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Trebbiner besiegeln Vizemeisterschaft

Handball: Verbandsliga Süd Trebbiner besiegeln Vizemeisterschaft

Den Verbandsligahandballern des SC Trebbin ist nach ihrem 32:31-Erfolg über Grün-Weiß Finsterwalde der zweite Tabellenplatz in der Staffel Süd nicht mehr zu nehmen. Aktive und Zuschauer erlebten am Sonnabend einen Handball-Krimi.

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Torsten Wagner (SC Trebbin, rechts) war am Samstagabend nur schwer zu halten.

Quelle: Foto: Frank Nessler

Trebbin. Die Stimme von Ralph Kornack aus dem Trainerteam der Trebbiner Verbandsligahandballer hatte am Samstagabend nach dem erneuten Handball-Drama im Sportkomplex der Clauertstadt ziemlich gelitten. Wie viele der 200 Zuschauer kannte auch sein Jubel über den 32:31-Last-Minute-Sieg gegen Grün-Weiß Finsterwalde keine Grenzen. „Das ist die verdiente Krönung einer grandiosen Saison“, freute sich Kornack, „wir haben gekämpft bis zum Umfallen.“ Aufgrund der gleichzeitigen 21:25-Niederlage der TSG Lübbenau II gegen den Spitzenreiter aus Cottbus ist der SC-Sieben der Vizemeistertitel praktisch nicht mehr zu nehmen.

Eine Partie, so wechselhaft wie das Aprilwetter

Dabei gestaltete sich die Partie gegen den starken Tabellenfünften aus der Sängerstadt so wechselhaft wie das Wetter am dritten Aprilsamstag. Beide Mannschaften starteten mit dem Tempohandball wie beim torreichen 38:36-Hinspielerfolg der Finsterwalder in die Partie. In der Anfangsphase ließen sich die Hausherren auch von einer mannbezogenen Deckung gegen Spielmacher Arne Pfaender nicht aus der Ruhe bringen: Sie nutzten die Freiräume in der Gästeabwehr durch einfache Wurftäuschungen zur 6:3-Führung. Die Grün-Weißen zeigten in der ersten Hälfte nicht ihren besten Handball und servierten den Trebbinern durch zahlreiche technische Fehler die Chance, höher in Führung zu gehen. Allerdings verwertete hauptsächlich Toptorschütze und Ex-Finsterwalder Torsten Wagner (13 Treffer) seine Möglichkeiten, insbesondere Rechtsaußen David Müller scheiterte mehrmals am BSV-Schlussmann. „Wir haben es verpasst, uns dort schon deutlicher abzusetzen“, bemängelte Wagner die Inkonsequenz seiner Mannschaft, „und dann auch noch den Start in die zweite Hälfte verpennt.“

Gäste aus Finsterwalde gehen gleich nach der Pause in Führung

Nach dem 18:15-Halbzeitstand schlossen die Gäste in Windeseile zum 19:19 auf. Gerade die Beorderung des, wie im Hinspiel, besten Finsterwalder Torschützen Albert Langer (10 Tore) an den Kreis stellte die Trebbiner vor Probleme. Die erste Gästeführung folgte wenig später.

In der Folge drehten die Trebbiner wieder auf. Die SC-Abwehr bewegte sich aktiver und legte den Grundstein zu einem 7:1-Lauf und zur höchsten Führung des Spiels (27:22/45.Minute). Ein vergebener Strafwurf des zuvor sicheren Siebenmeterschützen Sven Keck vertagte die Vorentscheidung, die Sängerstädter schlossen stattdessen zum 28:26 auf. Trotz eines Rückraumkrachers von Wagner aus elf Metern über den BSV-Block kämpften die Gäste verbissen. 60 Sekunden vor dem Ende hatten die Finsterwalder abermals den Anschlusstreffer erzielt, doch die Trebbiner erarbeiteten sich Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter. Topscorer Wagner vergab diesen zwar, aber die Zeit reichte den Gästen unter dem Jubel der SC-Fans nicht mehr, den Ball noch aufs Tor zu bringen.

Trebbiner Handballer können Saisonfinale ruhig angehen

Nun können sich die SC-Männer im letzten Heimspiel der Saison gegen Meister Cottbus gar eine Niederlage erlauben, sofern der HC Spreewald II keine 75 Tore in der Tordifferenz aufholt. „Ich denke, Platz zwei ist sicher“, freute sich Torsten Wagner, „das war die beste Verbandsliga-Saison, die wir bisher gespielt haben.“ Mit maximal elf Minuspunkten werden die Clauertstädter ihr Ergebnis aus der Saison 2009/10 (12 Minuspunkte, Platz vier) übertreffen.

Von Fabian Stollin

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