Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Trainer Salomoni hört am Saisonende auf

Volleyball SC Potsdam Trainer Salomoni hört am Saisonende auf

Alberto Salomoni, Trainer beim Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam, gibt seinen Posten als Chefcoach am Saisonende auf und wird seinen in diesem Jahr auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der 49 Jahre alte Italiener will sich neuen Aufgaben zuwenden. Zur Halbzeit der Saison sieht er beim Tabellensiebten eine positive Tendenz.

Voriger Artikel
Männerteam verteidigt erfolgreichen seinen Landesmeistertitel
Nächster Artikel
Der Potsdamer Poser startet in Nordamerika

Trainer Alberto Salomoni vom SC Potsdam.

Quelle: Foto: Verein

Potsdam. Neujahrsüberraschung beim Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam: Trainer Alberto Salomoni hört am Saisonende auf. Der 49-Jährige sieht nach fünf Jahren die Zeit für gekommen, sich anderen Aufgaben zu widmen. „Ich habe mich dazu entschlossen, am Saisonende das Traineramt bei der ersten Mannschaft zu beenden“, bestätigte der Italiener. Mehr Aufhebens wollte er nicht machen, und wandte sich sogleich der Vorbereitung auf die am 13. Januar mit einem Heimspiel gegen Straubing beginnende Rückrunde zu.

Die Bilanz der Hinrunde fällt durchwachsen aus. Nach der Verpflichtung von Nationalspielerinnen wie Saskia Hippe, Wiebke Silge und Regina Mapeli Burchardt war der Verein mit großen Erwartungen in die Saison gestartet: Halbfinale lautete das Ziel. Nach einem Fehlstart steigerte sich das Team zuletzt und steht bei Halbzeit mit 19 Punkten auf Rang sieben der Tabelle. Bis zur direkten Playoff-Qualifikation und Platz sechs fehlt nur ein Punkt, nur drei Punkte sind es bis zu Rang vier.

„Natürlich hatten wir uns den Start anders vorgestellt“, räumt Manager Toni Rieger ein. „Doch jeder kann sich ausrechnen, wo wir stehen würden, wenn wir bei den fünf Tiebreak-Niederlagen nur einen Punkt mehr geholt hätten. Aber hätte, wenn und aber zählt nicht. Trotzdem haben wir es selbst in der Hand, uns direkt für die Playoffs zu qualifizieren, also mindestens Platz sechs nach der Hauptrunde zu erreichen.“ Er sagt zum Start in die Rückrunde: „Die Tendenz geht nach oben. Wir müssen da anknüpfen, wo wir im alten Jahr aufgehört haben.“

Die direkte Playoff-Qualifikation ist zu schaffen

Salomoni bemerkt: „Ich bin mir sicher, dass wir die direkte Playoff-Qualifikation schaffen.“ Zu den Problemen der Hinrunde stellt er fest: „Wir waren in manchen Spielen dominant und haben trotzdem verloren. Wir hätten nicht gedacht, dass es so lange dauert, bis sich die Mannschaft findet. Aber ihre Entwicklung ist positiv. Die jüngsten Erfolge haben Selbstbewusstsein gegeben.“ Zudem hält der Coach fest: „Die Liga ist so ausgeglichen wie noch nie. Daher kannst du mit zwei, drei Siegen in Folge schnell Boden gutmachen, ebenso aber mit zwei, drei Niederlagen in Folge abrutschen. In jeder Partie musst du kämpfen. Bis auf Schwerin waren wir mit jedem Gegner auf Augenhöhe.“ In der Tat hat der SC Potsdam nur gegen den Tabellenführer und gegen Aachen klare Niederlagen kassiert.

Saskia Hippe ist mit 227 Punkten die Topscorerin der Liga

Saskia Hippe ist mit 227 Punkten die Topscorerin der Liga.

Quelle: Julian Stähle

Vom Saisonziel Halbfinale redet Salomoni bewusst derzeit nicht: „Der März ist noch weit weg. Ich habe festgestellt, für das Team ist es besser, kurzfristige Ziele auszugeben.“ Die Spiele gegen Suhl und Vilsbiburg sollten gewonnen werden und wurden gewonnen. Gegen Straubing soll das erneut gelingen. „Wir schauen von Spiel zu Spiel, wir müssen uns immer auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren. Die Mannschaft hat ihr Potenzial gezeigt, wir können auch nach Rückständen immer wieder zurückkommen. Vor allem haben die Spielerinnen die Erkenntnis gewonnen, jede ist wichtig.“

Anne Hölzig und Luisa Sydlik sind echte Verstärkungen

Auch Rieger sieht in den Wechselmöglichkeiten eine Stärke des Teams. „Zu Saisonbeginn hatten wir diese Optionen aufgrund von Verletzungen nicht. Eine Anne Hölzig und eine Luisa Sydlik haben gezeigt, wie wichtig sie für die Mannschaft sind.“ Die beiden jungen Neuzugänge sind bisher die Entdeckungen der Saison. Dass der SC Potsdam mit Diagonalangreiferin Saskia Hippe die Topscorerin der Liga in seinen Reihen hat, macht ihn ebenso stolz. Dank Manuela Roani konnte die Annahme stabilisiert werden – in der Vergangenheit oft die Achillesferse im Spiel des SC. Rieger verweist auf einen weiteren wichtigen Punkt: „Wenn der Erfolg da ist, kommen auch die Zuschauer. Im Besucherschnitt liegen wir bisher unter dem Vorjahresniveau. Die Mannschaft hat es selbst in der Hand, noch mehr Motivation von den Rängen zu bekommen.“ Zuletzt gegen Vilsbiburg kamen wieder über 1000 Fans in die MBS-Arena.

Dass sich Salomoni zu seinem 50. Geburtstag nach fünf Jahren, in denen es peu à peu nach vorn ging, einen erfolgreichen Abgang verschaffen will, steht außer Frage. „Deshalb wünsche ich mir einen positiven Start ins neue Jahr“, so der Trainer.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.