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„Wir wollen nicht absteigen“

Handball: Oberliga Ostsee-Spree „Wir wollen nicht absteigen“

Ralf Granzow, Cheftrainer der Luckenwalder Handballerinnen, ist im MAZ-Interview optimistisch, dass seine Sieben in der Oberliga Ostsee-Spree noch die Kurve kriegt. Als Aufsteigerinnen belegen die HVL-Frauen derzeit den letzten Tabellenplatz.

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HVL-Trainer Ralf Granzow (links,) im Gespräch mit seiner Torfrau Claudia Mager

Quelle: foto: Frank Nessler

Luckenwalde. Nach der Punktspielpause über Weihnachten und der Jahreswende wird es am Sonnabend für die Frauen-Sieben der Handballvereinigung Luckenwalde (HVL) wieder ernst. Mit nur zwei Pünktchen liegen die Luckenwalderinnen auf dem letzten Tabellenplatz in der Oberliga Ostsee-Spree. Dennoch ist bei Cheftrainer Ralf Granzow keine Spur von Resignation vorhanden.

MAZ: Herr Granzow, bisher gelang der einzige Sieg im Heimspiel am 4. Spieltag Anfang Oktober gegen Pro Sport 24 aus Berlin-Mitte. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Seitdem warten Ihre Damen vergeblich auf ein weiteres Erfolgserlebnis.

Ralf Granzow: Da hat bei uns alles gestimmt und der Gegner hatte arge Probleme. Wir hatten einen Bombenstart, lagen recht schnell mit 8:1 in Front und gaben die Führung beim 21:20-Erfolg nie ab.

Sie haben immer wieder angedeutet, dass Ihre Mannschaft die Punkte für den Klassenerhalt in der Rückrunde holt. Stehen Sie noch zu dieser Aussage?

Granzow: Natürlich. Wir wissen aber auch, dass es wahnsinnig schwer wird. Aber mit der nötigen Portion Kampfgeist, wo jede Spielerin alles gibt, ist vieles möglich. Wenn das dann auch die Luckenwalder Zuschauer entsprechend honorieren, kann das einen zusätzlichen Motivationsschub auslösen.

Aber es kommen Mannschaften in die Fläminghalle gegen die Ihre Mannschaft in der Hinrunde empfindliche Niederlagen einstecken musste.

Granzow: Jetzt zählen keine Ausreden mehr. Wir wissen wie diese Mannschaften spielen. Ohne Wenn und Aber müssen wir zur Tagesordnung übergehen.

Wie viele Absteiger gibt es nach Saisonende Mitte April?

Granzow: Laut Spielordnung sind es drei.

Gibt es im Kader Veränderungen oder bleiben alle Handballerinnen bei der Stange?

Granzow: Wir wissen seit längerem, dass uns Carina Rothert aus privaten Gründen einige Zeit nicht zur Verfügung steht. Dafür gehört auf ihrer Position Anne Lehmann wieder zum Kader der ersten Mannschaft. Steffi (Stephanie Granzow) befindet sich nach ihrer langen Verletzungspause wieder im Training. Sie steht vor ihrem Comeback. Hinter dem Einsatz von Carolin Freißler steht noch ein Fragezeichen. Sie ist in der Regenerationsphase und kommt vorerst in der zweiten Vertretung zum Einsatz.

Verlief die Vorbereitung nach Ihren Vorstellungen? Wo lag dabei das Hauptaugenmerk?

Granzow: Im Großen und Ganzen ja, aber es war durch die auswärtigen Spielerinnen nicht immer einfach. Wir haben sehr viel für die Kraft getan und Wert auf den läuferischen Bereich gelegt. Auch die Motivationsarbeit ist nicht zu kurz gekommen. Am Samstagnachmittag haben wir eine weitere Trainingseinheit absolviert, in der stand das Wurftraining im Vordergrund.

Ein Schwachpunkt der HVL-Frauen war in der Hinrunde die Torausbeute. Ihre Mannschaft wirft einfach zu wenig Tore. Von den Kreisläufern ging zu wenig Torgefahr aus und die Würfe waren nicht sehr variantenreich.

Granzow: In Sachen Kreisläufer haben wir eine echte Baustelle. Da haben wir gegenüber der Konkurrenz körperliche Defizite. Mit Juliane Hintze haben wir eine Alternative. Bei der Wurfvariabilität werden uns die technischen Grenzen aufgezeigt.

In der vorigen Woche gab es eine Mannschaftsbesprechung. Was waren die Inhalte?

Granzow: Es war keine Krisensitzung. Wir haben uns auf die vor uns liegenden Aufgaben eingeschworen und die Marschroute festgelegt.

Am kommenden Samstag ist um 16 Uhr der VfV Spandau zum ersten Meisterschaftsspiel im neuen Jahr in der Fläminghalle zu Gast. Mit Sicherheit ein ganz harter Brocken. Das Hinspiel wurde seinerzeit mit 21:44 in den Sand gesetzt. Wie wollen Sie diesem Gegner beikommen?

Granzow: Mit unseren zur Verfügung stehenden Mitteln eine lange Zeit mithalten. Wir wollen die Berlinerinnen ärgern. Es steht außer Frage: Spandau ist der Favorit, aber wir wollen unsere Außenseiterrolle nutzen. Es ist unverkennbar, dass es in vielen Belangen Verbesserungen seit unserer Oberligazugehörigkeit gibt, die sich aber noch nicht in den Ergebnissen widerspiegeln.


Von Horst Kupfer

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