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Talentschmiede Lok-Schuppen

Handball Talentschmiede Lok-Schuppen

Die Rangsdorfer Nachwuchstalente Cora Bertram und Lisa Mistareck spielen für den Frankfurter Handball-Club. In den vergangenen Jahren haben einige Bundesligaspieler aus der Jugend-Abteilung des SV Lok den Sprung ins Rampenlicht geschafft.

Rangsdorf. Natürlich verfolgen sie den Weg der ehemaligen Vereinskameraden genau, die Auftritte im Rampenlicht auf den großen Bühnen des Handballs. „Klar achtet man darauf, wie es bei den früheren Rangsdorfern läuft, die es weit nach oben geschafft haben“, sagt Cora Bertram (15), „und es macht auch Mut, dass man es schaffen kann, selber mal höherklassig Handball zu spielen. Am liebsten in der Bundesliga.“

Auf dem weiten, beschwerlichen Weg in die oberen Ligen befindet sich derzeit die 15-Jährige, die seit dieser Saison ebenso wie die auch vom SV Lok Rangsdorf stammende Lisa Mistareck beim Frankfurter HC spielt. Bertram, die für die B-Jugend spielt, besucht allerdings auch die Sportschule in der Oderstadt, während Mistareck (A-Jugend) zweimal pro Woche zum Training nach Frankfurt fährt, dazu kommt eine Übungseinheit in Lichtenrade.

Lisa Mistareck und Cora Bertram befinden sich auf illustren Spuren, den Weg aus Rangsdorf nach ganz oben schafften unter anderem die drei aktuellen Bundesliga-Akteure Christina Beier (Spreefüxxe Berlin), Christoph Steinert (SC DHfK Leipzig) und Tobias Reichmann (KS Vive Kielce), der vor kurzem in der deutschen Nationalmannschaft beim traditionsreichen Supercup gespielt und den Turniersieg erkämpft hatte. Der 27-Jährige steht seit Sommer 2014 beim polnischen Champions-League-Starter Kielce unter Vertrag.

Reichmanns Erfolgsbilanz ist beeindruckend: In der Vita stehen unter anderem der Gewinn des Handball-Weltpokals, des Deutschen Pokals (2011 und 2012), des Deutschen Meistertitels (2010 und 2012), der Champions-League (2010 und 2012) sowie ein fünfter Platz bei der WM 2013 in Spanien. Auch Beier, die mit dem Handballspielen in Wünsdorf begonnen hatte und dann nach Rangsdorf wechselte, lief unter anderem bei zwei Weltmeisterschaften im Dress der deutschen Auswahl auf (2009/2013).

Wie Beier, die ebenfalls beim Frankfurter HC unter Vertrag steht, laufen Lisa Mistareck und Cora Bertram nun für den Traditionsclub aus dem Osten des Landes auf. In der A-Jugend-Oberliga traf Cora Bertram unlängst auf ihren Heimatverein SV Lok, bei dem ihre Mutter Grit Bertram an der Seitenlinie steht und das Team gemeinsam mit Ulf Rosadzinski coacht. „Das war ein komisches Gefühl“, sagt Grit Bertram, „man ist ja nicht nur Trainerin, sondern auch Mama und hat sich eigentlich gefreut, wenn die Tochter ein Tor wirft. Dazu kommt, dass ich dem Frankfurter Team nicht nur durch Cora, sondern auch als Co-Trainerin der Landesauswahl verbunden bin. Außerdem sitze ich, wenn ich Zeit habe, bei Spielen des Frankfurter HC auf der Bank und unterstütze.“

Mistareck spielt mit der FHC-A-Jugend in der Oberliga Ostsee-Spree, derzeit steht das Team dort auf Rang zwei.

Auch an diesem Wochenende stand für die Rangsdorfer wieder eine Bildungs- und Handlungsreise in Sachen Handball auf dem Programm. Der Anruf gestern erreichte Cora und Grit Bertram auf dem Weg nach Halberstadt, dort wird an diesem Wochenende ein Turnier der Handball-Länderauswahlen ausgetragen. Zur Delegation gehörte allerdings noch eine weitere Rangsdorfer Spielerin: Auch die Torhüterin Sophie Regen steht im Kader des brandenburgischen B-Jugend-Ensembles, das im Landkreis Harz antritt.

Auch Yannik Münchberger, der für den Drittligisten 1. VfL Potsdam spielt, hat seine Wurzeln im Talent-Lok-Schuppen. Der 18-Jährige liegt derzeit mit dem VfL auf Tabellenplatz drei, unlängst wurde er zur Junioren-Nationalmannschaft eingeladen.

Von Lars Sittig

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