Sportler.

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Wie bei der Luckenwalder Crosslaufserie wird am Sonnabend beim Landescross den Teilnehmern in den Hügeln hinter dem Werner- Seelenbinder-Stadion einiges abverlangt.

Quelle: Foto: Frank Nessler

Luckenwalde. Ein sportlicher Leckerbissen jagt derzeit in Luckenwalde den nächsten. Nach der gelungenen Radcrossveranstaltung am vergangenen Wochenende steht ein weiteres großen Event in der Sportstadt auf dem Programm. Während seit rund 30 Jahren die Luckenwalder Crosslaufserie zu den beliebtesten Veranstaltungen in der Region gehört, die vor allem dem Breitensport und der Spitze aus Berlin und Brandenburg vorbehalten ist, nutzen am Samstag leistungsorientierte Laufasse aus der Mark die Gelegenheit, beim Landescross in den Hügeln hinter dem Werner-Seelenbinder-Stadion Kraft zu tanken für höhere Aufgaben in der Leichtathletik. Aus Berlin und Brandenburg haben fast 800 Läuferinnen und Läufer gemeldet.

Ab 10.30 Uhr bis gegen 14.30 Uhr starten die Sportler im Viertelstundentakt in ihren Altersklassen in den Hügeln hinter dem Seelenbinder-Stadion. Der 1,1 Kilometer-Rundkurs im Wald, durch eine Steigung am Anfang und kurz vor Schluss mit einer Grube erschwert, beginnt hinter dem Friedhofsausgang, berührt die Felgentreuer Straße am Rande und biegt an der Ostgrenze der Häuser am Frankenfelder Berg wieder zurück. Die kleine Sandgrube im Waldstück bei den Tennisplätzen dürfte für so manche kraftraubende Vorentscheidung sorgen, ehe bei den Tennisplätzen selbst die Platzierungskämpfe bei den älteren Altersklassen, die mehrere Runden zu absolvieren haben, und mit Sicherheit zahlreiche spannende Endspurts auf hohem Niveau zu erleben sein.

Die Gastgeber von der Lauf- und Leichtathletikgemeinschaft (LLG) Luckenwalde nutzen die Gelegenheit, vornehmlich in den jüngeren Nachwuchsjahrgängen besonders sportbegeisterte Kinder und Jugendliche in diese besonderen Wettkämpfe zu schicken. Insgesamt 23 Teilnehmer stellt die LLG, die mit gleich mehreren Teams im Alter von acht bis 15 Jahren antritt. Die jüngsten Mädchen und Jungen um Thea Lengefeld und Justus Abicht machen den Anfang. Junge Teams der unter Zwölfjährigen um Jannes Abicht und etwa Angelina Zengeler stellen sich anschließend der starken Konkurrenz. Aus dem benachbarten Trebbin dürfte in der nächsthöheren Altersklasse Emanuel Schmücker chancenreich sein. Bei den 12/13-jährigen Mädchen möchten schnelle Luckenwalder Mädchen zumindest im Team auch durchaus um die Spitze mitmischen. Rebekka Haschker und Newcomerin „Alex“ Keil müssen allerdings in Top-Form sein, um zum Beispiel das Cottbuser Trio um die derzeit überragende Blanka Dörfel oder auch die Potsdamer Sportschülerinnen in Reichweite zu halten. Verstärkt allerdings durch die Schierz-Schützlinge Ronja Neumann und Alissa Keßler von SSV Jüterbog, die gemeinsam mit den Luckenwalderinnen in einer Startgemeinschaft antreten, könnte dem lokalen Team ein Podiumsplatz winken. Eine gute Rolle spielen könnten aus Sicht der LLG in der Einzelwertung, wenn Fitness und kämpferische Einstellung stimmen, die 14-jährige Tilly Mai sowie Julius Bennin, der mit weiteren Kameraden auch um eine Teamplatzierung kämpft.

Im Erwachsenenbereich hält Marcus Neumann die LLG-Fahne diesmal als einziger hoch, da andere Mitstreiter im Erwachsenenbereich der LLG entweder verhindert oder in die Organisation mit eingebunden sind. Dafür ist die aufkommende Trebbiner Laufgruppe in einigen Altersklassen vertreten.

Wen Lokalkolorit weniger interessiert, der sollte um 13.10 Uhr den Start nicht verpassen, denn dann gehen über die Dreifachrunde eine Reihe von Sportlern auf die Strecke, die man getrost zur deutschen Nachwuchsspitze zählen darf. Die Jüterbogerin Caroline Schenk (SSV) sollte bei ausreichender Fitness berechtigte Chancen auf den Sieg haben, während der Cottbuser Jugend-Vizemeister Arthur Beimler im männlichen Bereich favorisiert ist.

Erst recht gegen 13.40 Uhr. Dann geht regelrecht die Post in den Luckenwalder Hügeln ab und es lohnt sich für die Zuschauer, neben landes-, auch deutschlandweite Spitzenklasse zu sehen. Dafür sorgen schon im Männer- und Frauenbereich die Berliner Stützpunkte um den SCC sowie in Brandenburg ehrgeizige Vereine um die Olympiastützpunkte in Cottbus und Potsdam. Und auch hier findet man mit dem nunmehr für Spandau startenden Studenten Sebastian Schenk einen ehemaligen Jüterboger, der wie seine Schwester allerdings gegen härteste Konkurrenz um Meisterehren kämpfen wird.

Während der Leichtathletikverband Brandenburg die meisterschaftsrelevante Kontrolle der Meisterschaftswettkämpfe übernimmt, sorgt die gastgebende LLG Luckenwalde für einen angenehmen Background mit Musik, Essen und Getränken. Natürlich in der Hoffnung, dass nicht nur die gesamten Sportler, sondern die heimischen Teams von Jung bis Alt am Streckenrand angefeuert werden. Denn das ist das, was Sportler ihre Leistungen in Luckenwalde – ob Ringen, Fußball, Radsport und vieles mehr – einfach besonders schön erleben lässt.

Von Frank Neßler

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