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Visite bei den Profis

Markus Ernicke wird Vize-Landesmeister im Snooker Visite bei den Profis

Markus Ernicke ist eine regionale Größe in der Snooker-Szene. Er war mal Landesmeister und ist aktuell der zweitbeste Snooker-Spieler in Brandenburg. Um noch besser zu werden hat Ernicke jetzt einen Ausflug zu Profis gemacht. Er hat dei German Masters in Berlin angeschaut und sich Tricks abgeschaut.

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Jänickendorf. Am vergangenen Donnerstag war es wieder so weit: Markus Ernicke ging auf Stippvisite bei den Profis seines Sports. „Mein Kumpel und ich besuchen immer am ersten Tag das Turnier, weil man dort die meisten Spiele und Spieler sehen kann. Das Finale gucke ich mir lieber vom Fernseher aus an“, sagt Ernicke zum Besuch bei den German Masters des Snookers in Berlin. Von Donnerstag bis zum Sonntag ging es im Berliner Tempodrom darum, am schnellsten die 15 roten und die anderen farbigen Kugeln einzulochen. Und Markus Ernicke war live vor Ort. „Allerdings kann man sich nicht so viel abschauen. Man muss doch seine eigenen Techniken entwickeln. Und das geht nur durch intensives Training.“

Ernicke ist durchaus eine regionale Größe im Snooker: Im vergangenen Jahr wurde der 31-jährige aus Jänickendorf (Nuthe-Urstromtal) Landesmeister. Am Sonnabend konnte er nun bei den Landesmeisterschaften in Strausberg seinen Titel nicht verteidigen. „Mein Ziel war es, ins Finale zu kommen. Das habe ich geschafft. Ich war schon ganz zufrieden“, meint der gelernte Klavierbauer zu seiner Vizemeisterschaft.

Im Zuge des Landesmeistertitels im vergangenen Jahr startete Ernicke auch bei den deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen im Harz. Dort belegte er den 35. Platz. „Dort herrscht schon ein anderes Niveau. Die Spieler trainieren mehr“, sagt der Snooker-Spieler, der jeden Tag etwa 30 bis 60 Minuten am Tisch steht. Vor einiger Zeit richtete sich Ernicke auf dem elterlichen Grundstück in Jänickendorf im ehemaligen Bullenstall ein Billardzimmer ein. Dort steht auch der Snookertisch, der ähnlich aussieht wie ein Kneipen-Billardtisch, aber größer ist.

Trotz des Aufschwungs des Snooker-Sports und der nunmehr vierten Auflage des German Masters in Berlin ist in Brandenburg noch keine größere Szene entstanden. In Strausberg, wo an diesem Wochenende die Landesmeisterschaften der Herren, Damen und Senioren ausgetragen wurden, ist der einzige Snooker-Verein in Brandenburg beheimatet. „Es ist vor allem eine Orts- und Geldfrage. Ein Snookertisch kostet schon 2000 bis 3000 Euro. Zudem braucht man den Platz, wo man zwei bis drei Tische unterbringen kann. Da ein Tisch die Maße von etwa 3,60 Meter mal 1,80 Meter hat, ist das schwierig“, beurteilt Ernicke.

Der 31-Jährige spielt zudem Pool-Billard. Vor zehn Jahren begann er mit dem Sport und entdeckte dann die Leidenschaft für Snooker. Sein Vater hatte ihn auf den Geschmack gebracht. Pool-Billard spielt Ernicke im Verein Pool-Billard Königs Wusterhausen, da es in seiner Nähe keinen Club gibt. Einen Ligabetrieb gibt es in Brandenburg im Gegensatz zu Berlin nicht. „In Berlin ist das Niveau höher als in Brandenburg. Das wäre schon spannend für mich. Allerdings würde ich einen regelmäßigen Spielbetrieb zeitlich nicht realisieren können“, sagt der gelernte Klavierbauer.

Trotz des regelmäßigen Trainings träumt Ernicke nicht von einer Profi-Karriere. Es sei ähnlich wie beim Fußball, meint er, wo die meisten bereits früh mit dem Sport beginnen und deshalb schon die Abläufe beherrschen. „Ich habe jedoch recht spät angefangen und bin nun 31 Jahre alt und mache das mehr aus Spaß.“

Von Max Konrad

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