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Standkapazitäten ausgereizt

Jüterboger Schützengilde Standkapazitäten ausgereizt

Das Jüterboger Bürgermeister-Pokalschießen erfreut sich weiter steigender Beliebtheit. Der Wettbewerb erreicht bei seiner elften Auflage Rekordteilnehmerzahlen. Auch die Resultate lassen aufhorchen.

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In guten wie in schlechten Zeiten

Der Oschatzer Andreas Radeck sorgte für die beste Leistung mit dem Ordonnanzgewehr.

Quelle: Privat

Jüterbog. Alle Bahnen auf dem Schießstand Damm waren erstmals ausgebucht. Die elfte Auflage des traditionellen Jüterboger Bürgermeister-Pokalschießens erfreute sich großer Beliebtheit. „Einigen zu spät meldenden Vereinen musste sogar abgesagt werden, da die Standkapazität erreicht war“, so Frank Dombrowski, Schießleiter der Jüterboger Schützengilde. Mit 124 Einzelstarts (62 Gewehr, 62 Kurzwaffe) von Schützen aus 14 Vereinen wurde eine neue Rekordbeteiligung erzielt. Neben Vereinen des Brandenburger Schützenbundes begrüßten die Organisatoren Schießsportler aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern), Oschatz (Sachsen) und Berlin.

Jüterboger Gastgeber verteidigen sieben Titel

Die Jüterboger Gastgeber verteidigten drei Einzel- und vier Mannschaftstitel. Beim klassischen Ordonnanzgewehr-Schießen 20 Schuss liegend und 20 Schuss stehend erzielten die ersten elf Schützen Resultate, die über dem Limit zur Deutschen Meisterschaft lagen. Für fast alle Starter war es einer der letzten Testwettkämpfe in Vorbereitung auf die im September in Hannover stattfindenden Titelkämpfe.

Eine beeindruckende Leistung zeigte der Oschatzer Andreas Radeck. Gleich um 30 auf 350 Ringe steigerte sich der Vorjahressechste und holte sich erstmals den Titel in Jüterbog. Starke 168 Ringe im Stehendanschlag gaben den Ausschlag dafür. Manfred Reichel (SC Schöneiche) verteidigte seinen zweiten Platz von 2015. Mit 337 Ringen hatte er zehn Ringe Vorsprung auf Radecks Mannschaftskollegen Ulrich Findeisen und Titelverteidiger Lutz Tannhäuser. Hinter Winfried Tscheuschner (322) aus Schöneiche kam Jörg Flemming als stärkster Jüterboger (320) auf Platz sechs. Mit einem Ring weniger wurde Dombrowski Siebter. Über eine neue persönliche Wettkampfbestleistung freute sich Helmut Fahlenberg. Der Senior zeigte in beiden Anschlagsarten ausgeglichene Leistungen und erreichte mit 318 Ringen den 8. Platz. Der Luckenwalder Ingo Louvet wurde mit 314 Ringen Zehnter.

Den Wanderpokal sicherten sich die Oschatzer überlegen mit 1004 Ringen vor den Gastgebern (953) und den ringgleichen Schützen aus Schöneiche.

Große Leistungsdichte beim Gewehrschießen

Das größte Gewehrstarterfeld gab es beim Auflageschießen mit offener Visierung. Hier schossen 28 Schützen auf die 100 Meter entfernten Scheiben. Bei sehr großer Leistungsdichte an der Spitze erkämpfte Louvet nach 2013 erneut diesen Titel. Mit 279 Ringen setzte er sich gegen den lange Zeit führenden, ringgleichen Dombrowski durch. Der Luckenwalder hatte jedoch eine Zehn mehr in der letzten Serie erzielt als der Sportleiter der Jüterboger. Manfred Reichel kam mit 278 Ringen auf den 3. Platz. Hans-Joachim Heinze erreichte im Team der Gastgeber mit Platz vier und 276 Ringen eine persönliche Bestleistung. Nachdem sich die Schöneicher in den vergangen zwei Jahren die Mannschaftstrophäe sicherten, waren die Gastgeber diesmal nicht zu schlagen. Sie siegten mit 825 Ringen vor Schöneiche (817), Luckenwalde (773) und Ludwigsfelde (625).

Mit 21 Teilnehmern war das Schießen mit Dioptervisierung so stark besetzt wie nie zuvor. Hier gewann Jürgen-Dieter Rückert mit starken 283 Ringen. Der Potsdamer, der schon 2012 und 2014 in Jüterbog erfolgreich war, siegte vor dem Bötzower Michael Schröter (280) und Georg Homburg (272) vom PSV Olympia Berlin. Louvet musste sich mit einem Ring weniger und Platz vier zufrieden geben. Die Jüterboger (792) gewannen die Teamwertung.

Schöneiche dominiert die Kurzwaffen-Wettbewerbe

In den Kurzwaffen Wettbewerben war Schöneiche nicht zu bezwingen. Im 32 Mann starken Feld mit der 9mm-Pistole siegte Winfried Tscheuschner mit 374 Ringen vor dem Zossener Karl-Heinz Berger (370) und Johannes Breyvogel (363/Schöneiche). Drei Teams aus Schöneiche lagen hier vor Ludwigsfelde. Mit der 45er Pistole siegte Berger (368) vor Ralf Salzmann (363/Schöneiche) und Tscheuschner (359). In ihrem ersten Pistolenwettkampf erzielte Melanie Sander für die Jüterboger 282 Ringe (10. Platz). Auch hier lagen zwei Teams aus Schöneiche an der Spitze. Genauso sah es mit dem Revolver im Kaliber .357 Magnum aus. Tscheuschner holte sich den Einzeltitel mit 371 Ringen vor Berger (359) und Sylvia Strassburg (358/Schöneiche). Eine erfolgreiche Titelverteidigung gab es für den Güstrower Ralf-Peter Laube im Wettbewerb Revolver .44 Magnum. Um neun Zähler verbesserte er seine Vorjahresleistung auf 365 Ringe und setzte sich damit gegen Strassburg (349) und seinen Teamkollegen Willi Deuter (345) durch.

Von Frank Neßler

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