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Stern- und Feierstunden

Einst im Frühling 2015 Stern- und Feierstunden

Es war eine willkommene Mischung aus Stern- und Feierstunden im Vereinsleben: Auch 2015 schaffte wieder so manch ein Team den Sprung in die nächsthöhere Liga. Die MAZ blickt auf mehrere Aufstiege des Jahres im Landkreis Teltow-Fläming zurück, von denen manch einer sogar historische Dimensionen hatte.

Ludwigsfelde. Am Ende der Saison gab es bei so manch einem Verein in diesem Jahr Großes zu feiern: Einigen Teams gelang der Sprung in die nächsthöhere Spielklasse. Die MAZ blickt auf mehrere Aufstiege des Jahres im Landkreis Teltow-Fläming zurück.

FSV 63 Luckenwalde, Fußball, Juni: Lange gab die Mannschaft von Trainer Ingo Nachtigall in der NOFV-Oberliga Nord den Ton an, doch am Saisonende zeigte der Spitzenreiter Nerven. Fünf Niederlagen in acht Spielen hätten das Team fast noch um die Früchte der Arbeit gebracht. Die Luckenwalder mussten Nachsitzen, erst im zweiten Spiel der Relegation, im ersten zogen sie mit 0:1 im heimischen Seelenbinder-Stadion den Kürzeren, wurde durch einen 4:1-Erfolg gegen den SSV Markranstädt der Aufstieg in die Regionalliga auf dem letzten Drücker unter Dach und Fach gebracht. Die Freude darüber war riesig. Der Aufstieg wurde ausgiebig gefeiert. Für die Luckenwalder, die erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in der Regionalliga auf Punktejagd gehen, begann das große Abenteuer. Es weht ein anderer Wind. Nach 18 Punktspielen belegen die Luckenwalder am Jahresende den 16. Tabellenplatz.

Einheit Luckenwalde, Tischtennis, Mai: Ein Traum erfüllte sich für die Tischtennisherren der ersten Mannschaft von Einheit Luckenwalde in diesem Frühjahr. Das Team ist sportlich souverän in die Verbandsliga, die höchste Tischtennisliga des Landes Brandenburg, aufgestiegen. Doch aufgrund von Personalsorgen hing der Gang in die höhere Spielklasse einige Zeit lang am seidenen Faden. Zu einer Tischtennis-Verbandsligamannschaft gehören sechs statt vier Männer. Vereinsintern wurde das Problem gelöst. Die Brüder Florian und Alexander Renn, Nils Hagen, Tobias Spielberg, Sven Gierard und Robert Bewer belegen nach Abschluss der Hinrunde den 7. Tabellenplatz, der am Saisonende zur Teilnahme an den Relegationsspielen berechtigen würde. Auch die zweite Tischtennis-Männermannschaft von Einheit Luckenwalde ist in diesem Jahr aufgestiegen. Sie tritt in der 1. Landesklasse an, ist dort allerdings zurzeit Tabellenneunter.

Blau-Weiß Dahlewitz, Tischtennis, Mai : Eine Extrarunde mussten auch sie drehen, nach dem Relegationsturnier aber stand fest: Der SV Blau-Weiß Dahlewitz hatte sich als Zweiter der 1. Landesklasse Süd die Startberechtigung für die Landesliga erkämpft. Und: Ein besseres Timing war kaum vorstellbar – dem Dahlewitzer Team war der Aufstiegscoup im Jubiläumsjahr gelungen. Die Abteilung Tischtennis des SV Blau-Weiß begeht 2015 ihr 40-jähriges Bestehen. Ebenfalls in diesem Jahr hatte Blau-Weiß einen historischen Erfolg gefeiert: Dahlewitz sicherte sich zum ersten Mal den Landespokal der Herren auf Bereichsebene. Durch den Erfolg erkämpfte sich die Mannschaft auch das Startrecht für die Deutschen Pokalmeisterschaften.

Handballvereinigung Luckenwalde (Frauen), Handball, April: Als souveräner Tabellenzweiter der Brandenburgliga stiegen die Luckenwalder Handballfrauen zusammen mit dem Landesmeister aus Angermünde in die Oberliga Ostsee-Spree auf. So hochklassig spielte eine Frauensieben aus der Kreisstadt noch nie. Durch den Verzicht einiger Kontrahenten auf die Relegation wurde nach drei Jahren Brandenburgligazugehörigkeit der Weg in die höhere Liga für die Luckenwalder Handballerinnen kampflos frei. Für jede einzelne HVL-Spielerin ist der Oberligaaufstieg eine Herausforderung. Als aktuelles Tabellenschlusslicht zahlen die Handballfrauen um Cheftrainer Ralf Granzow jedoch bisher Lehrgeld.

HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (Männer), Handball, April: Erst lange nach dem Abpfiff, nach Mitternacht ging die Aufstiegsparty dann langsam zu Ende. Kein Wunder, die ausgedehnte dritte Halbzeit: Kurz zuvor war die erste Männermannschaft der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst nach einem Heimsieg gegen den HSV Senftenberg (35:22) aus der Handball-Verbandsliga Süd in die Brandenburgliga aufgestiegen. „Es war eine riesige Erleichterung, als das Spiel vorbei war, da war auf einen Schlag der Druck weg”, sagte Steffen Schieke, der Trainer des Teams, das sich durch einen ungefährdeten Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht am letzten Spieltag endgültig den Staffelsieg inklusive Aufstieg sicherte. Mit der Rückkehr in die Brandenburgliga setzte der Club auch den bemerkenswerten Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort und schaffte Historisches: Erstmals treten Frauen und Herren nun gleichzeitig in der Brandenburgliga, der höchsten Spielklasse des Landes an. „Das ist die bisher absolut erfolgreichste Phase des Vereines SG Ahrensdorf und der Handballspielgemeinschaft mit Schenkenhorst”, sagt Hartmut Walter, der Vereinschef, „es gab zwar früher auch erfolgreiche Zeiten, damals als SG Nord-West in den 50er Jahren und später in der Bezirksliga, aber in dieser Breite gab es das noch nicht.” Bereits im vergangenen Jahr war die Frauenmannschaft zum ersten Mal in die höchste Spielklasse des Landes Brandenburg aufgestiegen und hatte damit ebenfalls einen historischen Coup gelandet. Jetzt kehrt die erste Männermannschaft in die Spielklasse zurück, aus der sie 2010 abgestiegen war.

Luckenwalder Volleyballclub (Männer), Volleyball: Eindrucksvoll erkämpften die Männer des Luckenwalder VC den Regionalligaaufstieg. In der höheren Liga kamen sie aber nie an. Aufgrund von sich abzeichneten personellen Schwierigkeiten wurde der LVC-Sechser noch vor dem Punktspielstart in der Regionalliga Nordost zurückgezogen. Das ist schade.


VSV Ludwigsfelde (Männer), Volleyball: Nach dem Saisonfinale, hatten sie für den Aufstieg entschieden, im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit. „Wir wollen in der kommenden Saison in der Landesliga spielen”, sagte Axel Burmeister, der Vorsitzende des Volleyballsportvereins (VSV) Ludwigsfelde zur Weichenstellung des Vereins. Eine Trendwende – noch im vergangenen Jahr hatte sich der VSV trotz der Aufstiegschance für den Verbleib in der Herren-Landesklasse entschieden. Der Grund damals für den Verzicht: Die dünne Personaldecke. Und jetzt? „Wir konnten einige junge Spieler dazugewinnen und haben den Kader vergrößert”, sagte Burmeister. Die Saison in der Landesklasse Nord hatte Ludwigsfelde als Zweiter abgeschlossen: Der punktgleiche Potsdamer VC lag in der Endabrechnung nur hauchdünn vorne, sogar das Satzverhältnis stimmte überein.

In der Landesliga Süd liegt der VSV derzeit auf dem fünften Rang: In zwölf Spielen hat der Aufsteiger 17 Punkte erkämpft.

Von Frank Neßler und Lars Sittig

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