Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Wahres Können nur einen Tag gezeigt

Olympia-Debüt endet auf dem 18. Platz Wahres Können nur einen Tag gezeigt

Das Olympia-Debüt von Annika Bochmann aus Falkensee und Marlene Steinherr aus Berlin in der 470er Klasse der Frauen endete nur Platz 18. Die Seglerinnen wurden bei der Regatta auch nicht gerade vom Glück verfolgt. Ihr Boot erlitt im vierten Rennen einen Mastbruch, bei Sturm wurde das Großsegel zerfetzt und im neunten Rennen wurden sie wegen Frühstarts disqualifiziert.

Voriger Artikel
Olympia-Regatta wird verlängert
Nächster Artikel
Vorfreude beim TSV Falkensee auf das große Turnfest

Alles andere als zufrieden sind Annika Bochmann (hinten) und Marlene Steinherr (l.) mit ihrem Ergebnis beim Olmpia-Debüt.

Quelle: imago

Rio de Janeiro. Die Olympia-Premiere ist Geschichte für die beiden deutschen Seglerinnen Annika Bochmann und Marlene Steinherr. Mit dem 18. Gesamtplatz unter den 20 gestarteten Booten in der 470er Klasse der Frauen ist das Highlight in der sportlichen Laufbahn der 25-jährigen Steuerfrau aus Falkensee und der fünf Jahre älteren Vorschoterin aus Berlin alles andere als erwartet und insgesamt enttäuschend verlaufen. An den sieben Tagen, an denen die zehn Wettfahrten der Olympischen Spiele in der Guanabara-Bucht vor Rio de Janeiro stattfanden beziehungsweise stattfinden sollten, ist bei ihnen mehr schief gelaufen, als das in den anderen großen Regattas der Fall gewesen ist.

Ihr Start am ersten Tag war schon alles andere als optimal, dann folgte im vierten Rennen am zweiten Tag bei stürmischem Wind ein Mastbruch an ihrem Boot, der Annika Bochmann und Marlene Steinherr nicht ins Ziel kommen und damit weit zurückfallen ließ. Sie gaben nicht auf, legten an ihrem vierten olympischen Wettkampftag eine tolle Aufholjagd hin und rückten bis auf Platz 14 im Gesamtklassement. Schon das war nicht das, was sich Annika Bochmann und Marlene Steinherr vorher erfofft hatten.

Doch in den letzten drei Rennen der Vorrunde am vergangenen Dienstag wollten sie noch einmal alles versuchen. Im neunten Rennen kamen sie auch auf einem ganz guten zehnten Platz ins Ziel, wurden dann aber wegen eines Frühstarts disqualifiziert. Mit den Rängen 14 und 17 in der achten und zehnten Wettfahrt blieb ihnen schließlich nur Platz 18 in der Endabrechnung.

„Annika Bochmann und Marlene Steinherr haben durch sehr gute Einzelplatzierungen gezeigt, dass sie das Zeug haben, auf der olympischen Bühne mitzusegeln“, heß es in einem Olympia-Rücblick auf der deutschen Seite der 470er Bootsklasse. „Nur an einem Tag konnten sie ihr wahres Potenzial zeigen. Ansonsten wurden sie durch einen Mastbruch gebeutelt und mussten auch eine Disqualifikation hinnehmen. Das ist schade, aber das Eerlebnis, an Olympischen Spielen teilgenommen zu haben, kann ihnen keiner mehr nehmen“, hieß auf der Internetseite des Berliner Vereins Seglerhaus am Wannsee, dem die beiden Olympia-Teilnehmerinnen angehören.

Olympia-Gold geht an Großbritiannien

Den Olympiasieg
im Segeln in der 470er Klasse der Frauen sicherten sich bereits vorzeitig im zehnten Rennen die Britinnen Hannah Mills und Saskia Clark.

Sie waren vor vier Jahren bei den Sommerspielen in London mit nur einem Punkt Rückstand auf die Neuseeländerinnen Jo Aleh und Polly Powrie Zweite geworden.


Die Gewinner der Silber- und Bronzemedaillen in der Guanabara-Bucht in Rio de Janeiro wurden erst in dem auf Donnerstag (Ortszeit/nach Redaktionsschluss dieser Seite) verlegten Medal Race ermittelt.

Das eigentlich für Mittwoch geplant gewesene Medaillenrennen musste abgesagt werden.

Die besten Chancen
auf Platz zwei besitzen die Neuseeländerinnen Jo Aleh und Polly Powrie, die mit einem Punkt vor Annie Haegar/Briana Provancha (USA) liegen. Einen weiteren Punkt dahinter sind Camille Lecointre/Helene Dufrance (Frankreich) Vierte.

Ein paar Tage werden Annika Bochmann und Marlene Steinherr sich noch Rio de Janeiro und einige andere Wettbewerbe anschauen.

Nach der Rückkehr in die Heimat wollen beide nach der langen und stressigen Zeit der Olympiavorbereitung erst einmal eine Zeit lang von Segel-Wettkämpfen Abstand halten. Marlene Steinherr wird als aktive Segelerin wohl aufhören, denn sie hatte ihre Karriere ja schon einmal beendet und war nur für das gemeinsame Ziel Olympia noch einmal als Vorschoterin für Annika Bochmann eingesprungen. Die Falkenseer Steuerfrau will auch erst einmal eine längere sportliche Pause einlegen. „Ich möchte erst einmal mit meinem Studium weiter vorankommen und daneben wahrscheinlich als Trainerin für meinen Verein Seglehaus am Wannsee arbeiten“, hatte Annika Bochmann schon vor dem Start in Rio de Janeiro angekündigt. Ob sie noch einmal einen Anlauf auf Olympia in vier Jahren in Tokio nimmt, steht derzeit in den Sternen.

Von Axel Eifert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.