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VfL Potsdam schlägt Staffelfavorit Dessau-Rosslau

Handball, 3. Liga VfL Potsdam schlägt Staffelfavorit Dessau-Rosslau

Die Handballer des VfL Potsdam haben sich am Freitagabend in der 3. Liga eindrucksvoll zurückgemeldet. Gegen den Tabellenzweiten Dessau-Rosslauer HV siegte der VfL mit 21:20 und rückte auf Platz drei der Tabelle vor.

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Grenzenloser Jubel bei den VfL-Spielern.

Quelle: Foto: Julius Frick

Potsdam. Der VfL Potsdam hat sich nach seiner Niederlagenserie eindrucksvoll zurückgemeldet: Nach einer hochemotionalen und dramatischen Partie bezwang der Handball-Drittligst den Meisterschaftsfavoriten Dessau-Rosslauer HV am Freitag mit 21:20 (11:10). „Für uns gab es heute nur gewinnen, wir wollten den Sieg noch ein bisschen mehr als Dessau“, sagte Abwehrchef Robert Weiß.

Das Spiel begann hitzig und emotional – und so sollte es die ganze Partie über bleiben. Knapp 100 Fans des Tabellenzweiten hatten die gut einstündige Fahrt nach Potsdam auf sich genommen und machten so viel Stimmung wie in dieser Saison wohl noch kein Gästeblock. „Beide Mannschaften haben den Kampf angenommen“, sagte VfL-Trainer Jens Deffke.

Dabei erwischte VfL-Keeper Matthias Frank einen Einstand nach Maß und parierte gleich mehrere Würfe der Gäste. Nach einer erneuten Parade bekam er allerdings eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Meckerns, da ihm eine Siebenmeterenscheidung missfiel. Doch Sebastian Schulz vertrat ihn stark und hielt den Strafwurf.

Schmidt trifft zur knappen Pausenführung

So stand es nach knapp zehn Minuten erst 2:2. Doch das Spiel war trotz zweier bärenstarker Abwehrreihen für die 961 Zuschauer in der MBS-Arena äußerst unterhaltsam. Die Akteure, angepeitscht von ihren Fans, sorgten für eine äußerst intensive Partie. Kein Team konnte sich absetzen, wobei Potsdam ab dem 3:2 durch Alexander Schmidt (11. Minute) stets knapp in Führung lag. Erst drei Minuten vor der Pause lag der VfL wieder mit 9:10 zurück.

Doch die Potsdamer sollten mit einer Führung in die Pause gehen: Kapitän Jan Piske warf zunächst den Ausgleich in Überzahl, ehe Rechtsaußen Schmidt einen Pass der Gäste abfing und den Tempogegenstoß knapp 30 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit auch selbst zur Pausenführung verwandelte.

Torhüter Frank hält den Sieg fest

Und für den Gastgeber ging es gleich optimal weiter. Spielmacher Yannik Münchberger überwarf die Abwehr zum 12:10, Frank hielt erneut und Piske verwandelte einen Abpraller schließlich clever per Heber zur Drei-Tore-Führung (32.). Nachdem die Dessau-Rosslauer allerdings auf 12:13 verkürzten (38.), legten die Adler einen 3:0-Lauf drauf (41.), so dass Gästetrainer Uwe Jungandreas die zweite Timeout-Karte zog. Anschließend versuchten die Gäste mit einer offensiveren Deckung insbesondere Münchberger aus dem Spiel zu nehmen, der in dieser Phase vier seiner insgesamt sechs Treffer erzielte, unter anderem das 17:13 (44.). Nach zwei Gegentoren antwortete Trainer Jens Deffke mit der Einwechslung von Philipp Reuter als weiterem Spielmacher. Münchberger nutzte die zusätzliche Freiheit zu einem klugen Anspiel auf Dierberg, der zum 18:15 (48.) traf. Dessau-Rosslau steckte nicht auf und glich zum 18:18 (52.) aus, zu allem Überfluss sah VfL-Kreisläufer Christian Schwarz auch noch die Rote Karte.

Das kitzelte aus den Adlern allerdings den letzten Rest an Kraft heraus: In Unterzahl trafen die Potsdamer zweimal, die Gäste glichen zweimal aus (55.). So sollte es bis kurz vor Schluss bleiben, ehe sich Daniel Deutsch, der sonst eher einen gebrauchten Tag erwischte, ein Herz nahm und knapp 30 Sekunden vor dem Ende das 21:20 einschweißte. Mit der letzten Aktion des Spiels hielt Frank den Sieg fest. Der Keeper, der 20 Würfe hielt, sagte anschließend: „Das war ein Sieg des ganzen Teams.“

Von Stephan Henke

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