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Wurzelwerk und andere Hindernisse

Crosslauf-Landesmeisterschaften in Luckenwalde Wurzelwerk und andere Hindernisse

Stelldichein schneller Crossläufer in Luckenwalde. In der TF-Kreisstadt ermittelten sie ihre Landesmeister. Auch einheimische Starter landeten auf vorderen Plätzen.

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LLG-Talent Mathilda Mai (Startnummer 524) durfte als Dritte der Altersklasse U16 auf das Siegerpodest.

Quelle: Frank Nessler

Luckenwalde. Die LLG Luckenwalde stellt seit Jahren routiniert ihre Crosslaufserie und andere Laufveranstaltungen auf die Beine. Aber das, was am Wochenende los war, haben die Verantwortlichen wohl erstmals in der Vereinsgeschichte gestemmt. Fast 800 Sportlerinnen und Sportler waren angereist, um in den Hügeln hinter dem Werner-Seelenbinder-Stadion um Landesmeisterehren zu laufen. Eine vom Veranstalter bestens präparierte, knapp 1,2 Kilometer lange Waldrunde mit einer kräfteraubenden Steigung und einer vielleicht noch schwerer zu durchlaufenden Sandgrube fanden die Teilnehmer zwar anstrengend, aber sehr reizvoll. Die Kehrseite der Medaille waren enge Räume, verbunden mit mancher Wartezeit am Startplatz. Crossläufer sind jedoch so manches Ungemach gewöhnt, müssen sie doch neben den üblichen Unwegsamkeiten der Strecke auch Wurzelwerk und manche Löcher im Boden schadlos überwinden.

In den jüngsten Altersklassen trugen die Berliner und Brandenburger Vereine im Wechsel von rund einer Viertelstunde ihre Bestenkämpfe aus. Der Berliner Moritz Weber (LT Süd) sowie Moritz Bartko (Ludwigsfelder Leichtathleten), Sohn des Radsportidols Robert Bartko, setzten mit sehr guten Zeiten Maßstäbe bei den Jungen unter zehn Jahren. Die Berlinerin Zoe Schwarz und die Mellenseerin Malisa Lehmann erwiesen sich als die schnellsten Mädchen der Altersklasse.

Großer Andrang auch in den Altersklassen U12 und U14. Überragend die Geschwister Jasmin und Max Kuehnast von der SG Vehlefanz sowie die Cottbuserin Blanka Dörfel. Ronja Neumann vom SSV Jüterbog sorgte hier für eine Überraschung. Sie siegte in ihrer Altersklasse, während die Luckenwalderin Rebekka Haschker sich nach mutiger Startführung doch noch der Cottbuserin Dörfel geschlagen geben musste, aber auf Platz 2 stolz sein darf.

In der Altersklasse U16 männlich waren die auf höchstem Deutschlandniveau stehenden Ben Böttler aus Berlin und Arthur Beimler aus Cottbus das Maß aller Dinge. Julia Kuban aus Werneuchen und Lea Freigang aus Cottbus blieben bei den Mädchen unter 15 Minuten über die nunmehr rund 3,6 Kilometer lange Strecke. LLG-Talent Mathilda Mai zeigte ebenfalls eine gute Leistung und durfte als Dritte auf das Siegerpodest. Für schnelle Zeiten sorgten auch die jungen Männer. Überraschend siegte über die Drei-Runden-Strecke der Berliner Manuel Walicki vor dem favorisierten Cottbuser Constantin Schulz in der U18. Noch schneller war in der U20 Thilo Brill von der LG Nord Berlin. Mit zügigem Tempo fielen auch die junge Miriam Dattke (U18), die in Kürze für den SCC Berlin starten wird, und Caterina Granz von der LG Nord besonders positiv auf, denen ihre Altersgenossinnen wenig entgegenzusetzen hatten.

Im schnellsten Lauf auf dem Vier-Runden-Kurs kämpfte zu Beginn ein Männer-Trio um das deutsche Hindernis-Lauf-As Hannes Liebach lange Zeit um die Spitze. Doch in der letzten Runde setzte sich der Berliner ab, so dass dem ehemaligen Jüterboger Sebastian Schenk nach tollem Endspurt nur ganz knapp der zweite Platz blieb.

Auf der Langstrecke der Frauen über sechs Runden siegte nach Doppelstart auch in der Mittelstrecke Mayada Al-Sayad vom VfL Marzahn, während der Potsdamer Stefan Hendtke auf der acht Runden-Langstrecke einen ungefährdeten Sieg einfuhr. Auffällig war, dass einige der in der Laufszene bekannten Asse sich in Doppelstarts probierten und wohl einiges für die Zukunft vor haben, wie eben die starke Mayada Al-Sayad sowie Victoria Brand und Alexander Pusch vom SCC Berlin. Es sollte nicht verwundern, wenn die genannten im kommenden Jahr von sich besonders reden machen wollen.

Aus Luckenwalder Sicht kann man mit der Großveranstaltung durchaus zufrieden sein. Neben den bereits genannten zweit- und drittplatzierten Rebekka Haschker und Mathilda Mai konnten sich einige unter den schnellsten Zehn ihrer Altersklassen platzieren wie etwa Jannes Abicht, Thea Lengefeld, Conner Müller, Alexandra Keil, Lucas Prill und Pascal Buß. In der Altersklasse M35 zeigte mit Marcus Neumann der einzige erwachsene LLG-Starter, angefeuert von seinen Luckenwalder Fans, ebenfalls ein tolles Rennen und landete auf Platz vier.

Nicht ganz glücklich waren die Luckenwalder/Jüterboger SSVler mit ihren Team-Ergebnissen. Zwar konnten vor allem die jüngeren Luckenwalder Teams mit Mannschaftsplatzierungen um fünf bis sieben aufwarten. Doch nachdem die Jüterboger Spitzenläuferin Caroline Schenk mitten im Lauf ausstieg, der Luckenwalder Julius Bennin kurzfristig krankheitsbedingt ganz absagte, fehlte in beiden Fällen der dritte Starter für eine aussichtsreiche Teamwertung. Und die Mädchen U14 waren ebenfalls enttäuscht, denen nach glänzendem Lauf aufgrund eines Missverständnisses Team-Platz 2 vorenthalten blieb.

Aber auch aus Nachbarorten platzieren sich einige Sportler gut. Während vom LC Jüterbog der junge Len Neumann einen 6. Platz erlief, konnte der SC Trebbin gleich einige sehr gute Platzierungen erreichen mit Emanuel Schmücker als Zweiten des Jahrgangs 2003 sowie die Senioren Daniel Schröder (3./M35) sowie Beate Rantzsch (1./W55) und Thomas Polke (1./M40).

Der LLG-Verantwortliche Ekki Buß war froh, von vielen Teilnehmern trotz der doch wie schon so oft eingetretenen Zeitverschiebung ein positives Echo zu hören. „Ein großer Dank geht an die vielen Helfer, die Zeitnehmer und die beiden verantwortlichen Kampfrichter, die einen Mammutwettkampf ohne Pausen über viele Stunden geschafft haben“, sagte er.

Von Siegmund Slatosch

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