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Torhüter Matthias Frank hört am Saisonende auf

Handball 3. Liga VfL Potsdam Torhüter Matthias Frank hört am Saisonende auf

Manchmal lassen sich Beruf und Sport nicht mehr unter einen Hut bringen. Diese Erkenntnis reifte nun auch bei Matthias Frank. Der Torhüter bei den Drittliga-Handballern vom VfL Potsdam beendet am Saisonende seine sportliche Karriere und will sich ganz auf die weitere berufliche Ausbildung konzentrieren.

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Matthias Frank beendet am Saisonende seine Karriere.

Quelle: foto: Julius frick

Potsdam. Unerwartetes Karriereende von Matthias Frank: Der Torhüter des Handball-Drittligisten VfL Potsdam hat sich entschieden, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern. Der 24-Jährige will sich künftig voll und ganz auf seine berufliche Karriere konzentrieren. „Gleichzeitig Beruf und Sport mit vollem Einsatz auszuüben, hat in den letzten Jahren all meine Reserven beansprucht. Mir ist die Entscheidung bei Weitem nicht leicht gefallen, da ich den Handballsport sehr liebe. Für meine berufliche Zukunft ist es jedoch besser, wenn ich mich nach der Saison komplett darauf konzentrieren kann“, sagte Frank, der mit dem VfL aktuell Rang zwei in der 3. Liga belegt.

Bereits mit 17 Jahren spielte Frank in der zweiten Liga

Der gebürtige Hennigsdorfer (Oberhavel) wechselte vor elf Jahren in die 7. Klasse der Potsdamer Sportschule und schaffte schon früh den Sprung in die erste Mannschaft der Adler. Bereits mit 17 Jahren spielte er in der 2. Liga und hatte auf seiner Position Mitspieler wie Ariel Panzer, Christian Pahl und Gabor Pulay. Seit 2013 bildet er mit Sebastian Schulz das Duo im Tor des VfL Potsdam, in dieser Saison stieß auch noch A-Jugend-Keeper Paul Twarz dazu. „Ich weiß, dass der VfL mit Basti und Paul zwei leistungsstarke Keeper hat“, sagt Frank.

Gerade Schulz hatte in dieser Saison des öfteren die Nase vorne. „Ich habe die erste Saisonhälfte kaum gespielt. So lange das Team gewinnt, ist mir das aber relativ egal“, sagte Frank zuletzt im MAZ-Interview und deutete bereits an, dass der Beruf eine immer wichtigere Rolle spielt. Nach seinem Abitur 2011 begann Frank eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei den Potsdamer Stadtwerken, die er 2014 erfolgreich abschloss. Er arbeitet als Assistent der Geschäftsführung der Energie und Wasser Potsdam GmbH. Künftig wird er berufsbegleitend auch noch Betriebswirtschaftslehre studieren mit Präsenzzeiten auch am Wochenende, „das lässt sich mit den Spielen dann nicht mehr vereinbaren“, sagt Frank.

Der Verein wünscht für die Zukunft das Beste

Beim Verein zeigte man Verständnis für die Entscheidung. „Wir müssen die Entscheidung akzeptieren und danken Matthias für seinen unbedingten Einsatz für den VfL. Nach vielen Jahren der Ausbildung im Verein ist er nicht nur auf sportlicher Ebene ein Aushängeschild geworden, sondern auch charakterlich zu einer Identifikationsfigur gereift. Wir wünschen ihm für seine Zukunft nur das Beste“, sagte der sportliche Leiter Alexander Haase.

Von Stephan Henke

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