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Technik die begeistert

Handball Technik die begeistert

Im Handball-Spielbetrieb hat in dieser Saison auch an der Basis das elektronische Zeitalter Einzug gehalten: In den Ligen auf Landesebene gibt es nun elektronische Spielprotokolle, die im Internet von Jedermann angeschaut werden können. Das Fazit fällt positiv aus, auch wenn manch einer wegen des Datenschutzes leichte Bauchschmerzen hat.

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Auch detaillierte Informationen über die Partien des Ludwigsfelder A-Jugendteams, das in der Brandenburgliga startet, können in dieser Spielzeit im Internet abgerufen werden.

Quelle: LÄCHLER

Dahlewitz. Die anfängliche Skepsis ist gewichen bei Nadine Schley: Nach dem inzwischen mehrwöchigen Ausflug in das digitale Zeitalter fällt das Fazit positiv aus. „Ich finde es sehr gut, dass die Informationen über die Punktspiele einfacher abzurufen sind“, sagt die Handball-Abteilungsleiterin des SV Blau-Weiß Dahlewitz, „dazu kommt, dass der ganze Papierkram wegfällt. Das ist schon eine deutliche Erleichterung.“ Auch wenn Nadine Schley wie manch ein anderer leichte Bauchschmerzen hat wegen der datenschutzrechtlichen Komponente – den Testlauf des elektronischen Handball-Spielprotokolls, die Ankunft des digitalen Zeitalters im Spielbetrieb der Handball-Basis sozusagen, hält sie für richtig. „Es ist schon alles ein bisschen gläsern, weil die Daten für jedermann einsehbar sind. Es ist aber gut, dass wir die Technik nutzen, so wie das in anderen Sportarten ebenfalls gemacht wird.“

Im Fußball beispielsweise gibt es schon seit längerem Ergebnisplattformen mit ausführlichen Statistiken. Seit dieser Spielzeit wird auch bei den Handballern der Spielbericht in den Ligen ab der Landesliga per Laptop erstellt und anschließend ein großer Teil der Daten auf der Ergebnisplattform „nuLiga“ veröffentlicht. Fast eine Revolution in den Sporthallen. Bisher funktionierte zwar der Ergebnisdienst der Handballduelle zügig, weiterführende Informationen wie die Aufstellung oder die Torstatistik aber waren nicht frei verfügbar.

Die neue Transparenz, der Datenfluss aus den Hallen hat allerdings seinen Preis: 400 Euro kostete der Laptop, den der SV Blau-Weiß anschaffen musste. Neben Nadine Schley besuchten auch Steffi und Uwe Peters eine Schulung, um die Technik bedienen zu können. „Eingearbeitet haben wir uns dann nach dem Motto ,learning by doing’. Es musste außerdem dafür gesorgt werden, dass wir WLAN haben“, berichtet die Handballchefin der Blau-Weißen aus der Dahme-Fläming-Region, „wir sichern das über unsere Handys oder den Internetzugang des Vereins ab.“ Das Protokoll sei allerdings leicht zu erstellen. „Das habe ich mir schwieriger vorgestellt“, sagt Nadine Schley.

In der kommenden Saison soll dann der Modellversuch auf den gesamten Spielbetrieb ausgeweitet werden. Mehr Service, allerdings auch mehr finanzieller Aufwand und mehr Manpower. „Die Spielprotokolle werden nach dem Abpfiff noch bearbeitet. Wir werden dann einen zweiten Laptop benötigen, damit wir bei den vielen Spielen an zwei Geräten arbeiten können, um keine Zeit zu verlieren, denn die Protokolle müssen vor dem Anpfiff auch vorbereitet werden. Ich bin mir trotzdem sicher, dass es sich lohnen wird.“

Einen zweiten Laptop hat man sich beim MTV Wünsdorf gleich mit angeschafft, als Backup. „Wir haben Vorgaben vom Verband bekommen, was der Laptop drauf haben muss und haben uns danach gerichtet“, erklärt Denny Philipp, Abteilungsleiter beim MTV Wünsdorf.

In Wünsdorf werden zwei Mannschaften mit dem elektronischen Protokoll versorgt. Die erste Männermannschaft aus der Verbandsliga Süd und die A-Jugend, die in der Brandenburgliga ebenfalls das Protokoll nutzt. Probleme gab es bisher keine. „Der Start war wirklich reibungslos“, sagt Philipp und lobt: „Das Feedback war bisher einheitlich positiv. Es erleichtert extrem die Arbeit.“ Wenn in der kommenden Spielzeit aber auch die anderen Jugendmannschaften mit den Protokollen versorgt werden, sieht Philipp es etwas problematischer. „Da habe ich in erster Linie mit der Veröffentlichung aller Namen der Kinder und Jugendlichen datenschutzrechtliche Bedenken. Da bin ich gespannt, wie der Verband das lösen wird.“ Derzeit achten die Wölfe sehr auf den Jugendschutz, veröffentlichen auf ihren Plattformen lediglich die Vornamen der Jugendspieler. „Dazu kommt, dass bis zur D-Jugend die Spieltage im Turniermodus ausgetragen werden. Man bräuchte also allein bei diesen Turnieren mindestens zwei Laptops und mehr Kampfrichter“, sagt Philipp.

Wie der Einzug des Technikzeitalters in der kommenden Saison im Detail umgesetzt werden, soll wird derzeit noch geplant. Bis dahin wird das elektronische Spielprotokoll weiterhin in den Brandenburger Hallen erprobt.

Von Conrad Hipp und Lars Sittig

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